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studiolo Steinbearbeitung von Quadermauerwerk:
Friederich, Stufe I
Inhalt

Friederich Abb. 43Stufe I:

Die Abspitzung der Bosse mit Zweispitz oder Spitzeisen ist die bevorzugte Oberflächenbehandlung der Frühromanik. Die Hiebrillen verlaufen noch weitgehend unorganisiert. Der Rand- oder Saumschlag ist sehr schmal - bis zu 1,5 cm.

Im Unterschied zu der erst ab Stufe II verwendeten Glattfläche hinterlassen Spitzeisen und Zweispitz unregelmäßigere Hiebspuren. Kennzeichnend sind die oft langen und an den Rändern stark ausgezackten Rillen, außerdem weist eine durchlaufende Rille stärker unterschiedliche Tiefen auf - man spührt gleichsam wie jeder Schlag entlang der Rille ein kleines Stück heraussprengt und dann das Eisen vom Klüpfel weitergetrieben wird. Naturgemäß erlaubt der beidhändig geführte Zweispitz keine so feine Bearbeitung, wie das Spitzeisen.

Eine Variante dieser frühen Werktechnik - nach Friederich die Stufe I a - ordnet die Hiebrillen bewußt in zwar einfachen aber eindrucksvollen geometrischen Mustern an.

Nach Friederich ging man in Mitteldeutschland noch im Laufe des 11. Jahrhunderts dazu über, nach einem groben Abarbeiten mit Spitzeisen oder Zweispitz, in einem weiteren Schritt mit der Glattfläche die Quader nachzuarbeiten. Dies leitet zur Stufe II über.


E-Mail 28.09.98 10:46
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