Mein Liebestraum
Diesen Abend erlebte ich mit dir schon das dritte Mal
Denn wir sind gute Freunde
Auch wenn du weißt
Dass ich schwul bin
Bereits beim letzten Mal
Verliebte ich mich in dich
Aber ich weiß auch
Dass du nur auf Frauen stehst
Wir lagen beide auf dem Bett
Und sahen uns gerade das Ende eines spannenden Videos an
Draußen war es schon dunkel
Und die Uhr schlug fast Mitternacht
Ich fragte dich ob ich unter deine Dusche kann,
Worauf du ein bezauberndes Lächeln als Antwort mir gabst
Ich schaute in den Spiegel und sah mich an
Ich wusste nicht genau was ich sah
Aber ich sah ein lächelndes Gesicht
Denn ich bin verliebt
Und ein trauriges
Denn ich konnte ihn nie für meine Liebe gewinnen
Als ich unter der Dusche war
Fühlte ich mich dennoch allein und hilflos
Ich stellte mir zwei Fragen.
Wieso kann ich nicht in jemanden verliebt sein
Der auch schwul ist oder
Warum bin ich überhaupt schwul ?
Es gab darauf keine Antworten
Wenn ich ihn doch nur ein einziges Mal küssen dürfte
Ich würde dafür sterben
Ich verließ die Duschecke und trocknete mich ab
Dann zog ich meinen Pyjama an
Und versuchte zu lächeln
Um nicht den Abend zu verderben
Während du schon im Bett lagst
Und so langsam deine süßen Augen zufielen
Legte ich mich auf die Couch
Und schlief schnell ein
Doch scheinbar gab es zwischen Traum und Realität
Keinen Unterschied
Wieder erlebte ich die Szenen mit dem Videofilm
Schaute in den Spiegel und ging unter die Dusche
Doch es änderte sich etwas
Ich verließ wieder das Bad
Um in dein Zimmer Einzug zu halten
Sofort blieb ich stehen
Und traute meinen Augen nicht
Was ich da sah
Ich sah Dich
Mit nacktem Oberkörper auf dem Bett liegend
Mit einem verträumten Lächeln
Locktest du mich zu dir
Ich legte mich neben dich
Und schaute sowohl erstaunt
Als auch ängstlich und schüchtern
Kein Wort verließ dein oder mein Mund
Wir schauten uns an
Vielleicht nur eine halbe Minute
Aber es war wie eine Ewigkeit
Deine Blicke näherten sich meinen
Deine linke Hand umschlang meinen Hals zärtlich
Ich spürte schon den Atem deiner Lungen
Als deine Lippen langsam und genussvoll meine berührten
Und wir regelrecht ineinander verschmolzen
Ich schloss meine Augen
Und genoss das unbeschreibliche Gefühl
Wie wohl es doch tat dich zu küssen
Dann öffneten wir unseren Mund
Und unsere Zungen liebkosten sich
Mit voller Liebe und Zärtlichkeit
Wanderte deine Hand weiter zu meinem Bauch
Langsam zogst du mein Hemd aus
Bis auch mein Oberkörper nackt war
Dann trennten sich unsere Lippen
Und dein Mund wanderte auf meinem Körper immer tiefer
Während deine Hand sanft meinen Bauch streichelte
Und du meine Brust genüsslich lecktest
Was für ein Gefühl
Unbeschreiblich und doch traumhaft schön
Dann berührte dein Bauch meinen
Und es war so herrlich warm und kuschelig
Deine Haut an meiner zu spüren
Du legtest dich auf mich und wir küssten uns wieder
Ich spürte dass wir beide erregt waren
Langsam wanderte deine rechte Hand in meine Hose
Während du mit der anderen deine auszogst
Das Gefühl mit dir so eng umschlungen zu sein
Deine Wärme und Nähe zu spüren
Ist schöner als jede bunte Blume im Garten
Reiner als das Licht der Sonne
Und klarer als die Luft, die wir atmeten
Wir bewegten uns auf und ab
Und spürten jede Berührung unseres Körpers
Während wir uns unendlich küssten
Und das Liebesspiel genossen
Es war dabei so romantisch
Als wenn alles in Zeitlupe ablief
Doch wir wurden immer schneller
Und uns wurde heißer und heißer
Wir fingen an zu schwitzen und unser Schweiß
Vereinigte sich auf unserer Haut
Die dadurch anfing zu glänzen
Meine Hände streichelten sanft
Deinen Rücken und deinen knackigen Po
Und ich roch den zarten Duft deiner Anwesenheit
Wie herrlich war doch dieses Gefühl
Und ich wünschte es gäbe kein Ende
Doch dann war es soweit
Gänsehaut bildete sich
Unsere Haut wurde auf einmal kalt
Der Puls raste
Die Atmung war tief
Unsere Muskeln entspannten sich
Und wir ließen den Gefühlen freien Lauf
Ich spürte wie dein Körper
Langsam auf meinen herabsackte
Dann öffneten wir unsere Augen
Und schauten uns tief an
Ein Lächeln ging über unsere Lippen
Während deine Hand durch meine Haare zog
Wir kuschelten uns zusammen
Und schliefen ineinander ein
In dem Moment wachte ich auf
Und sah an die Decke seines Zimmers
Draußen war es bereits hell
Und ich lag angezogen
Auf seiner Couch und nicht in seinem Bett
War das wirklich nur ein Traum ?
Es war doch so real und ich spüre noch immer
Wie ich erregt bin vor Liebeslust
Ich schaute kurz zu ihm hinüber
Und sah wie er noch immer süß träumte
Träumte er jetzt vielleicht das Gleiche ?
Ich hoffte es
Denn vielleicht wird unser Traum
Realität
Und ich kann die schönsten Stunden
Gemeinsam mit meinem Schwarm vollbringen
„Mein Liebestraum“, verfasst von Christian Frohs, am Donnerstag, 14. April 2005 in Weißwasser
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