Astronomie in Stein

Als ich damals noch in Aschersleben wohnte, lieh ich mir ein ganz bestimmte Buch aus der Bibliothek aus. Das Buch nannte sich "Astronomie in Stein" und wurde vom Autor Rudolf Dößler geschrieben. Es ist ein interesanntes Buch. Der Inhalt zählt unter anderem auch viele bekannte uralte Bauwerke wie das Stonehenge und die Schalkenburg, die vor allem astronomisch ausgerichtet waren, dass bestimmte Steine zu den Sonnenwenden im Sommer und Winter, den Tag- und Nachtgleichen im Frühling und Herbst, aber auch den Auf- und Untergänge der Sonne, dem Mond oder den anderen Himmelsgestirnen hinwiesen.
Nachdem ich schon den Titel des Buchs gelesen habe, war mir alles klar, wie mein neueste Gedicht nennen würde und worüber ich es dichte.
Ich erläutere nun, was die einzelnen sieben Abschnitte bedeuten.
Der erste Abschnitt ist eine Einführung in das Geschehen der Vergangenheit. Damals waren die Völker dieser Erde noch sehr primitiv und sie mußten bei der Nahrungssuche oft ihre Leben, um nicht von wilden Tieren abgegriffen und getötet zu werden. Doch heute ich alles anders: Heute geht man in den Supermarkt, wo es keine wilden Tiere gibt, und kauft sich da seine Lebensmittel ein. Das Leben der Menschen befand sich erst am Anfang der Evolution und sie mussten sich in der Natur behaupten. Man kann sagen, sie standen sozusagen noch wackelig auf den Beinen. Genau diese Aussage bringe ich auch im 1. Abschnitt im 3. Vers zum Ausdruck, wie es dort heißt: "als die Weltgeschichte der Erde stand noch auf ihren eignen Bein`,". Doch heute ist die Menschheit weiter heran gewachsen. Sie konnte sich mehr als in der Natur behaupten und hat deshalb sogar ein paar Tierarten für immer aus der Umwelt ausradiert. Vielleicht muss die Menschheit noch weiter sich entwickeln und lernen, dass Überleben nicht nur eine radikale Ausrottung aller Feine in den Sinn kommt.
Laut dem zweiten Abschnitt gab es früher noch keine Wolkenkratzer und andere riesige Hochhäuser in einer weiten großem Metropole. Die normalen Bewohner wohnten in selbst gebauten Stroh- oder Lehmhütten. Nur die besonders reichen Adeligen oder das religiöe Oberhaupt könnte es sich erlauben größeren Bauten wie "religöse Tempel, Megalithen und Pyramiden Stein auf Stein zu hauen" und sie somit zu erreichten. Doch heute wundert sich die Menschheit zu Teils darüber, wie es die ersten Völker geschafft haben, ohne moderne Transportmittel und -hilfe tonnenschwere Steine hochzuheben und sie an einen anderen Ort zu bringen, um das spätere Wunderwerk aus Stein zu bauen.
Doch man fragt sich, wer waren die Menschen, die solche Taten und Ideen vollbrachten konnten. Man muss sich das auch einmal vorstellen, dass z. B. die zusammengesetzten und riesigen Steine, die die Form eines Quaders hatten, messerscharfe Kanten und glatte Seiten aufwiesen. Zudem waren diese steinigen Dinger viele Tonnen schwer. Man könnte sich darunter nur vorstellen, dass es ein Riese gab, der diese Steine dann über Land und Wasser zum richtigen Platz trug. Auch müssten die frühen Völker auf der Erde dann mathematisch und astronomisch hochbegabt gewesen, selbst wenn es damals noch keinen Taschenrechner gab, als sie die Bauwerke nach astronomischen Richtungen ausrichteten.
Im vierten Kapitel gehe ich ich aus der Theorie, wonach die Außerirdischen mitgeholfen haben könnten. Der wahrscheinlich bekannteste Mann für diese sogenannte Paläo-SETI-Hypothese und der Prä-Astronautik heißt Erich von Däniken. Er sagt, dass die Erde und ihre frühen, primitiven Völker von den Außerirdischen besucht worden sein, die ihnen die nötigen Mittel und die Möglichkeiten gab, diese schweren Bauten zu errichten. Da die Außerirdischen aus dem All (also von "oben") kamen und den frühen Menschen holfen, fühlten die Menschen gegenüber den Außerirdischen zu tiefsten Dank verpflichtet und verehrten sie diese fortan als Götter, weil sie ja "Wundertaten" vollbringen konnten. Deshalb nenne ich auch die Außerirdischen im 4. Vers des 3. Abschnitt als Synonym auch die "Götter von oben".
Wie bereits gesagt, waren die Bauwerke der Vergangenheit astronomisch ausgerichtet - seien es nun Äquinoktien, Solsitien oder Himmelsrichtungen. Deshalb erwähne ich auch im 4. Vers im 7. Abschnitt das letze Wort als "Sonnenkult". Wahrscheinlich war das früher wie eine Art Ritual oder ein natürlicher Brauch gewesen, sich immer nach der Sonne zu richten. Das sei zudem nicht verwunderlich, dass ja die Sonne täglich das Licht in den Tag bringt und für Leben auf der Erde sorgt - offenbar haben es diese Frühmenschen schon gewusst.
Zum Schluss sage ich noch, dass es auch einige urzeitliche Bauwerke z. B. wie das Stonehenge gab, dessen astronomischen Ausrichten nicht nur in der Vergangenheit galten, sondern auch ebenfalls heute in der Gegenwart und garantiert noch viele Jahrzehnte in der Zukunft. Als Beispiel nehmen wir das Stonehenge, das in England. Vor den großen Trilithen (das sind die großen Steine, die wie eine Art Brücke aufgebaut sind) des Stonehenge steht ein etwas massiver Stein, den man "Altarstein" nennt (und der übrigens einen Punkt in der Allee des Stonehenge markiert). Wenn man sich nun von der Mitte des Stonehenge ausgehend vor dem Altarstein in Richtung Horizont stellt, dann zu jeder Tages- und Nachtgleiche, die zweimal im Jahr (März und September) stattfindet, einen Sonnenaufgang über den Altarstein beobachten. Und das war auch schon ca. 2000 Jahre v. Chr. gewesen, als man das Stonehenge erbaut. Was man in der Vergangenheit beobachtete, dass sieht man heute auch noch.


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