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GSG 9 (Grenzschutzgruppe 9), zur Bekämpfung des Terrorismus gebildete Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes (BGS). Die GSG 9 wurde 1972 nach dem Attentat palästinensischer Araber auf die israelische Olympiamannschaft in München als Spezialverband des Bundes zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität gebildet. Sie besteht aus 180 Männern; 40 weitere Planstellen sind nicht besetzt. Die Beamten werden für ihre Aufgabe besonders ausgebildet (u. a. durch ständiges physisches und psychisches Training) und sind mit den modernsten Geräten und Waffen ausgerüstet.

Zu ihrem ersten spektakulären Einsatz gelangte die Antiterroreinheit 1977, als sie im somalischen Mogadishu 86 Geiseln aus der von palästinensischen Terroristen entführten Lufthansa-Boeing „Landshut” befreien konnte. 1993 geriet sie in die Kritik, als ihr bei der geplanten Festnahme der RAF-Verdächtigen Wolfgang Grams und Brigitte Hogefeld in Bad Kleinen mehrere Pannen unterliefen und sowohl Grams als auch ein GSG-9-Beamter getötet wurden. Die genauen Umstände des Einsatzes konnten nicht aufgeklärt werden; die Folge war eine Diskussion über die Auflösung des Spezialverbandes.


Verfasst von:
Christoph Nettersheim

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