Das Leben mit der Krebserkrankung
Nicht immer können wir oder unsere Ärzte so handeln, dass eine Krebserkrankung
beseitigt wird. In diesen Situationen brauchen wir aber nicht aufgeben.
Es ist ein großer Unterschied zwischen dem Akzeptieren eines augenblicklich, scheinbar nicht
beeinflussbaren Sachverhaltes und einer Resignation. Wenn ein Krebswachstum zum Stillstand
kommt, oder nur langsam fortschreitet, können wir jahrelang auch mit Krebs und bei guter
Lebensqualität leben. Natürlich sollen wir weiter das Ziel vor Augen haben, ohne Krebs zu leben.
Aber fixieren wir uns nicht auf dieses Ziel und suchen nach Wegen des Wohlbefindens und der
Freude an alltäglichen Dingen, auch wenn der Krebs uns nicht gehorcht.
Früher oder später werden wir auch nach dem Sinn dieser Erkrankung fragen. Diese Frage ist
berechtig und kann zu dem besseren Verständnis des Krankheitsprozesses beitragen. Zwar gibt
es in unserer Schöpfung nichts, was sinnlos ist, trotzdem gilt es für uns zu akzeptieren, dass wir
mit unserem kleinen Verstand den Sinn nicht mehr verstehen können und auch nicht verstehen
müssen. Manchmal ist die Krebserkrankung einfach unfassbar.
Auch die uns durch die christlichen Religionen fast genetisch eingepflanzten Schuldgefühle sind
bei der Verarbeitung der Erkrankung fehl am Platz. Wenn wir die Schuld für die Erkrankung bei
uns, den anderen oder den Lebensumständen suchen, belasten wir uns unnötig zusätzlich. Kein
Buch, Therapeut, Arzt oder Mitpatient darf uns Schuld suggerieren. Anstatt sich mit der Frage
des WARUM zu quälen, sollten wir Mitverantwortung für den Heilungsprozess übernehmen und
unbewusste Einstellungen, unsere emotionale Verfassung und unsere Verhaltensgewohnheiten
überprüfen. Die Krebserkrankung
sollte von uns aber lediglich als Auslöser gesehen werden, sich mit Fragestellungen und
Einstellungen zu beschäftigen, denn wir bislang in unserem Leben vielleicht keine oder nur wenig
Aufmerksamkeit geschenkt haben. Die neue Lebenssituation mit der Erkrankung kann so als
Chance verstanden werden,
das bisherige Leben zu überdenken und vielleicht neue, bisher ungewohnte, unbekannte Wege
zu gehen und vielleicht auch Neues zu wagen.
Trotz der Krebserkrankung und all dem, was mit ihr auf uns zukommen mag, denken wir immer
wieder an die vier lebenswichtigen Vitamine mit L:
Grundsätzlich sollten wir uns zunächst vor Augen führen, dass wir trotz der Erkrankung,
vielleicht auch trotz eines schweren Verlaufs über gesunde Anteile verfügen, die uns die
Möglichkeiten bieten, mit der Erkrankung zu leben. Es geht hierbei darum, im Leben bleiben
zu können, ohne das Hauptaugenmerk auf die Anzahl der verbleibenden Lebensjahre zu
zu richten......