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Geschichten

Knigge für Katzen
Grundregeln für Katzen, die einen
Haushalt zu führen haben
Am Anfang war die Katze
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Der Knigge
für Katzen
Von:
Birgit Schlag
Gefunden im Forum de.rec.tiere.katzen
Die
meisten Katzen wissen instinktiv, wie man sich richtig
benimmt, es gibt aber bestimmt einige, die von den
nachfolgenden Tips profitieren. Denkt daran, dass es nur
Vorschläge sind und der jeweiligen Situation angepasst
werden können.
Es ist serviert!
Fresse niemals aus Deiner eigenen Schüssel, wenn Du
Essen vom Tisch klauen kannst. Trinke niemals aus Deiner
Wasserschüssel, wenn irgendwo ein Glas Wasser (oder
besser noch, mit Milch) steht, aus dem Du trinken kannst.
Jammere niemals vor Hunger bevor die Leute das Futter aus
dem Schrank nehmen. Schreie dann aber so, als ob Du seit
Wochen nichts mehr zu fressen bekommen hast. Sobald das
Futter in der Schüssel ist, sollte es erst einmal
ignoriert werden.
Gäste
Setze eine überraschte und verletzte Miene auf, wenn
Du beschimpft wirst, weil Du nach dem Essen auf dem Tisch
zwischen dem Geschirr spazieren gehst. Der Ausdruck
sollte besagen: " Aber wenn kein Besuch da ist, darf
ich das doch auch!"
Wenn Du einen Schoß zum Sitzen aussuchst, achte immer
darauf, dass dieser auch einen guten Kontrast zu Deiner
Fellfarbe abgibt. Beispiel: eine weiße Katze sollte sich
immer auf dunkle Schöße setzen.
Begleite Gäste immer zur Toilette und beobachte, ob sie
auch alles richtig machen.
Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen liebe,
behandle ihn mit hochmütigem Stolz. Verhänge Deine
Krallen in den Nylonstrümpfen (falls zutreffend), beiße
ihn in die Fußknöchel oder wende eine Kombination der
ausgeführten Möglichkeiten an.
Türen
Toleriere keine geschlossenen Türen. Um die Türen
zu öffnen kann man entweder daran kratzen oder dagegen
schlagen. Sobald die Tür geöffnet wird, darf man
selbstverständlich nicht durchgehen.
Nachdem Du befohlen hast, dass eine nach draußen
führende Tür für Dich geöffnet wird, stehe auf der
Schwelle, halb innen und halb außen, und fange an, über
alles mögliche nachzudenken. Das ist vor allem wichtig,
wenn es entweder sehr kalt oder sehr heiß ist und
während der Mücken-Hochsaison.
Waschtag
Setze Dich niemals in den Waschkorb mit dreckiger
Wäsche, bis alles sauber ist und vielleicht gar warm vom
Trockner. Dieses ist sehr wichtig, vor allem bei
Handtüchern.
Hilf stets beim Wäsche zusammenlegen. Zeige es den
Leuten, wenn sie es Deiner Meinung nach nicht richtig
gemacht haben, indem Du die Wäsche rumziehst.
Hilf stets beim Betten machen. Laken und Bettbezüge
müssen angegriffen und gebissen werden, um sie gefügig
zu machen.
Zusammenleben mit Menschen
Als allgemeine Regel gilt, dass man sich immer zu dem
Menschen setzt, der beschäftigt ist und nicht zu dem,
der im Moment nichts tut.
Liest einer Deiner Menschen ein Buch oder eine Zeitung,
versuche immer, Dich darauf zu setzen. Wenn das nicht
möglich ist, so setze Dich zwischen Buch und Gesicht.
Falls Dein Mensch strickt, setze Dich ganz brav auf
seinen Schoß. Vergiss aber nicht, ab und zu die
Stricknadeln anzugreifen.
Wenn Dein Mensch beim Briefe schreiben oder ähnlichem
ist, setze Dich immer auf die Papiere, auf denen er
gerade schreibt. Wenn sie Dich herunter heben, beobachte
sie mit trauriger Miene. Pass gut auf, ob vielleicht mit
Tinte geschrieben wird. sobald Du noch feuchte Tinte auf
Papier siehst, setze Dich drauf. Nach dem zweiten
Hinunter heben musst Du anfangen Kugelschreiber und
Bleistifte vom Tisch zu werfen, aber einzeln bitte. Auch
Schreibmaschinen sollte der Mensch nicht alleine bedienen
müssen. Setze Dich auf den Schoß Deines Menschen und
versuche, die Typen zu fangen. Wenn es an der Zeit ist ,
Papier zu beißen, dann warte, bis der Mensch ein perfekt
getipptes Blatt aus der Maschine zieht.
Noch schöner sind Computer. Warte, bis das Telefon
klingelt und der Mensch den Computer verlässt und spiele
"Katze auf der Tastatur". Du wirst staunen, was
Du alles auf dem Bildschirm sehen kannst.
Das waren einige Richtlinien, Du kannst weiter
improvisieren. Denke daran, dass eine erfolgreiche Katze
immer gut ausgeruht ist; schlafe deshalb fast den ganzen
Tag damit Du nachts um 3 Uhr fit bist, um auf dem Bett
Bergsteigen oder Mäuse fangen zu spielen.
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Grundregeln für
Katzen, die einen Haushalt zu führen haben
Von Karin Kreisel
Regel
1: Stühle und Teppiche
Wenn du dich übergeben musst, springe
schnellstmöglich auf einen Stuhl! Schaffst Du es nicht
rechtzeitig, such Dir einen Orientteppich. Ist ein
solcher nicht vorhanden, die zweite Wahl ist ein Flokati.
Regel 2: Ausgangstüren
Wenn du eine Tür öffnen willst, stell Dich auf die
Hinterbeine und kratze mit den Vorderpfoten, hämmere und
maunze. Hat Dein Besitzer die Tür geöffnet, ist es
nicht mehr nötig, diese auch zu benutzen.
Wenn Deine Anordnung zum Tür-Öffnen befolgt wurde,
stelle Dich in den Durchgang und nimm dir Zeit, über
einige Dinge nachzudenken. Dies ist besonders wichtig bei
Außentemperaturen unter null Grad, bei starkem Regen,
Schnee- oder Sandstürmen und während der Haupt-
Mücken-Saison!
Regel 3: Gäste
Entscheide schnellstens, welcher der Gäste Katzen am
meisten hasst und setze Dich auf ihren oder seinen
Schoß. Kannst du vorher noch einen guten Fischatem
arrangieren, um so besser. Für Schoß-Besetzung und
Reiben an Hosen gilt: Immer Kleider mit Farben wählen,
welche am besten mit Deinem Fell kontrastieren.
Wenn Du über das Geschirr auf dem Esstisch spazierst,
sei vorbereitet, so überrascht und verletzt wie möglich
zu schauen, sobald Du gescholten wirst. Die Idee dabei
ist, den Gästen zu vermitteln: "Aber das darf ich
doch sonst auch immer !?"
Begleite die Besucher immer mit ins Badezimmer - hierbei
ist es nicht nötig, etwas zutun, sitze einfach nur da
und starre sie an! Nachdem Du Deinerseits die
Katzentoilette benutzt hast, vergiss nicht, auf den
Gästeschoß zu springen und mit Deinem Schwanz unter
ihrer/seiner Nase zu wackeln.
Regel 4: Arbeit
Wenn einer Deiner Besitzer näht oder schreibt, der
andere aber müßig ist, bleibe bei dem, der arbeitet.
Dies wird Hilfe genannt. Es folgen weitere Regeln für
Deine " Hilfe ":
- Wenn Du das Kochen überwachst, sitze immer genau
hinter dem linken Hacken des Kochs. Du kannst nicht
gesehen werden und hast große Chancen, getreten, hoch-
genommen und getröstet zu werden. Fällt dabei noch
etwas Essbares zu Boden um so besser!
- Liest Dein Besitzer, leg Dich quer über das Buch oder
auf die Zeitschrift.
- Bei Strick-Projekten roll Dich friedlich auf dem Schoß
des Strickenden zusammen und gib vor, zu schlummern.
Gelegentlich holst du aus und schlägst kräftig auf die
Strick- nadeln. Du erreichst im Idealfall, dass Maschen
fallen oder Faden reißt. Dein Mensch wird eventuell
versuchen, dich mit einem Ball aus einem Stück
Strickfaden abzulenken, ignoriere das - das Ziel ist
schließlich zu helfen!
- Menschen sind recht phantasielos, besonders bei
Seidenmalerei, Modellierarbeiten oder Modellbau solltest
du daher Deine Pfoten im Spiel haben und Farb-, Form- und
Gestaltung tatkräftig beisteuern!
- Bei Computer-fanatischen Besitzern: Liege auf der
Tastatur oder sitze vor dem Moni- tor, so oft es dir
möglich ist.
Regel 5: Spielen
Das ist sehr wichtig: Tagsüber musst Du genügend
Schlaf bekommen, so dass Du Nachts zwischen 02.00 und
04.00 Uhr frisch bist, um "Fang den Zeh",
"Versteck die Maus" oder "König des
Bettenberges" zu spielen.
Schließlich gilt: Stehst Du auf Deinem Besitzer,
bekommst du auch eine Menge Auf- merksamkeit!
Zuletzt das Wichtigste: Beginne rechtzeitig mit dem
Besitzer-Training! Die Menschen müssen die Grundregeln
kennen. Sie begreifen bekanntlich nur sehr langsam, aber
sie sind durchaus lernfähig. Du musst nur frühzeitig
beginnen und den Unterricht konsequent fortsetzen.
Befolge diese Regeln und du wirst immer einen flüssig
funktionierenden Haushalt haben!
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Am Anfang war die Katze
Am
späten Samstagabend der Schöpfung blickte der
Allmächtige auf sein Werk und legte die Füße hoch. Er
freute sich auf seinen ersten Ruhetag; der erste Sonntag
der Menschheitsgeschichte konnte kommen. Der Allmächtige
war zufrieden. Plötzlich aber vernahm er an der Tür ein
seltsames Geräusch, er stand auf, um nachzusehen. Es war
die Katze.
"Großer Herr", sprach die Katze und strich dem
Allmächtigen dabei um die Beine. "Deine Schöpfung
ist gar wunderlich und schön, und auch ich bin
zufrieden. Du gabst mir ein prächtiges Fell, das mich
vor Kälte schützt, Du gabst mir schöne weiche Pfoten,
mit denen ich mich lautlos anschleichen kann, und Du
gabst mir scharfe Krallen und einen biegsamen Körper,
der mich zum guten Jäger und Kletterer macht. Und
trotzdem kann ich nicht verhehlen, dass mir noch eine
Kleinigkeit fehlt." Der alte Herr legte die Stirn in
Falten und überlegte, was er vergessen haben könnte.
Die Katzentür konnte es nicht sein; deren Erfindung war
erst für später vorgesehen. Dasselbe galt für das
Katzenstreu, dem erst die Domestizierung vorausgehen
musste.
"Sprich !" forderte der Allmächtige seine
Besucherin auf. "Was fehlt Dir?" "Es ist
nur eine Kleinigkeit, Herr", sprach die Katze und
wischte sich vor Aufregung mit der Pfote über die
Barthaare. " Es soll ja auch keine Kritik sein ...
" "Frei heraus damit !" befahl der
Allmächtige leicht ungehalten, weil er seine
Sonntagsruhe gefährdet sah. "Was ist es?"
"Nun", sprach die Katze und ringelte ihren
Schwanz um die Vorderfüße. "Ich bin nicht wehrhaft
genug! Meine Krallen und Zähne sind zwar hervorragende
Waffen gegen Mäuse und andere Nagetiere, und mit meiner
Sprungkraft kann ich manchem Vogel einen Schrecken
einjagen. Aber dem Menschen bin ich machtlos
ausgeliefert"
Unruhig schaute der Allmächtige auf seine Uhr, die Katze
nutzte die Pause, um fortzufahren. "Dem Löwen und
dem Tiger hast Du übergroße Reißzähne und
furchtgebietende Pranken gegeben, die Schlange kann sich
mit Gift zur Wehr setzen, und selbst der Igel kann mit
seinen Stacheln den Menschen in Schach halten. Nur ich,
Herr, ich bin wehrlos und deshalb ein wenig
unglücklich." "Was schwebt Dir vor?"
fragte der Allmächtige. "Willst Du Flügel wie die
Vögel haben oder Dich wie der Wurm in der Erde
verkriechen können?" "Ich weiß es
nicht", sagte die Katze traurig. "Vielleicht
wäre ein großer Stoßzahn wie beim Elefanten oder beim
Nashorn gut." "Wie Du willst", sprach der
Herr und verpasste der Katze zwei mächtige Hauer aus
edelstem Elfenbein. Sofort verlor das Tier das
Gleichgewicht und fiel bewegungsunfähig vornüber.
"Ich glaube, Stoßzähne sind doch nicht das
Richtige", klagte die Katze noch unglücklicher als
zuvor. "Wenn sie nur nicht so groß wären!
Vielleicht wäre ein spitzer Schnabel besser" Wieder
erfüllte der Herr ihren Wunsch und ersetzte die kleine
Stupsnase durch einen wuchtigen, dolchartigen Schnabel.
Aber ach, die Katze war erneut nicht zufrieden.
"Ich glaube, ein Schnabel ist doch nicht das
Richtige", jammerte sie und hackte unbeholfen auf
den Boden. "Wie soll ich denn jetzt mein Fell
pflegen? Vielleicht wäre ein schwerer Echsenpanzer
besser ! " Und wieder erfüllte der Herr ihren
Wunsch, und wieder war die Katze unzufrieden, und wieder
wünschte sie sich etwas anderes. Aber ganz gleich, was
ihr der Allmächtige auf den Leib schneiderte, die Katze
wurde immer trauriger. Inzwischen war es bereits eine
Minute vor Mitternacht, der siebte Tag, an dem die
Schöpfung abgeschlossen sein sollte und der Allmächtige
ruhen wollte, rückte erbarmungslos näher. Da schaute
der Herr auf das arme Kätzchen und sprach: "Um mit
dem Menschen fertig zu werden, brauchst Du keine
Stoßzähne, keinen Schnabel und auch keinen Panzer. Ich
gebe Dir jetzt nämlich eine Waffe, die wirkungsvoller
ist als jede Pranke oder jedes Gift ! Die Menschen werden
Dir ehrfürchtig zu Füßen liegen : ich schenke Dir das
Schnurren ! " Im selben Augenblick schlug die Uhr
zwölf, begleitet von einem wohligen Laut, der aus der
Tiefe einer überglücklichen Katzenkehle kam. Da sah der
Herr, dass es gut war, nahm den schnurrenden Pelzknäuel
auf den Schoß und sagte : "Ich habe sechs Tage lang
schwer gearbeitet und brauche jetzt ein wenig
Entspannung. Meinen ersten Sonntag will ich gemeinsam mit
Dir verbringen." Sprachs und rollte sich mit dem
Kätzchen zu einem Schläfchen aufs Sofa.
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