Die Flucht - Wo sollte ich hin ?
Ich befand mich in einem schwarzen Raum,
kein Lichtstrahl war zu sehen.
Man sah nicht einmal seine eigenen Hände vor Augen.
Ich stand mittendrin,
doch ich wusste nicht wohin.
Ich rannte einfach los,
in irgendeine Richtung.
Mein Puls raste,
meine Gedanken waren leer,
es schien, als wenn mich jemand verfolgen würde.
Aber wo sollte ich hin ?
Alles war schwarz um mich herum,
schwärzer als jede Nacht,
schwärzer als das Schwarz der Pest.
Meine Nerven,
blank und am Ende.
Völlig am Boden zerstört,
blieb ich auf einmal stehen.
Dann berührte mich etwas,
eine Art Hand drückte auf meine Schultern.
Ich schrie,
lauter als die Schreie von tausend Kindern,
lauter als die Explosion von Millionen Dynamitstangen.
Mein Körper wurde innerlich heiß,
außen vor Gänsehaut kalt.
Ich hatte Angst,
denn es gab kein Entkommen.
Wo sollte ich hin ?
Ich rannte,
schneller als jeder Wind und
schneller als das Licht,
welches ich krampfhaft suchte.
Doch wer verfolgte mich ?
Ein Dämon, ein Gespenst oder ein Mörder ?
Ich zitterte am ganzen Körper,
meine Beine konnte ich nicht mehr spüren.
Trotzdem,
ich rannte weiter,
in irgendeine Richtung,
Hauptsache weg von der Gestalt, die mich verfolgte.
Doch wo sollte ich hin ?
Ich war verzweifelt,
denn das Schwarz war unendlich,
ohne Ausweg,
ohne Ende.
Unter meinen Füßen war nichts,
nichts, außer schwarzer Leere.
Ich befand mich in einem Raum,
der kein Raum war,
denn es gab kein Licht und keine Farben,
einfach nur eine leere schwarze Unendlichkeit,
ohne Ende,
ohne Anfang,
nicht einmal Luft zum Atmen.
Ich lief so schnell ich nur konnte,
aber wie schnell war ich ?
Es gab nicht einmal eine Zeit;
ein zeitloser Raum.
Ich merkte gar nichts mehr,
scheinbar war auch ich leer.
Doch ich spürte nur eins,
eine Hand auf meiner Schulter.
Vor Angst,
schoss ein Blitz durch meinen Körper.
Und auch dieser Blitz war schwarz und leer.
Doch auf einmal,
Licht und Farben,
ein Raum mit einem Ende.
Was ich erlebte, war nur ein Alptraum.
„Die Flucht – Wo sollte ich hin ?“, verfasst von Christian Frohs, am Donnerstag,
02. Dezember 2004 in Weißwasser.
Wörter: 336