Das zweite sinnlose Gedicht

 

Viele Leute waren in einem Supermarkt,

da erlitt plötzlich einer einen Herzinfarkt.

Auf dem Boden lag er, da kam eine Frau,

die war überrascht, denn er war überall blau.

 

Nach fünf Minuten kam der Krankenwagen,

Mit Heuschrecken, Milben und anderen Plagen.

Von einem drogenabhängigen Toten war in Reserve,

für den Mann am Boden noch eine Blutkonserve.

 

Schnell fühlte er sich, wie im siebten Himmel,

An Hände und Füße wuchs ihm auf einmal Schimmel.

Er hob seinen Kopf und war überglücklich,

er sagte zur Frau: „Hey, was erdrückt dich ?“

 

Die Frau lag auf dem Boden, er auf ihr drauf,

da sagte sie: „Du natürlich, steh endlich auf !“

Die Menschenmenge verließ dann den Saal,

denn die Plagen machten sich breit, was für eine Qual.

 

Der Arzt gab dem Mann einen verletzlichen Stoß,

hinein in den Wagen, nun ging es los.

Der Mann war eigentlich ganz blöd und dumm,

deshalb gab ihm der Arzt eine Flasche Rum.

 

Die trank er dann auch mit einem Satz aus,

Der Mann wurde gesund und er konnte nach Haus.

Sein Hund stand schon bereit und wartete auf ihn,

leider hatte er es nicht geschafft, zu fliehen.

 

Der Hund war auch schon ziemlich alt,

er zitterte und ihm war ziemlich kalt.

Hinein den Hund, zum Wärmen in die Mikrowelle,

nach einer Minute bewegte er sich nicht mehr von der Stelle.

 

 

Mausetot und völlig durch gegoren,

wurde der Hund jetzt auch noch tief gefroren.

Als Eisblock kam er dann wieder heraus,

Mit starren Augen schaute er hinaus.

 

Niemand ahnte, was der Mann so alles trieb,

den Hund zerrte er dann auch noch durch ein Sieb.

Der Mann fand es gut, denn einen Schredder besaß er nicht,

nun konnte er den Hund entsorgen, war aber nicht ganz dicht.

 

Die Zeit verging und der Mann wurde einsam,

also kaufte er sich zwei große Leinsamen.

Er spielte mit ihnen blinde Kuh,

danach ging er ins Bett und setzte sich zur Ruh.

 

Noch in der Nacht kam von draußen ins Haus,

eine große, schwarze Fledermaus.

Mit voller Eifer und starker Wut,

trank sie vom Mann das verseuchte Blut.

 

Dann wurde der Mann von seinem Alptraum wach,

und spielte Musik von Johann Sebastian Bach.

Er las noch ein Buch über Reiter und Diebe,

um Mitternacht ging er hinaus für die große Liebe.

 

Für seine heimliche Liebe, zog es ihn in eine erotische Bar,

dort angekommen, wurde ihm mit der Zeit so alles klar,

seine Kraft war vorüber, er hatte seine Wechseljahre,

ausgepowert vielen ihm dann auch noch aus, die Haare.

 

Eine Frau kam auf ihn zu, um ihn zu küssen,

vorbei war es dann, als sie ihn berührte, zwischen den Nüssen.

In Windeseile verließ er den Raum,

rannte aber knallhart gegen einen Baum.

 

 

 

 

Ein Arm gebrochen, der Kopf eine Beule,

nach einer Zeit, wieder das Geheule.

Der bekannte Arzt brachte ihn ins Krankenhaus,

da entdeckte er auf seiner Glatze eine kleine Laus.

 

Schon wieder diese Plagen, dachte er sich,

„wo bin ich nur gelandet, warum immer ich ?“

Ihm war flau im Magen und er hatte Hitze,

da kam der Doktor und gab ihm eine Spritze.

 

Das tat ihm weh, denn er bekam sie in den Po,

jetzt konnte er nicht mal mehr auf das Klo.

Mit Kot und Urin war er beschmiert,

von Kopf bis Fuß damit verziert.

 

Die Ärzte stellten fest, er gehört in die Psychiatrie,

Doch sie fragten sich nur, mit welchen Mitteln und wie ?

Keiner konnte ihm noch helfen, außer einer Frau,

die bekam er auch, sie prügelte ihn blau.

 

Damals bei seinem Herzinfarkt,

war es dieselbe Frau, aus dem Supermarkt.

Aber nach dem Blau, floss auch noch Rot,

zwei Tage später, war er Mausetot.

 

Nun ist es auch mit dieser Geschichte vorbei,

doch sie war uns irgendwie einerlei.

Vielleicht gibt es ja noch einen Bösewicht,

der wieder mal schreibt, so ein sinnloses Gedicht.

 

 

„Das zweite sinnlose Gedicht“ (Reimgedicht), verfasst von Christian Frohs, am Samstag,

20. November 2004 in Weißwasser.

Wörter: 641

 

 

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