Das letzte sinnlose Gedicht
Wir befinden uns hier in einer Kantine,
an dessen Fenster hängt eine große Gardine.
Es arbeiten hier drei Frauen mit verschiedenen Waren,
ihre Frisuren bestehen aus blonden, roten und schwarzen Haaren.
Vor lauter Angst macht sich die schwarze in die Hosen,
und schenkt mit grünem Gesicht der roten rote Rosen.
Diese war über das Geschenk ganz froh,
nach einer Zeit musste sie allerdings aufs Klo.
Auf der Toilette ließ sie dann alles heraus,
und probierte von allem mit leckerem Schmaus.
Es schien ihr zu schmecken, man sah ihr das an,
wie sie alles schnell verschlang.
Die schwarzhaarige hatte unterdessen wieder eine Idee,
und schenkte der blonden ein vierblättriges Blatt Klee.
Die Blonde, so dumm sie auch war,
aß das Klee und fand das wunderbar.
Doch nach einer gewissen Zeit,
klagte sie über Übelkeit.
Sie rannte aufs Klo, da brannte kein Licht,
sie übergab sich irgendwo, denn sie sah ja nichts.
Da meldete sich die Rote zu Wort,
denn die Blondine übergab sich auf ihrem Ort.
Und nun hatte die Rote wieder was zum ausprobieren,
denn sie wollte auch diesen Geschmack studieren.
Sie kam auf ihre Kosten, doch es schmeckte ihr nicht,
schnell musste sie in die Klinik, denn sie bekam Gicht.
Nun waren es nur noch zwei in der Kantine,
die schwarzhaarige und die Blondine.
Sie bereiteten dabei das Essen her,
einmal weniger und einmal mehr.
Da kam ein Vogel, sang ein Lied, und tat so wichtig,
da sagte die Schwarze: „Du piepst wohl nicht ganz richtig ?“
Das verstand die Blondine falsch, und schlug ganz deftig,
der schwarzen auf die Nase, diese blutete ganz heftig.
Nun war auch die schwarzhaarige außer Kraft,
und wurde ebenso in die Klinik geschafft.
Jetzt war die Blondine,
ganz allein in der Kantine.
Da kam etwa unerwartetes in schnellen Schritten,
sie hat sich mit dem Messer in den Finger geschnitten.
Der Finger war ab, das Essen voll Blut,
nun merkte auch die Blondine, wie weh das tut.
Sie rannte los, vorbei an Katz und Maus,
lief sie in das Krankenhaus.
Dort befanden sich die Rote und Schwarze schon im OP,
doch die Blondine musste erst zum EKG.
Da fing sie an, eine Zigarette zu rauchen,
die Schwester sagte: „Ihre Letzte; werden sie brauchen“.
Der Blutverlust der Blondine war zu viel,
also nahm sie einen Besenstiel.
Mit dem lief sie dann um die Ecke,
und brachte sich dort zur Strecke.
Nun lebten nur noch die Rote und die Schwarze,
dabei hatte die Rote schon die hundertste Warze.
Auch sie starb nach kurzer Zeit,
doch es tat weder den Ärzten, noch der schwarzen Leid.
Diese konnte dann auch wieder nach Hause,
denn sie war ein Kulturbanause.
Doch unterwegs fegte ein schwerer Schneesturm,
jede Flocke so groß wie ein Wurm.
Aber noch vor ihrem kleinen Haus,
rutschte sie auf der Straße aus.
Ein Auto schaffte es nicht mehr anzuhalten,
nun hatte der Friedhof drei mehr zu verwalten.
Zufälligerweise lagen alle neben einer Stelle,
von oben ergoss sich auch noch eine Wasserwelle.
Auf ihrem Grabstein wurden ihre Blumen gegossen,
alle freuten sich, denn sie haben es genossen.
Der Gießer war ein bekannter Koch,
doch scheinbar lebten sie alle noch.
Sie buddelten sich nachts wieder in die freie Welt,
und wollten nun wieder etwas Geld.
Doch kein Mensch konnte sie beachten,
sie überlegten, warum die Leute sie so verachten ?
Aber wie du ja schon weißt,
sind alle Frauen ein Geist.
Und mit großem Leid und Verdruss,
war auch diese Geschichte ein blödsinniger Stuss.
Und so entschied das hohe Gericht,
das „Aus“ für das sinnlose Gedicht.
„Das letzte sinnlose Gedicht“ (Reimgedicht), verfasst von Christian Frohs, am Samstag,
20. November 2004 in Weißwasser.
Wörter: 591