Unser Traum – Der Tag danach
Ich sitze hier vergnügt und heiter,
Und meine Gedanken fliegen tiefer und weiter.
Ein romantischer Abend, man glaubt es kaum,
Liegt hinter uns, wenn auch nur im Traum.
Denn unser Traum ist noch nicht zu Ende,
Geweckt werden sie, von der Sonne warmen Spende.
Vier Freunde ohne Kummer und Sorgen,
Erleben diesen schönen, ruhigen Morgen.
Über dem See hängt ein dünner Nebelschwaden,
Doch vor dem Frühstück, heißt es, baden.
Jeder macht mal jeden Nass,
Und das, ohne Streit oder Hass.
Die Luft ist zwar recht klar, frisch und kühl,
Ein warmer Tee dagegen, ein wohltuendes Gefühl.
Das Wetter hält sich ruhig, der See ist wieder glatt,
Aber wir sind noch ein wenig müde und matt.
Die Toastschnitte, gehalten über dem Feuer,
Spart Geld, und ist somit nicht teuer.
Dabei geht uns keiner auf den Wecker,
Und somit schmeckt das Frühstück richtig lecker.
Doch die Zeit schreitet voran, Stunden um Stunden,
Der Nebel über dem See, ist auch schon verschwunden.
Heiß brennt die Sonne auf die nackte Haut,
Wurden denn dem Himmel die Wolken geklaut ?
Nur der Wald, sonst kein Schatten weit und breit,
Und auch unser Zelt steht schon als Sauna bereit.
Doch es ist ein schönes Gefühl, braun zu werden,
Hier auf den Decken, hier auf den Erden.
Die Liebe wird dabei nicht vergessen,
Da denkt plötzlich wieder einer ans Essen.
Also beschlossen wir, Mittag zu machen,
Und bastelten dabei manch tolle Sachen.
Danach ging es weiter mit einem Spiel,
Hauptsache Spaß, hieß unser Ziel.
Wir rannten herum und wälzten uns im Sand,
Der eine lag auf dem Boden, der andere Stand.
Plötzlich sahen wir im weiten Wald ein Reh,
Dies ging ans andere Ufer, von unserem See.
Es hatte sicherlich Durst und nahm einen Schluck,
Wir gaben ihn einen Namen und nannten ihn Muck.
Ja, ist das nicht schön, hier in der Sonne zu liegen,
Nur wir vier, ganz allein, ohne Mücken und Fliegen.
Der eine schlief ein, der andere ging ins Wasser,
Plötzlich merkten wir, von oben wird’s Nasser.
Man sah, wie sich die Wand immer mehr verdunkelt,
Man hörte es von der Ferne, wie es kracht und rumpelt,
Wir packten unsere Sachen und flüchteten ins warme Zelt,
Draußen tobte das Unheil, das Ende der Welt ?
Nach einer Stunde hat sich alles verzogen,
Und auch die Zeltstangen haben sich nicht verbogen.
Die Sonne lugte wieder aus den Wolken hervor,
Es wurde wieder ruhig, kein Ton berührte das Ohr.
Da beschloss ein Paar, sich in die Ehe zu vereinen,
Und wir alle fingen an, vor Freude, Tränen zu weinen.
Und wir wollen darauf nicht verzichten,
Diesen Traum einmal wirklich zu verrichten.
[Fortsetzung von „Unser Traum“]
„Unser Traum – Der Tag danach“ (Reimgedicht) von Christian Frohs, verfasst am Samstag, 28. August 2004 in Weißwasser.
Wörter: 440