Tiefer Weltraum - Im Land der Unbekannten
Dieses Gedicht schrieb ich extra für das 9. Sternguckerfest im Jahre 2000. Damals war als Thema für die Schaukasten im Freiem Deek Sky-Objekte gewesen. Es war übriges auch das letzte voll Jahr, an dem ich aktiv mitwirkte. Man erkennt somit, dass das Gedicht relativ noch jung ist, aber langsam in die Jahre kommt.
"Deep Sky" heißt übersetzt soviel wie "Tiefer Himmel". Da aber damit verschiedenen kosmische Objekte wie Sternhaufen oder Galaxien gemeint sind, leitete aus diesem "tiefen Himmel" den neuen Begriff "Tiefer Weltraum" ab. Der "tiefe Weltraum" mit seinen "unendlichen Weiten" ist für mich immer sehr geheimnisvoll und unbekannt. Obwohl die Astronomen aus der ganzen Welt mit ihren Sonden und Teleskopen vieles über seine kosmischen Objekte erfahren, bleib der wahre Spielraum, wie alles genau im Weltraum abläuft, noch zum großen Teil unergründet. Erst wenn die Menschheit - im wahrsten Sinne des Wortes - zu den anderen Sternen reisen oder noch viel weiter, wissen wir dann langsam, wie das Universum grundlegend "funktioniert". Doch so lange müssen wir noch warten und ich denke, es können noch einige Jahrhunderte vergehen.
Als Untertitel habe ich zum Gedicht "Im Land des Unbekannten" gewählt, weil ich im vorigen Absatz erwähnte, dass der "tiefe Weltraum" "für mich immer sehr geheimnisvoll und unbekannt" ist.
Das Gedicht ist bei der Verfassung sehr lang geworden. Insgesamt besteht es aus 8 Abschnitten. Jeder dieser Abschnitte umfasst 6 lange Verse. Also ergeben sich in diesem Gedicht insgesamt [8*6=] 48 lange Verse. Ich möchte nicht jeden Abschnitt lang und ausführlich erklären, sondern führe den Inhalt des gesamten Gedicht fortlaufend nun auf.
Das Gedicht beginnt, indem Fragen an den Leser gestellt. Es sind Fragen auf den man keine Antwort kennt, sondern nur über Theorien spekulieren kann. Um vielleicht eine mögliche Antwort zu finden, habe ich auf die Seite der Ergründung des Weltalls gepackt. Ich denke, erst wenn das Weltall weitgehenst erforscht, kann man sonst so geheimnisvolle Vorgänge verstehen und die unbeantwortbaren Fragen nun beantworten.
Um den Verlauf des Inhalt vom Gedicht ein bisschen bildlisch darzustellen, gabe ich sozusagen ein Anonym - eine anonyme Person - mit eingefügt. Doch diese Person existiert eigentlich gar nicht und ist doch 6-millardenfach vertreten. Was ist damit sagen will, der Leser soll in die Rolle des Anonym versetzt werden, damit er die Geschehnisse im Gedicht aus den Augen und Gedanken betrachten kann wie ich es betrachte.
Es sei noch erklärt die Verse 4 und aus dem 2. Abschnitt ("in den des Universums Räumen mit dem Gedanken, der gelinge," / "die Welt zu erfassen, sie zu halten, wenn Böses beißt," / "um es zu retten, zu schützen und es führen in das Licht des Reinen.") bedeuten, dass das Anonym versucht, die Welt vor dem Bösen zu bewahren und es auf der richtigen Seite (nämlich der guten Seite) zu lenken. "Wenn Böses beißt" - damit stelle die die dunkle Seite des Bösen als ein gefährlichen Hund, der mit seinem scharfen Zähne zubeissen will.
Mit den nächsten Abschnitten beginnt das Anonym während seiner Durchreise die vielen Dinge im Kosmos zu sehen. Es fällt ihm auf, dass es "viele Lichterpunkte" gibt. Meist sind es die Sterne, die scheinen. Unter "3D" ist dabei zu verstehen, dass sozusagen in der Luft schweben (obwohl es keine Luft im All gibt) und man sie von jeder Seite aus sehen kann. Dass sie in inem luftleerem Raum schweben, liegt an der sogenannten Garvitation, die im Unversum unter allen kosmischen Objekten herrscht; wie es auch das Anonym festgestellt hat. Versucht wird diese Anziehungs durch kleine atomarem Elementarteilchen, die die Wissenschaftler Gravitonen nennen. Leider sind diese Dinger nur vermutet worden und noch nicht entdeckt, aber man setzt vieles daran die Träger der Schwerkraft experimentiell zu entdecken.
Im 4. Abschnitt werden die "hellen Lichterpunkte" genauer vorgestellt. Wie bereits erwähnt sind es zum großen Teil die Sterne, die dafür verantwortlich sind. Sterne können zum einem lebensnotwendig sein, aber zum anderen auch sehr gefährlich. Wie lebensnotwendig Sterne sind, das wissen wir alle - ohne der Sonne gäbe es keine Leben auf der Erde. Das passiert auch bei den anderen Sternen, die Planeten wie die Erde besitzen. Sehr gefährlich ist sie trotzdem. Schädigende UV-Straheln zum Beispiel können das prächtige Leben auf der Erde beeinträchtigen und vielleicht zum Tod einer gesamten Zivilisation führen; darunter ist die Menschheit mit eingeschlossen.
Sterne sind wie Menschen. Sterne können sich nämlich in einem Sternhaufen befinden und sind ihrer chemischen Zusammensetzung gegenüber der anderen Mitglieder recht "verwandt" (ähnlich). Bei den Familien sind es genauso: Menschen gehören stets zu einem größeren Bund (also die Familie) zusammen und sind alle genetisch miteinander verwandt. Ich habe also einen Sternhaufen mit einer menschlichen Familien verglichen und sie gleichgesetzt. Der 5. Abschnitt, um den es sich dreht, erzählt etwas über die Sternhaufen.
Und wieder setze ich kosmische Objekte mit menschlichen Dingen gleich. Angenommen der Stern ist in Mensch, dann wäre eine Stadt voller Menschen. Und eine Galaxie wäre eine "Stadt voller Sterne". Das alles findet man im 6. Abschnitt.
Doch nicht nur Sterne gibt im All. Das Universum hat auch noch andere Waren anzubieten. Staub und Gas füllen den Raum zwischen den Sterne. Bunte leuchtende Nebel schmücken den Himmel. Supernovas erfüllen in weiter Ferne ein kleines glanzvolles Aufblicken (eigentlich müsste es Supernovae heißen, doch Supernovas klingt einfach besser). Da gibt es auch noch Objekte wie Quasare, Sternschnuppen, Kometen, Schwarze Löcher, Gravitationslinsen,... Das Universum ist wie ein toller Supermarkt mit vielen, reichhaltigen Angeboten. Und das besonders an diesem Supermarkt ist: Es gibt daran noch viel zu entdecken.