Marathon des Sables
Marokko

Eine schlaflose Nacht ---- Die Vorbereitung ---- Die Anreise ---- Der Check-In ----
1.Etappe
--- 2.Etappe --- 3.Etappe --- 4.Etappe --- 5.Etappe --- 6.Etappe --- Ende ---
Meine Ausruestung
---- Eine strenge Satzung ---- Viele Links und Hilfen

Eine schlaflose Nacht

Wann beginnt eine Reise? Mir dem Einstieg in das Transportmittel, mit dem Verschliessen der Haustür, mit dem Packen der Reiseutensilien? Den Beginn dieser Reise kann ich exakt an einem Ereignis festmachen, nicht aber den Zeitpunkt definieren.
Es war Frühsommer 1996 mitten in der Nacht von Samstag auf Sonntag als ich nicht schlafen konnte, durch das Fernsehprogramm zappte und bei Eurosport hängen blieb.

Da lief ein ca. 65jähriger Sachse mit Rucksack durch eine Wüstenlandschaft und wurde dabei ab und zu interviewt. "Wüste und Laufen, das wär's", dachte ich mir.

Die Wüste kannte ich aus 4 Jahren
Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emirate
Das Laufen hatte ich nach 25 Jahren gerade wieder entdeckt, nachdem ich aus beruflichen Gründen und aus terminlicher Gründen für Mannschaftssportarten untauglich wurde.

Der Sachse Buschner(MdS 1996) erklärte dem erstaunten Reporter, dass er die Schwierigkeiten dieser Sportveranstaltung gut habe ertragen können, wenn er sich an die persönlichen Repressalien durch das DDR-Regime erinnerte. Als Beweis trug er ein Schreiben der Stasi bei sich. Diese etwa 40minütige Reportage setze sich in meinem Unterbewusstsein fest.

Drei Jahre später traf ich auf einer Geburtstagsfeier einen "leibhaftigen MdS-Teilnehmer" aus Nürnberg, den ich innerlich ehrfurchtsvoll bestaunte und mit dem ich mich wissbegierig unterhielt. Inzwischen hatte ich mich läuferisch von einem Hobbyjogger mit ca. 20km in der Woche auf 100 Trainingskilometer/Woche gesteigert und bereitete mich gerade auf meinen ersten Marathon vor.

Etwa 9 Monate später, nachdem ich meine ersten Marathons in den Beinen hatte, schloss ich mich dem Lauftreff
Passtschon98 an. Dort lernte ich auch Petra und Eric kennen, die u.a. den Swiss-Jura Marathon (330 km, 8000 Höhenmeter) als Team in 7 Tagen gelaufen waren.

Die bis dahin für mich herausfordernddte Woche im September 2000 mit dem Jungfraumarathon, meinen Sololauf um den Brienzer See und dem Moskau-Marathon ließ mich so mutig werden, Eric auf den Marathon des Sables am 10.September 2000 anzusprechen. Es dauerte keine 2 Weizenbier bis wir das Jahr 2001 für den MdS ohne Zustimmung unserer "Lebensgefährtinnen" auserkoren hatten. Damit war der Grundstein zur Realisierung gelegt.

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