Katzen in der Literatur - Gedichte

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                                                Gedichte 2                                                

Sorgen einer Züchterin

Meine Katze (von Horst Bienek)

Die vielen Katzen (von Max Herrmann-Neisse)

Die wunderbare Gabe (von E.T.A. Hoffmann)

Die Maus (von Heinz Erhardt)

Die Weisheit der Katze (von Walter Lionel George)

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Sorgen einer Züchterin
Autor unbekannt

Sie sehen aus wie Miniaturen
und sind heut 7 Wochen alt.
Sie randalieren auf den Fluren
und werden größer - viel zu bald.

Die kuscheligen Birmakätzchen
schlafen fest auf meinem Schoß.
Jedes einzelne ein Schätzchen -
doch eines Tages sind sie groß.

Wird man sie 15 Jahre lieben,
die kleinen Wunder der Natur?
Nicht irgendwann beiseite schieben?
Ich wünsch' Euch Katzenfreu(n)de pur!

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Meine Katze
Horst Bienek

Meine Katze
ist das Denkmal einer Katze.

Das Denkmal einer Katze müsste so sein
wie meine Katze.

Manchmal gehe ich ganz nah
an sie heran
und lausche
ob sie noch atmet.

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Die vielen Katzen
Max Herrmann-Neisse

Die vielen Katzen welche um mich sind

Die vielen Katzen, welche um mich sind,
Die wie versonnen in den Räumen schreiten,
Durch deren Fell oft meine Finger gleiten,
Sind lieber mir als Schwester, Freunde, Kind!

In ihren Augen liegt ein Fragen fremd,
Ein staunendes Nichtkennen, Nichtgekanntsein,
Ein trauriges, vereinsamtes Verbanntsein,
Ein wehes Wundern, dass ihr nicht vernehmt...

Und so versuchen immer wieder weich
Sie eure Seele in geheimem Singen -
Ihr aber tut mit ihnen wie mit Dingen,
Und eure Welt ist fern von ihrem Reich!

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Die wunderbare Gabe
E.T.A. Hoffmann

...die wunderbare Gabe,

durch das einzige Wörtlein "Miau"
Freude, Schmerz, Wonne und
Entzücken, Angst und Verzweiflung,
kurz alle Empfindungen und Leiden -
schaften in ihren mannigfaltigsten
Abstufungen auszudrücken.
Was ist die Sprache der Menschen
gegen dieses einfachste aller
einfachen Mittel sich verständlich
zu machen!

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Die Maus
Heinz Erhardt

Es wollte eine kleine Maus - im Keller wohnhaft - hoch hinaus.
Und eines Nachts, auf leisen Hufen,
erklomm sie achtundneunzig Stufen
und landete mit Weh und Ach
ganz oben, dicht unter dem Dach.
Dort wartete bereits auf sie
die Katze namens Doremi.
Kaum, dass das Mäuslein nicht mehr lebte,
geschah´s dass eine Fledermaus
ein paarmal um die Katze schwebte,
zur Luke flog und dann hinaus.
Da faltete die Katz`, die dreiste,
die Pfoten und sprach: " Ei, wie süss!
Da fliegt die Maus, die ich verspeiste,
als Engelein ins Paradies! "

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Die Weisheit der Katze
Walter Lionel George

Nur die Katze weiss,
wie sie satt wird, ohne zu arbeiten,
wie sie Schutz findet,
ohne in Gefangenschaft zu geraten,
wie sie Liebe bekommt -
und nicht enttäuscht wird.

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