Liebe Teenies, ihr müßt jetzt tapfer sein: Im wirklichen Leben ist er sogar noch ein bischen hübscher als auf der Leinwand. Groß, schlacksig, blond wie ein Weizenfeld, solo wie Lassie - und dabei so unerreichbar wie Pluto. Denn die Sache mit dem Liebesleben bleibt nebulös... Hat er wirklich Affären mit schönen Frauen? Oder darf die Schwulengemeinde hoffen...?
Gerade diese Unschärfe macht Leonardo DiCaprio zum Pin-up-Boy der
Reinheit. Er ist der perfekte Kind-Mann: ein androgyner Engel...
Er braucht keinen Dreitagebart und nicht den Geruch nach Freiheit und Achselschweiß, um als Liebhaber ernst genommen zu werden...
Für junge Mädchen also die ideale erste Liebe: nicht zu alt, frisch gewaschen und mit der Ausstrahlung eines Robbenbabys, kurz bevor es abgeschlachtet wird.
In seinem neuen Film "Der Mann in der eisernen Maske", der diese Woche in den deutschen Kinos anläuft und in den amerikanischen kurzzeitig sogar "Titanic" von Platz eins stieß, toppte DiCaprio diese Performance noch. Er spielt ein langhaariges Wesen, das so lieb und knuffig ist, als wäre es in einem Hundekörbchen zu Hause...
Er wird ausgeleuchtet wie ein Mädchen, mit Weichzeichnern und sanftem
Oberlicht, darf angehechelt werdenals männliches Nymphchen. So süß, so appetitlich. Für männliche Zuschauer eine etwas heikle Sachlage: Sollen sie sich etwa mit diesem Fruchtzwerg identifizieren? Ist das der Sieg der Emanzipation?...
Wir bewegen uns auf eine Kultur der Schnullerbacken zu...
zitiert aus: stern