Stufe III a:
Die Anordnung der Hieblagen zu geometrischen Mustern
findet sich - ähnlich wie bei Stufe
I a - auch bei Verwendung der Glattfläche allerdings
häufiger. Friederich verweist auf das frühe Auftreten
dieser Werktechnik vor allem bei Kirchenbauten im Elsaß
(Rosheim, Murbach, Straßburg).Die Organisation der
Hieblagen in fischgrätartigen Mustern wird hier jedoch
oft nicht mit der ungenaueren und beidhändig geführten
Glattfläche, sondern häufiger mit einem breiteren
Meißel durchgeführt. Voraussetzung für diese Technik
ist eine sorgfältige Vorbereitung des Quaderspiegels
durch vorangehende Abflächung. Die Abarbeitung des
Bossens wird um einen weiteren Bearbeitungsschritt
bereichert.
Friederich
hat vermutet, daß die Stufe III a im Elsaß ihren
Ausgang nahm und sich dann von dort aus in die
künstlerisch davon abhängigen Gebiete verbreitet hat
(Ostteile des Domes von Worms, Lorsch, Maulbronn).
Allerdings wurde diese Hypothese bisher noch nicht auf
ihre Stichhaltigkeit hinterfragt.
Diese Variante der Stufe III
kommt in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts auf -
Hauptanwendungszeit der mit Fläche oder Meißel
strukturierten Quaderoberflächen ist das 12.
Jahrhundert.
Die sorgfältige Bearbeitung der Sichtfläche des
Quaders leitet nach Friederich zur Stufe
IV über, bei der die weitere Verfeinerung und
Überarbeitung des Quaderspiegels charakteristisch wird.
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