Der Buddha


Geburt

Der Buddha wurde etwa 500 Jahre vor Christus im Lumbini geboren, das im Norden Indiens am Fu?e des Himalaya liegt, nahe der heutigen Grenze zwischen Indien und Nepal. Er war der Sohn des Herrschers ?ber jenes K?nigreich. Wie es damals ?blich war, wollte seine Mutter ihr Kind im Hause ihrer Eltern zur Welt bringen. Doch bevor sie ihr Ziel erreichte, erblickte der zuk?nftige Buddha in einem W?ldchen am Wege das Licht der Welt. Er wurde Siddhattha genannt, und der Name seiner Sippe war Gotama, der seines Stammes Sakya bezeichnet. Ein ber?hmte Seher jener Zeit sagte voraus, da? er entweder ein Weltherrscher w?rde, oder, wenn er in die Hauslosigkeit z?ge, um ein asketisches Leben zu f?hren, ein vollkommen erleuchteter Weiser.

Eine Woche nach seiner Geburt starb seine Mutter und die Schwester seiner Mutter zog ihn auf. Sein Vater, K?nig eines Reiches, in dem religi?ses Asketentum verbreitet war, war sehr besorgt, da? sein Sohn ein Asket werden k?nnte. Deshalb hielt er ihn von allem Elend fern und lie? ihm alle erdenklichen Sinnesfreuden zukommen.

Er sorgt daf?r, da? sein Sohn in drei Pal?sten lebte, jeweils f?r eine der drei Jahreszeiten Indiens. Er wurde in den Wissenschaften, K?nsten und sportlichen Disziplinen unterrichtet und ?bertraf bald seine Lehre. Der K?nig verheiratete ihn mit der Prinzessin eines Nachbarreiches, die sehr sch?n und anziehend war.

Erleuchtung

Nun ergab es sich, da? der junge Gotama zusammen mit dem Wagenlenker Channa den Palast f?r einen Ausflug verlie?. Da sah Siddhattha zum ersten Mal in seinem Leben einen Kranken, der st?hnte und sich kaum noch bewegen konnte.

Bei einem weiteren Ausflug sah er einen alten Mann, der nur noch wenige und graue Haare hatte, sein R?cken war gekr?mmt, die Haut war runzelig, seine Sehkraft fast erloschen, und er konnte nur noch auf einen Stock gest?tzt gehen.

Bei einem dritten Ausflug wurde er Zeuge einer Beerdigung. Die Angeh?rigen weinten um den Verstorbenen und gingen hinter der Leiche her, die zum Verbrennungsplatz gebracht wurde. So lernte Gotama die Leiden der Welt kennen. Von nun an konnte er nicht mehr and dem Luxus im k?niglichen Palast erfreuen.

Bei seinem letzten Ausflug mit Channa traf er einen wandernden Asketen, der sehr diszipliniert war und der Siddhattha erkl?rte, da? er in die Hauslosigkeit gezogen sei, um an das Ende aller Leiden zu gelangen.

Nach diesen Begegnungen fragte Siddhattha seinen Vater, den K?nig, um die Erlaubnis, ein asketisches Leben in der Hauslosigkeit zu f?hren. Doch die Erlaubnis wurde nicht gew?hrt. Eines Nachts verlie? Siddhattha heimlich den Palast und seinen Vater, seine geliebte Frau und seinen gerade geborenen Sohn, seine K?nigsw?rde und alle Komfort und Luxus. Zu dieser Zeit war er 29 Jahre alt. Er schnitt sich selbst das lange Haar mit seinem Schwert, verschenkte alle Abzeichen seiner K?nigsw?rde und Schmuckst?cke und erhielt daf?r das Gewand eines Asketen. Er machte sich auf die Suche nach einem Lehrer, der ihm erkl?ren konnte, wie man dem Leiden ein Ende bereitet. Doch die, die er fand, beantworteten seine Fragen nicht befriedigend. So verbrachte er sieben Jahre in den W?ldern des Nordens Indiens immer auf der Suche nach einer Antwort. Er praktizierte Meditation und extreme asketische ?bungen.

Schlie?lich setzte er sich unter einen Baum, den Bodhi Baum, mit dem festen Entschlu?, diesen Ort nicht zu verlassen, bevor er die Befreiung vom Leiden, den Ausweg aus dem endlosen Kreis von Tod und Wiedergeburt, endeckt hatte.

Mara, der K?nig des B?sen, kam, um ihn in Versuchung zu bringen, doch Gotama gab in seinen Bem?hungen nicht nach. Nach 49 Tagen ohne Nahrung kam die Tochter des B?rgermeisters, Sujata, und brachte ihm Milchreis. Dann kam ein Mann und brachte ihm Stroh, um darauf zu sitzen. In dieser Nacht, als er in seinen Anstrengungen nachlie? um auszuruhen, erlangte er die vollkommene Erleuchtung.

Die Hauptsch?ler des Buddha waren Sariputta und Moggallana. Sariputta war ein hervorragender Gelehrter und Moggallana ein hervorragende Meister der Meditation. Sie beide erlangten schon bald, nachdem sie den Buddha getroffen und angeh?rt hatten, Erleuchtung. Ananda war der pers?nliche Diener des Buddha. Er hatte ein au?ergew?hnliches Ged?chtnis und konnte alle Lehrreden, die der Buddha in seiner Gegenwart gehalten hatte, auswendig. Er erlangte erste nach dem Tod des Buddha Erleuchtung, und zwar im Moment, als er sich auf einen Stuhle setzen wollte. Rahula, der Sohn des Buddha, verlie? sp?ter die k?nigliche Familie und schlo? sich seinem Vater an. Einige Lehrreden, die der Buddha f?r seinen Sohn hielt, sind uns noch heute bekannt.

Bhikkhuni werden Die Bettelnonnen des Buddhaordens gennant. Mahapajapati, die Ziehmutter des Buddha, war die erste Bhikkhuni. Sie hatte den Buddha gesucht, und ihre F?sse bluteten vom langen Weg ohne Schuhe. Sie bat den Buddha um Aufnahme in den Orden. Solange sie ihn fragte, lehnt er dies ab, doch als Sariputta anstelle der Mahapajapati f?r sie bat, da willigte er ein.

Ein anderes Mitglied seiner Familie, Devadatta, war ein au?ergew?hnlicher M?nch mit vielf?ltigen magischen F?higkeiten. Sp?ter jedoch wurde er hochm?tig und wollte die Position des Buddha als F?hrer der M?nchsgemeinde ?bernehmen. Der Buddha stimmte diesen Pl?nen nicht zu. Da schickte Devadatta gedingte M?rder, um den Buddha umbringen zu lassen. Der Buddha erkannte die Absichten dieser M?nner, und so wurde ihr Unterfangen vereitelt. Als Folge dieser Handlungsweise wurde Devadatta vom Orden ausgeschlo?en.

Tod des Buddha

Bis zu seinem 80. Lebensjahr lebte der Buddha als Wanderm?nch und lehrte das Dhamma, die Wahrheit, er lehrte sie allen Menschen, die zu ihm kamen, solchen aus hohen und aus niedrigen St?nden, armen und reichen, gebildeten und ungebildeten, M?nner und Frauen. Viele von denen, die in die Hauslosigkeit gezogen sind, erlangten unter seiner Anleitung Heiligkeit. Der ?berlieferung nach blieb er sein ganzes Leben im Norden Indiens, vom Dorf zu Dorf und von Stadt zu Stadt ziehend. In jener Zeit war es aufsehenerregend, da? ein K?nigssohn in die Hauslosigkeit gegangen war, um ein asketisches Leben zu f?hren, Sein Ruf und sein Ruhm verbreiteten sich schnell, und viele Menschen kamen herbei, um seine Lehren anzuh?ren.

Im Alter von 80 Jahren gab der Buddha seinen Willen auf weiterzuleben. Drei Monate nach diesem Entschlu? nahm er letzte Mahlzeit ein, die ihm von Cunda dem Schmied gereicht wurde. Er nahm nur von einem Gericht, es hei?t, da? es Schweinfleisch war, und davon erkrankte er t?dlich. Trotz siner Schmerzen ging er zusammen mit seinem pers?nlichen Diener Ananda nach Kusinara. Er betrachte sich nicht als das Oberhaupt der Gemeinde, und folglich war es nicht notwendig einen Nachfolger zu bestimmen. Stattdessen fordert er die M?nche auf, ihre eigene Insel der Zuflucht zu sein und seine Lehren als Insel der Zuflucht zu betrachten.

Nach seinem Tod wurde zehn Stupas errichtet, um die Buddha-Reliquien aufzubewahren, sieben verstreute in Indien und drei in himmlischen Regionen.

Ende des Buddha-Abschnitts  1