Ich fasse mich nun einmal kurz: Dieses Gedicht stellt die Frage auf, wo und in welchem Gebiet man gerne sich befinden oder leben würde. Es knüpft sich daher mit dem Gedichtstitel an: "Wo ich sein will". Da zu dieser Hintergrundinformation das zugehörige Gedicht (sowie alle anderen 33 Gedichte auch) ein astronomischer Sinn drin steckt, kann man logischerweise schlussfolgernd, dass die Antwort beispielsweise "im tiefen Universum" lauten könnte. Ich beschreibe also mit diesem Gedicht, die Sehnsucht zu den Sternen und den kosmischen Weiten mit einer unendlichen Existenzsdauer.
Im Gedicht wird übrigens hauptsächlich aus der Ich-Form und der allgemeinen unbestimmten Man-Form gesprochen. Einerseits identifiziere ich mich persönlich mit der Ich-Form und andererseits kann der Leser auch in der Rolle der Ich-Form eintauchen.
Das Gedicht ist mit vier Abschnitten und je vier Versen aufgeteilt. Den Aufbau eines Abschnitts habe ich nach einem ganz bestimmten Muster bzw. Schema gestrickt. Der erste Vers eines jeden Abschnitts gibt ein kosmisches Ereignis oder ein intergalaktisches Event wieder. Zum Beispiel sind damit Explosionen einer Supernova gemeint oder der Einschlag einer Kometen auf einen Planeten. Die anderen drei erstlichen Verse eines Abschnitts beschreiben die Sehnsucht zu den unendlichen kosmischen Weiten etwas genauer. Sie geben zu Beispiel Auskunft darüber, wo man sich im Universum am liebsten wohl fühlt und andere dieser Dinge.
Das erste kosmische Ereignis ist im ersten Abschnitt etwas versteckt und noch relativ simpel gehalten. Im ersten Vers heißen die letzten vier Wörter "zwischen Sternen und Planeten". Damit einfach nur gemeint, dass es im Weltall viele Sterne und Planeten gibt. Im Verlauf dieser ersten Abschnitts stelle ich nun da, dass man nun im Weltall zeitlos umhergleitet und zwischen all den kosmischen Schauplätzen träumt. Man wünscht sich auch, dass man endlos leben in diesem weiten Universum leben könnte und keine Sorgen über irgendwelche Dinge mehr machen muss. Im letzten Vers des ersten Abshnitt wird erwähnt, dass dies "zwischen dem Augenblick und der Ewigkeit" gesehen soll. Der "Augenblick" und die "Ewigkeit" sind zwei zueinander gegensätzliche Dinge. Der
Augenblick beschreibt den Moment, was
jetzt gerade passiert, und die
Ewigkit sagt, dass es
irgendwann einmal passieren könnte. In der
Ewigkeit hat die Zeit nämlich keine Bedeutung mehr. Diese beiden Aspekte wurden von mir bewusst gewählt. Ich wollte hier zwei Gegensätze wieder einmal darstellen wie es einst im Gedicht
"Tagesmorgen-Abendsnacht" geschah.
Im zweiten Abschnitt ist das kosmische Event, dass eine glitzernde Sterne aus dem dunklen Weltall herkommt und mit einem schnellen Tempo eine Planetenatmosphäre entlang streift. Ich stelle in diesem zweiten Abschnitt auch noch einmal dar, dass man im Universum wohl fühlt und
"hier gerne" für immer leben möchte. Im letzten Vers taucht zweimal auch das Wort
"hier" auf und bezieht sich auf dem Ort, wo man gerne für immer leben möchte. Mit diesem Wort soll aber nicht gemeint sein, dass man auf der Planetenatmosphäre leben möchte (wie sie im 1. Vers des 2. Abschnitts erwähnt wird), sondern damit wiederum das weite Weltall gemeint.
Eine gewaltige Supernova-Explosionen ist das nächste kosmische Ereignis im dritten Abschnitt. Jener, der sich gedankenlich im Weltall befindet, wie (laut dem Gedicht) von dieser Explosion als kosmisches Ereignis über alle Maße fasziniert sein. Da fragt man sich auch, ob so eine Supernova-Explosion eine Menge Krach machen würde. Würde man diesen Krach auch hören, obwohl das weite Weltall fast luftleer und somit ein einiziges Vakuum ist? Luft breitet ja die Schallwellen aus, damit man diesen Krach hören kann. Doch im Weltall wird es doch sicherlich einen anderen gasförmigen Stoff geben, der diese Schallwellen zu einem gewissen Anteil ausbreitet. Oder?
Im vierten Abschnitt sind sogar gleich zwei kosmische Event vorhanden, auch wenn sie ähnlich im ersten Abschnitt einfach gehalten worden sind. Einmal ist es das Funkeln der Sterne gegenüber dem dunkeln Weltraum als Hintergrund. Theorietisch dürfen Sterne nur blinken, funkeln und glitzern, wenn man sie von einem Planeten oder anderem kosmischen Objekt aus beobachtet, der bzw. das eine Atmosphäre besitzt, denn das Flackern wir durch diese Atmosphäre erzugt. Doch das Unmögliche soll nun als Mögliches gestaltet sein, denn diese Ereignisse sollen ein bisschen ...hmm... zauberhaft herüberkommen. Das zweite kosmische Ereignis ist im vierten Abschnitt nun, dass die Planeten um ihren jeweiligen Stern kreisen.
Die letzten beiden Verse im vierten Abschnitt könnten etwas verschworen klingen. Es soll aber nichts anderes heißen, dass man mit dem Universum eins werden möchte oder etwas ähnlichem, was sich darauf bezieht.