Die Flucht - Das Gewitter
Eines Abends ging ich durch den Wald
Er war fremd und leer
Kein Mensch war hier zu sehen
Nicht einmal Vögel
Hörte man zwitschern
Doch es kam noch schlimmer
Ich wusste nicht mehr wohin
Draußen wurde es langsam dunkel
Der Wald nach allen Richtungen gleich
Kein Ausweg, kein Anfang, kein Ende
Ich war allein und fürchtete mich
Mir wurde angst und bange
Plötzlich ein lautes Grollen
Es durchzog meinen Körper
Schweiß bildete sich auf der Stirn
Mir wurde kalt und ich zitterte vor Angst
Dann auf einmal
Ein gigantisches Licht
Kurz, aber unglaublich grell
Meine Augen
Geblendet von dem hellen Blitz
Ich wollte flüchten
Doch wohin ?
Dann wieder der Donner
Langsam bekam ich Panik
Ich rannte einfach los
In irgendeine Richtung
Mein Kopf machte sich Gedanken
War es die falsche Richtung ?
Ich lief so schnell ich konnte
Durch die schwarze Nacht
Nur die Blitze ließen das Dunkel
Für einen Moment vergessen
Dennoch rannte ich weiter
Jedoch war ich zu langsam
Das Gewitter holte mich ein
Blitze zuckten über mir
Und der Donner ließ einen Schauer
Durch meinen Körper jagen
Die Angst
Spürte ich ganz deutlich
Meinen Puls fühlte ich stärker
Als jeden Hammerschlag
Werde ich das überleben ?
Selbst wenn
Wie komme ich hier raus ?
Ich rannte weiter
Scheinbar immer tiefer
In den gruseligen Wald
Meine Lungen schnappten nach Luft
Bis zu den Grenzen der Erschöpfung
Mir kamen immer mehr Zweifel
Wo bist du wohl jetzt ?
Dann wieder der Donner
Vor lauter Angst
Fiel ich zu Boden
Mit den Nerven am Ende
Ich drehte mich um
Und schaute zum Himmel
Doch plötzlich kam ein Blitz
Direkt aus der Wolke
Genau auf mich zu
Ich spürte die Erschütterung
War ich nun tot ?
Auf einmal eine Stille
Ich öffnete meine Augen
Und sah eine Wand
Ich lag nicht auf dem Boden des Waldes
Sondern in meinem eigenen Bett.
[„Das Gewitter“ ist der zweite Teil aus der Reihe „Die Flucht“]
„Die Flucht – Das Gewitter“, verfasst von Christian Frohs, am Freitag, 22. Januar 2005 in Weißwasser.
Wörter: 316