Harald Juhnke |
Schauspielerische
Laufbahn
1948 erster Bühnenauftritt im Haus der Kultur der Sowjetunion
(Maxim-Gorki-Theater) in der Rolle eines jungen Offiziers.
1950 erhält er ein erstes Engagement am Theater Neustrelitz bei Schwerin. Von
dort wechselte er an die Freie Volksbühne in Berlin. Später hat er
verschiedene Engagements als freischaffender Schauspieler in Hamburg, Köln, Düsseldorf
und München.
1966 erntet er in München Publikums- und Kritikerlob in der Rolle des
Liebhabers in dem Boulevardstück "Jungfrau auf dem Wolkenkratzer".
Hanns Braun lobte damals in der Süddeutschen Zeitung "jene angenehme
Nonchalance", die ein Markenzeichen des Schauspielers wurde.
In den 50er Jahren entdeckt Carl Fröhlich den Schauspieler für den Film.
1953 steht Juhnke für "Drei Mädchen spinnen" erstmals vor der Kamera
und dreht dann über 70 Kinofilme. In den 70er Jahren kommt der Entertainer zu
breiter Popularität als Serienstar vor allem durch das Fernsehen. Er spielte
u.a. in den Serien "Ein Mann für alle Fälle" sowie "Ein Mann
will nach oben".
1977 – 1980 begeistert er das Publikum mit der Unterhaltungsreihe "Ein
verrücktes Paar".
1979 im März übernimmt Juhnke als Nachfolger des verstorbenen Peter
Frankenfeld die Moderation der ZDF-Sendung "Musik ist Trumpf".
1981 – 1984 "Leute wie du und ich", Serie
1981 ZDF-Komödie "Es bleibt in der Familie"
Nebenher fand Juhnke immer wieder Zeit für Bühnenengagements:
1979 Lachstürme erntet sein Auftritt in Hamburgs "Kleiner Komödie"
in "Die Eule und das Kätzchen", in München spielt er drei Monate
lang vor ausverkauftem Haus in dem Boulevardstück "Spiel mit dem
Feuer"
1980/1981 brilliert er in Berlin am Kurfürstendamm-Theater in dem
Zwei-Personen-Musical "Sie spielen unser Lied".
Anfang 1981 übernimmt er eine Rolle in "Happy End" (Brecht/Weill) am
Münchner Residenztheater.
1986: eine nach Kritikermeinung "kongeniale" TV-Rolle übernimmt
Juhnke in der Serie "Drei Damen vom Grill" und in der NDR-Sketchreihe
"Harald & Eddie" brilliert er gemeinsam mit Eddi Arent.
In den späten 80er und frühen 90er Jahren wechselt er mit Bravour zwischen U-
und E-Kultur.
1987 festes Engagement am Berliner Renaissance-Theater
1987 spielt Juhnke den Archie Rice in Osbornes "Der Entertainer".
1988 Mit Molières "Tartuffe" stellt Juhnke sein großes
schauspielerisches Talent unter Beweis.
1989 und 1991 mimt er in Berlin in Bob Larbeys "Schon wieder Sonntag"
einen kämpferischen Altersheimbewohner und
1990 steht er in Molières "Der Geizige" auf der Bühne.
1992/1993 feiern die Berliner Kritiker und das Theaterpublikum Juhnke sowie
seine Partnerin Hannelore Hoger in Peter Turrinis "Alpenglühen".
1992 kehrt Juhnke auf die Leinwand zurück mit der Nebenrolle des Ressortleiters
Kummer in Helmut Dietls Film "Schtonk" .
1993 Ernst-Lubitsch-Preis für seine "herausragende komödiantische"
Leistung in der „Schtonk“- Satire um die gefälschten Hitler-Tagebücher
1993 Bayerischer Fernsehpreis für die Hauptrolle in dem TV-Film "Der
Papagei", der nachträglich in die Kinos kommt. Eine Politsatire um einen
abgehalfterten Schauspieler und Syn-chronsprecher, den eine Nazipartei als populären
Kandidaten aufbaut.
1993 Film-im-Film-Komödie „Alles auf Anfang“ von Reinhard Münster. Harald
Juhnke spielt darin einen Film-Poduzenten.
1994 kommt "Alles auf Anfang" in die Kinos; im selben Jahr verfilmt
das ZDF mit ihm und Heinz Schubert in den männlichen Hauptrollen den 13-Teiler
"Zwei alte Hasen"
1995 übernimmt Juhnke die Hauptrolle in Tom Toelles TV-Verfilmung des
Hans-Fallada-Romans "Der Trinker". Von der Fachkritik wird er überschwänglich
gelobt.
1996 "Grandios" ist er auch in der Hauptrolle des "Hauptmann von
Köpenick", den Katharina Thalbach im Januar 1996 am Berliner
Maxim-Gorki-Theater inszeniert. Juhnke spielte in dieser Carl-Zuckmayer-Satire
nach einhelliger Kritikermeinung so gut wie die großen Vorgänger, allen voran
Heinz Rühmann.