Delphi 2.0 für Einsteiger 

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Inhalt

 

1.  Die Delphi IDE
	1.1 Symbolleiste
	1.2 Komponentenpalette
	1.3 Objektinspektor
	1.4 Formen
	1.5 Units
	1.6 Projekt Manager	
2. Programmieren mit Delphi
	2.1 Grundsätzliches
	2.2 Wichtige Dateiendungen in Delphi
3. Grafische Gestaltung der Oberfläche
	3.1 Komponenten
	3.2 Erstellen eines neuen Projektes
	3.3 Erstellen von Formen
	3.4 Erstellen von Units
	3.5 Hinzufügen von Komponenten
	3.6 Festlegen der Eigenschaften 
4. Die Delphi Programmiersprache - Object Pascal Language
	4.1 Object Pascal - Übersicht
	4.2 Reservierte Wörter
	4.3 Object Pascal Direktiven
	4.4 Konstanten
	4.5 Datentypen
	4.5.1 Einfache Datentypen (Integer)
	4.5.2 Einfache Datentypen (Real)
	4.8 Stringtypen
	4.9 Kommentare
 
1. Die Delphi IDE
1.1 Die Symbolleiste 

Die Symbolleiste dient dazu, oft benötigte Befehle schnell mit der Maus auszuführen, 
wie z.B. Laden oder Speichern. Sie kann Ihren individuellen Bedürfnissen angepaßt werden.
 
Bild 1.1 Die Symbolleiste
 
1.2 Die Komponentenpalette
Die Komponentenpalette enthält die über 90 verschiedenen Komponenten, aus denen ein 
Standard-Delphi-Programm besteht. Man kann die Komponenten per Drag & Drop in 
eine aktuelle Form einbinden.

Bild 1.2 (Die Komponentenpalette)
  
1.3 Der Objektinspektor 
Im Objektinspektor erscheinen alle Einstellungen eines angewählten Objekts 
(z.B. Form, Komponenten). In der Properties-Seite stehen links die Namen der Einstellungen
und rechts der aktuelle Wert. In der Events-Seite können Sie einstellen, wie das Programm
auf bestimmte Ereignisse reagiert (z.B. Mausklick, Texteingabe)
 
Bild 1.3 (Der Objektinspektor)

1.4 Formen
Eine Form ist der Grundbaustein Ihres Delphi-Programmes. Alle Komponenten werden 
hier eingefügt und angeordnet.
 
Bild 1.4 (Form)

1.5 Units
In Units werden die Programmteile erstellt, für die es keine Komponenten gibt
(z.B. eigene Textabfragen, ...). Zu jeder Form gibt es eine zugehörige Unit, in der die Form
mit den enthaltenen Komponenten definiert ist.
 
Bild 1.5 (Unit)

1.6 Projekt Manager
Der Projekt Manager verwaltet alle in einem Programm enthaltenen Formen und Units.
Mit dem Projekt Manager kann man Units einfügen, Units löschen, und 
Programmoptionen ändern.
 
Bild 1.6 (Project-Manager)

2. Programmieren mit Delphi
2.1 Grundsätzliches

Ein Delphi Programm besteht grundsätzlich aus mehreren Dateien :
	1. Delphi Projektdatei 	In dieser Datei werden alle Formen und Units verknüpft
	2. Delphi Units	In Units werden Variablen, Funktionen, Abläufe definiert
	3. Delphi Formdateien	Hier wird die grafische Oberfläche gespeichert (Menüs, ...)

2.2 Wichtige Dateiendungen in Delphi 2 :
*.DPR Delphi Projekt
*.PAS Delphi Unit
*.DFM Delphi Form
*.DCU Compilierte Delphi Unit

3. Grafische Gestaltung der Oberfläche
3.1 Komponenten
Um die Erstellung eines Programmes möglichst einfach zu machen, wurden in Delphi sog. 
"Komponenten" integriert. Sie können per Drag & Drop in die Anwendung eingebaut werden. 
Sie sind in 11 Kategorien eingeteilt ; hier eine Übersicht:
1 Standard Standard Windows Komponenten (z.B. EditBox)
2 Additional Zusätzliche Komponenten (z.B. BitButton)
3 Win95 Spezielle Windows 95 Komponenten
4 Data Access Nicht-visuelle Datenbank-Komponenten
5 Data Controls Visuelle Komponenten zur Datenbanksteuerung
6 Win 3.11 Komponenten für Delphi 1.0 Kompatibilität
7 Dialogs Standard Windows Dialoge
8 System Komponenten für Systemzugriffe (z.B. Timer)
9 Qreport Quick Report Komponenten
10 OCX OLE Komponenten
11 Samples Undokumentierte, zusätzliche Komponenten

3.2 Erstellen eines neuen Projektes

Datei - Neue Anwendung

 3. 3 Erstellen von Formen

Datei - Neu im Hauptmenü, dann Form anklicken und auf OK klicken
In der Symbolleiste (siehe Kapitel 2) Neue Form anklicken (siehe 1.1)

3.4 Erstellen von Units

Datei - Neu im Hauptmenü, dann Unit wählen und OK klicken
3.5 Hinzufügen von Komponenten in eine Form

Um eine Komponente in eine Form einzubinden, klicken Sie auf die entsprechende Komponente
doppelt und ziehen Sie mit der Maus in die richtige Position. (à 1.2)

 3.6 Festlegen der Eigenschaften einer Komponente

Um die Eigenschaften einer Komponente zu ändern, wählen Sie im Objekt Inspektor
die entsprechende Eigenschaft an und ändern den in der rechten Spalte stehenden
Wert wie gewünscht ab. (siehe 1.3)

 

4. Die Delphi Programmiersprache - Object Pascal
 4.1 Object Pascal - Übersicht

Object Pascal ist die Programmiersprache, auf die Delphi aufbaut. Wie der Name schon sagt,
ist Object Pascal eine Objektorientierte Programmiersprache. Seit Borland Pascal 5.5
ist eine objektorientierte Programmierung mit Pascal möglich, 
jedoch war es bisher möglich auch ohne OPL (Object Pascal Language) auszukommen. 
Dies hat sich mit der Einführung von Delphi geändert. 
4.2 Reservierte Wörter

Diese Wörter sind vom Compiler reserviert und können vom Benutzer
nicht neu definiert oder anderweitig verwendet werden.
and array as asm begin
case class const constructor destructor
div do downto else end
except exports file finalization finally
for function goto if implementation
in inherited initialization inline interface
is label library mod nil
not object of or packed
procedure program property raise record
repeat set shl shr string
then threadvar to try type
unit until uses var while
with xor      

4.3 Object Pascal Direktiven

Diese Wörter werden nur in Programmteilen verwendet, in denen neu definierte Wörter
nicht vorkommen können. Im Gegensatz zu den Reservierten Wörtern kann man
Direktiven neu verwenden. Es wird aber empfohlen, dies nicht zu tun.  
Absolute absract assembler automated cdecl
default dispid dynamic export external
far forward index message name
near nodefault override pascal private
protecte public published read register
resident stdcall stored virtual write

4.4 Konstanten

Konstanten sind definierte Wörter, die nicht verändert werden können. Konstanten werden
im Programmcode definiert. Da der Compiler den genauen Wert der Konstante wissen
muss, sind folgende Punkte in einer Konstante nicht erlaubt :
		
			 			Variablenangaben
						Aufrufe von Funktionen
						Der Adressoperator @
Folgende Standardfunktionen dagegen sind in Konstanten erlaubt :
Abs Addr Chr Hi High
Length Lo Low SizeOf Succ
Swap Trunc      


4.5 Datentypen
	4.5.1 Einfache Datentypen (Integer)
Typ Bereich Beschreibung Länge
Shortint -128 ... 127 ganze Zahlen Signed 8-Bit
Smallint -32768 ... 32767 ganze Zahlen Signed 16-Bit
Longint -2147483648 ... 2147483647 ganze Zahlen Signed 32-Bit
Byte 0 .. 255 ganze Zahlen Unsigned 8-Bit
Word 0 .. 65535 ganze Zahlen Unsigned 16-Bit
Boolean 0,1 (True, False) Wahrheitswerte 1 Byte
Char 0..255 Zeichen 1 Byte
	4.5.2 Einfache Datentypen (Real) 
Typ Bereich Beschreibung Bytes
Real 2.9 * 10-39 ... 1.7 * 1038 Gleitkommazahl 6
Single 1.5 * 10-45 ... 3.4 * 1038 Gleitkommazahl 4
Double 5.0 * 10-324 ... 1.7 * 10308 Gleitkommazahl 8
Extended 3.4 * 10-4932 ... 1.1 * 104932 Gleitkommazahl 10
Comp -263 + 1 ... 263 - 1 Gleitkommazahl 8
Currency -922337203685477.5808 ... 922337203685477.5807 Gleitkommazahl 8
4.6 Stringtypen

Stringtypen sind Zeichenfolgen (alphanumerisch) mit variabler Länge. Das Schlüsselwort
lautet "String". In Turbo Pascal hatten Strings die maximale Länge von 255 Zeichen.
In Delphi gibt es zusätzlich zu diesen "Shortstrings" auch noch sog. Nullterminierte
Strings, daher die Länge des Strings wird nur vom verfügbaren Windows-Speicher beschränkt.
Bsp.:
	null_terminated_string		: String;
	string_of_length_7			: String[7];
	Turbo_Pascal_String		: ShortString;
4.7 Kommentare

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		{ Dies ist ein Kommentar }
		(* Dies ist auch ein Kommentar *)
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