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~ 4 – Doppelt hält besser ~

Zum Glück liefen Susanne und Carina für den Rest des Schultages den jungen Männern nicht mehr über den Weg. Doch auf dem Weg in die Stadt schnitt Susanne das Thema wieder an: „Mein Gott war das heute in der Pause peinlich. Warum haben wir auch nicht in Deutsch über unser Liebesleben geredet, wie sonst auch immer?“ „Das kann ich dir sagen: Schon vergessen danach hatten wir Englisch!“ Zehn Minuten später waren die beiden in der Fußgängerzone auf den Weg zum ersten Stopp ihres großen Shoppingmarathons für den Abschlussball. „Hast du dir schon überlegt, als was du gehen willst?“, meinte Carina zu Susi. „Wahrscheinlich als Helena“ „ Du hast eindeutig zu viel Troja geguckt. Aber dann würde ich an deiner Stele das Pariskostüm auch zurücklegen lassen. Sonst muss deine Begleitung nachher in etwas zu deinem Kostüm unpassendem erscheinen!“ „Ja stimmt, du hast Recht. Und was machst du? Bleibt es bei deinem Romeo und Julia Thema?“ „Ja, mein Gott ich liebe Shakespeare. Außerdem gefällt mir der Gedanke jemanden so zu lieben, dass man für ihn sterben würde. So jemanden möchte ich auch mal finden.“
Nach dem fünften Geschäft fing es plötzlich an stark zu regnen. „Oh nein wieso denn jetzt?“, meinte Carina und zog sich ihre Jeansjacke über den Kopf um nicht ganz so nass zu werden. „Gute Frage nächste Frage“, sagte Susanne und lief Richtung Parkhaus, wo ihr Auto stand. „Hey warte auf mich“, rief Carina noch und sprintete Susanne nach. Auf einmal lief sie gegen etwas oder besser gesagt jemanden und fiel auf den Boden, mitten in eine Pfütze. Sie rappelte sich auf und blickte in große, schöne braune Augen. Das Gesicht kannte sie doch! Oh nein der Typ aus dem Musikunterricht. „Sorry“, entschuldigte sich Carina. „Kein Problem ich hab ja selbst bei dem Regen kaum was gesehen. Aber hey, kenn ich dich nicht irgendwo her?“, meinte der junge Mann. „Ja du warst heute bei uns im Musikunterricht und hast uns beim Singen zugehört.“ „Ja, richtig. Das Mädchen mit der schönen Stimme und der 2. Strophe!“ „Stimmt das bin ich. Aber das mit der schönen Stimme würde ich nicht behaupten! Aber ich muss jetzt los meine Freundin Susanne wartet auf mich bestimmt schon im Parkhaus. Machs gut“ , sagte Carina noch und lief wieder los. „Warte wie heißt du eigentlich?“ Carina drehte sich um und rief: „Carina und du?“ „Mein Name ist Ryan. Wir sehen uns dann morgen in der Musikstunde.“ Carina winkte noch und schon war sie um die Ecke verschwunden.
„Hast du dich verlaufen, oder warum kommst du erst jetzt?“ „Was für eine freundliche Begrüßung, Susanne!“ „Ja sorry, aber ich warte nun mal nicht gerne.“ „Hey ich denke ich bin hier der Steinbock, also die Ungeduld in Person?!“ Carina musste grinsen. „Aber jetzt sag schon, warum kommst du so spät?“ „Das erzähle ich dir auf dem Weg nach Hause. Ich habe keine Lust hier bei dem Wind in meinen nassen Klamotten zu erfrieren.“ „Nagut, aber drücken kannst du dich nicht.“ Und so erzählte Carina während der Autofahrt von ihrer nassen Begegnung mit Ryan. „Wow, hast du ein Glück. Glaubst du, du kannst mich so mal diesem Adam vorstellen?“ „Geh doch morgen in Musik einfach zu ihm“, sagte Carina zu Susi und ging erst mal mit frischen Klamotten ins Bad um erst mal heiß zu duschen, damit sie nicht krank wird.
Nach zwanzig Minuten ließen sie das Thema Männer erst mal beiseite und besprachen ihre Garderobe für den großen Abend. „Das eine Kleid in dem kleinen Kostümverleih war ja toll. Das würde dir bestimmt gut stehen.“ „Und dir das Juliakostüm aus dem großen. Das hast du dir ja schon zurücklegen lassen. Aber ich ruf lieber mal in dem kleinen Laden an die sollen mir das zurücklegen. Wo ist denn das Telefonbuch?“ „Hier“, sagte Carina und drückte es Susanne in die Hand. „Und denk dran das Pariskostüm gleich mit. Du gehst doch mit Adam hin, oder?“ „Wenn es nach mir gehen würde, ja. Aber wir kennen uns doch noch nicht einmal.“ „Das lässt sich ändern!“ Susanne warf Carina ein Kissen ins Gesicht und so fing eine große Kissenschlacht an.


Währenddessen in einem anderen Ortsteil von L.A.:
„Hey Ryan! Ryan? Wo bist du denn mit deinen Gedanken? Los sag schon wie heißt sie?“, fragte Adam seinen alten Sandkastenfreund. „Wie das süßeste Mädchen der Welt heißt? Carina. Ist das nicht ein schöner Name?“ „Kenn ich sie? Immerhin muss ich beurteilen ob sie wirklich so süß ist.“, grinste Adam doch Ryan war mit seinen Gedanken wieder ganz woanders. „Ryan! Ob ich sie kenne! Mein Gott sie muss es dir ja angetan haben, wenn du schon Tagträume hast!“ „Ja, ich glaube schon. Erinnerst du dich an das Mädchen von heute morgen? Sie singt die 2. Strophe.“ „Ja, kann sein. Du kannst sie mir ja morgen mal zeigen. Ich hab im Moment nur die Stimme im Kopf. Sie war ganz schön bzw. ausbaufähig.“ „Ja, mach ich, aber jetzt geh ich schlafen.“, sagte Ryan und verabschiedete sich. „Dann schlaf gut und träum von deiner Carina!“
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