Redewendungen
und Aberglauben rund um Katzen 
Teil 1
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das trägt die Katze auf dem Schwanz weg
Dieses Sprichwort deutet darauf hin, daß es sich um eine
ganz geringe Menge handelt, so gut wie nichts.

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die Katze am Schwanz haben
Die "Katze am Schwanz zu haben" bedeutet, etwas
fest im Griff zu haben, sich einer Sache ganz sicher zu
sein.

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die Katze aus dem Sack lassen
Wenn "die Katze aus dem Sack gelassen" wird,
kommt die Wahrheit zum Vorschein. Vermutlich ist diese
Redewendung von einer anderen abgeleitet, nämlich
"die Katze im Sack zu kaufen".

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die Katze im Sack kaufen
Diese Redewendung könnte ihren Ursprung in der
Geschichte von Till Eulenspiegel aus dem Jahre 1519
haben. Till Eulenspiegel nähte eine Katze in ein
Hasenfell und verkaufte sie einem Kürschner, der die
Katze im Sack kaufte.

Die
Katze läßt das Mausen nicht.
Eine Katze, die "das Mausen nicht läßt",
folgt einfach ihrem Trieb. Im übertragenen Sinne steht
dieses Sprichwort für all das, was man instinktgetrieben
anstellt.

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die Katzenpfote machen
Die "Katzenpfote machen" bedeutet, für
jemanden die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Eine
schwarze Katze, die den Weg kreuzt, bringt Unglück.
Diese Redensart stammt noch aus dem tiefsten Mittelalter,
als man schwarze Katzen als Vertreter Satans oder Hexen
ansah.

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einen Kater haben
Wer einen "Kater" hat, meint damit, einen
schweren Kopf nach dem Genuß von Alkohol zu haben.
Sprachforscher glauben, daß der Ausdruck ursprünglich
von dem Wort "Katarrh" herrührt.

Es
ist alles für die Katz'.
Was für die Katz' ist, ist umsonst, vergeblich.
Burkhard Waldis erzählt in seiner Fabelsammlung
"Esopus" aus dem Jahre 1548 von einem Schmied,
der es seinen Kunden überließ, wieviel sie ihm für
seine Arbeit entlöhnten. Immer, wenn er bloßen Dank
erhielt, sagte er zu seiner fetten Katze: "Katz, das
geb ich Dir." Nachdem die Katze verhungert war,
beschloß er, seinen Lohn wie andere Handwerker selbst zu
bestimmen.
Ganz ähnlich ist die Geschichte von Abraham a Santa
Clara aus dem 17. Jahrhundert, nach der ein Bürger immer
dann, wenn er vom Fürst mit leeren Versprechungen
abgespeist worden war, seiner Katze nichts zu fressen
gab, die daraufhin schnell verhungerte.

Glückskatze
Als eine klassische "Glückskatze" wird eine
dreifarbige Katze bezeichnet, deren Fell klar voneinander
abgegrenzte Farbflächen in schwarz, rot und weiß
aufweist. Kater können demnach "kein Glück
bringen", da diese Fellfärbung genetisch nur bei
weiblichen Tieren möglich ist.

Katerfrühstück
Das "Katerfrühstück", bestehend aus Rollmops
und Gurke, soll den sogenannten Kater nach einer
durchzechten Nacht vertreiben. Dieses Sprichwort scheint
mit der Katze selbst keinen Zusammenhang zu haben, denn
Katzen mögen bekanntlich Fisch.

Kateridee
Als "Kateridee" bezeichnet man einen guten
Einfall, der sich dann später als völlig unsinnig
herausstellt.

katzbuckeln
Katzbuckeln bedeutet, sich bei jemandem einzuschmeicheln,
sich sehr unterwürfig zu geben.

Katz
und Maus spielen
Wenn jemand mit einem anderen "Katz und Maus
spielt", so ist er dem anderen überlegen, läßt
ihn im Dunkeln tappen, er läßt sozusagen der
"Maus" keine Chance.

Katzenauge
Als "Katzenauge" wird ein Rückstrahler, z. B.
am Fahrrad, bezeichnet, vermutlich entstanden durch die
Ähnlichkeit der reflektierenden Wirkung mit den in der
Dunkelheit leuchtenden Katzenaugen, wenn Licht auf sie
trifft.


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