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studiolo Steinbearbeitung von Quadermauerwerk:
Friederich, Stufe III a
Inhalt

Friederich Abb. 83Stufe III a:

Die Anordnung der Hieblagen zu geometrischen Mustern findet sich - ähnlich wie bei Stufe I a - auch bei Verwendung der Glattfläche allerdings häufiger. Friederich verweist auf das frühe Auftreten dieser Werktechnik vor allem bei Kirchenbauten im Elsaß (Rosheim, Murbach, Straßburg).Die Organisation der Hieblagen in fischgrätartigen Mustern wird hier jedoch oft nicht mit der ungenaueren und beidhändig geführten Glattfläche, sondern häufiger mit einem breiteren Meißel durchgeführt. Voraussetzung für diese Technik ist eine sorgfältige Vorbereitung des Quaderspiegels durch vorangehende Abflächung. Die Abarbeitung des Bossens wird um einen weiteren Bearbeitungsschritt bereichert.

Friederich Abb. 58Friederich hat vermutet, daß die Stufe III a im Elsaß ihren Ausgang nahm und sich dann von dort aus in die künstlerisch davon abhängigen Gebiete verbreitet hat (Ostteile des Domes von Worms, Lorsch, Maulbronn). Allerdings wurde diese Hypothese bisher noch nicht auf ihre Stichhaltigkeit hinterfragt.

Diese Variante der Stufe III kommt in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts auf - Hauptanwendungszeit der mit Fläche oder Meißel strukturierten Quaderoberflächen ist das 12. Jahrhundert.

Die sorgfältige Bearbeitung der Sichtfläche des Quaders leitet nach Friederich zur Stufe IV über, bei der die weitere Verfeinerung und Überarbeitung des Quaderspiegels charakteristisch wird.


E-Mail 28.09.98 10:48
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