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Unsere pädagogische Arbeit und ganzheitliche Förderung der Kinder haben wir unter das folgende Motto gestellt:

Kinder nehmen vor allem dann Wissen und Fähigkeiten auf, wenn sie genügend Raum und Zeit zum Experimentieren und Selbsterproben haben. Unser Kinderhaus soll ein Ort für Kinder sein, an dem sie dies, unterstützt von der Geduld und dem Vertrauen der Erzieherinnen, tun können.

Da sich unsere pädagogische Arbeit aus vielen angestrebten Zielen zusammensetzt, möchten wir hier die zentralen Ziele, ausgerichtet auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder aufzeigen. Ausgangspunkt ist uns hierbei: Der Weg dorthin ist das Ziel! Im Mittelpunkt unseres Handelns steht für uns DAS KIND in seiner Einzigartigkeit!

 

Situationsorientierter Ansatz im Kinderhausalltag

"Menschen lernen (besonders Kinder) am intensivsten, wenn sie das, was sie lernen unmittelbar angeht und sie dies in ihrem Lebensalltag anwenden können."

"... nicht alles im Kindergarten muss sich rechtfertigen im Hinblick auf später, auf den späteren Schulerfolg, d.h. das Tun der Kinder nicht nur im Hinblick auf die Verwertbarkeit für die Schule zu beurteilen."

aus: Janusz Korczak; Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag

 

Unser pädagogisches Handeln und unsere Planung orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder, ihren Lebenssituationen, ihren Interessen, Schwierigkeiten und Neigungen. Dabei ist es unser Ziel, die Selbständigkeit und Kompetenz (Handlungsfähigkeit) des Kindes so zu fördern, dass es sich den Situationen, die ihm in seinem Lebensalltag begegnen, stellen kann und sie zu bewältigen lernt. Dazu ist es erforderlich, die aktuellen Erlebnisse, Interessen und Themen der Kinder durch Beobachtung in Erfahrung zu bringen und uns damit auseinanderzusetzen. Da Kinder durch eigenes Erfahren und Experimentieren, mit Hilfe ihrer Sinne (nicht durch abstrakte Denkprozesse) lernen, wollen wir das Kind zur eigenen Aktivität und Erlebniserweiterung anleiten. Dabei stehen Lernen durch das Erfahren von Sinnzusammenhängen im Vordergrund. Alle Entwicklungsbereiche (sozial, emotional, kognitiv, motorisch) sollen dabei gleichermaßen gefördert werden. In einem ebenfalls ganzheitlichen Miteinander von Spiel (v.a. freies Spiel), Beschäftigungsangeboten, Unternehmungen (Ausflüge, Aktionstage, Freizeiten...), alltäglichen Abläufen u.v.m.

 

Wir haben im folgenden die zentralen Ziele kindlicher Entwicklung formuliert:

 

Kreativität

Kinder sind und sollen neugierig auf ihre Umgebung sein. Sie sollen ihre Umwelt mit allen Sinnen umfassend wahrnehmen. Hierzu sollen sie auch an die unterschiedlichsten Ausdrucksformen wie Malen, Gestaltung, Erzählungen, Musik, Darstellen und Bewegung herangeführt werden, um sich so vielfältig ausdrücken zu können. So wird z.B. aus einer Papierrolle zunächst ein Instrument danach Kugelbahn und schließlich ein Fernrohr.

Wichtig ist uns auch den Tag mit den Kindern an seinen Erlebnissen (Freude, Trauer), nicht an seinen Ergebnissen zu messen!!!

Verantwortung

Die Kinder lernen für sich Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen für ihr eigenes Handeln einstehen, die Konsequenzen für ihr Verhalten erkennen und tragen lernen, um so auch Verantwortung in der Gemeinschaft und später in der Gesellschaft mittragen zu können, d.h. die Kinder übernehmen je nach Alter kleine Aufgaben für das Zusammenleben in der Gruppe.

Selbstbewusstsein

Die Kinder können selbstbewusst ihren Kinderhausalltag, wie z.B. das Freispiel, den Schulkindernachmittag oder die Kinderkonferenz mitgestalten. Sie sollen ihre Bedürfnisse wahrnehmen und sie ebenso berücksichtigen wie die Wünsche und Interessen der Anderen. Die Kinder sollen sich ganzheitlich mit Körper und Gefühl erleben, annehmen und mitteilen können. Dazu gehört, den Körper bewusst zu erleben (gefördert durch Spiele und Bewegungserziehung), um auch eigene Grenzen kennen zulernen.

Selbständigkeit

Die Kinder sollen sich durch Erfahrung Wissen aneignen. Sie müssen lernen, nach Abwägen ihrer und anderer Interessen, Entscheidungen zu treffen. Die Kinder sollen in möglichst vielen Lebensbereichen eigenständig zurechtkommen. Sie sollen Fähigkeiten entwickeln, die sie unabhängiger von anderen Menschen machen. Dazu gehört auch, dass sie entscheiden, wann und von wem sie sich Hilfe holen, weil ihre eigenen Möglichkeiten noch nicht ausreichen (gesunde Selbsteinschätzung).

Sozialverhalten

Das Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen erfordert Regeln, die entwickelt, akzeptiert und eingehalten werden müssen - die aber auch jederzeit an der Situation gemessen veränderbar bleiben. Die Kinder sollen die Vielfalt von Möglichkeiten haben, sich als Individuum und als Teil einer Gruppe erleben zu können. Durch die Vielfalt der Nationen, Religionen und Familienkonstellationen können Toleranz und Akzeptanz erprobt und erlebt werden.

Konflikt- und Kritikfähigkeit

Die Kinder sollen eigene Standpunkte entwickeln und vertreten lernen. Dazu gehört auch, dass sie „Nein" sagen können. Die Kinder sollen lernen, mit Konflikten umzugehen, sie als Bestandteil von Beziehungen erfahren und angemessene Lösungsstrategien entwickeln. (Streiten lernen mit gegenseitiger Achtung). Die Kinder sollen die Notwendigkeit von gegenseitiger Kritik und Anerkennung erfahren.

Religiosität

Auf der Grundlage des Evangeliums sollen sich die Kinder als Teil der Schöpfung erleben, diese achten und erhalten lernen. Den Kindern sollen in unserem Kinderhaus religiöse, in unserem Kulturkreis christliche Glaubensüberlieferungen und - praktiken angeboten werden, um sich mit ihnen auseinander zusetzen und sie als Hilfe zur Ich-Werdung und Findung von Lebenssinn zu erkennen. Die religiöse Erziehung erfolgt bei uns situationsorientiert, d.h. religiöse Inhalte werden nach Möglichkeit mit Blick auf die Situation des Kindes / der Kinder thematisiert. Im Sinne der christlichen Nächstenliebe sollen die Kinder Nächstenliebe, Eigen- und Mitverantwortung üben, um so auch Toleranz und Achtung gegenüber dem Andersdenkenden entgegen zu bringen.


Weihnachtsfeier

 

 

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