Reisen in der Alten Welt
Da Kainiten bekanntermaßen das Tageslicht meiden, sterbliche Bewohner
des Mittelalters aber gerade dann äußerst aktiv sind, kann selbst
ein mächtiger Blutsauger vor gewaltigen Problemen stehen. Reisen in
der Alten Welt sind für Kainiten wie für Menschen gleichermaßen
beschwerlich, langwierig und gefährlich. Wie Ihr Euer Ziel dennoch
wohlbehalten erreichen könnt, sei im Folgenden geschildert.
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Die Strecke zu Fuß zurückzulegen ist für alle die die Verschmelzung
mit der Erde nicht beherrschen, nahezu unmöglich. Selbst dann ist
die Reise wegen häufigen Gebrauchs der Disziplin äußerst
kräftezehrend. Diese Art zu Reisen ist wohl nur auf kurze Distanzen
zu empfehlen. Im Allgemeinen kann man jedoch sagen daß ein Kainit
natürlich weitere Distanzen laufen kann als ein Normal-sterblicher.
Bei einem Dauerlauf muß er nicht atmen und seine Beine ermüden
nicht.
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Wer speziell in Frankreich und der Umgebung von Paris zu reisen pflegt
und die alten Römerstraßen nutzt, dem ist vielleicht aufgefallen
daß in regelmäßigen Abständen römische Gruften
am Rande der Straße erbaut worden sind. Blutsbrüder des Clans
Ventrue ließen diese erbauen um die Reise für unsereins ungemein
zu erleichtern. (siehe auch Dark Ages: Storytellers secrets)
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Sinnvoll ist es sicherlich, längere Strecken mit einem Planwagen zurückzulegen
der tagsüber von der tödlichen Sonneneinstrahlung schützt.
Doch was passiert wenn die Ghoule, die den Wagen tagsüber steuern
sollen, an einer Zollwache vorbeikommen? (Zur Information: das heilige
römische Reich deutscher Nation sowie England und Frankreich sind
in Tausende von unterschiedlichen Lehen zersplittert und nahezu jedes erhebt
einen Zoll auf die Güter die mitgeführt werden, abtrünnige
Ritter mögen sogar ein Schutzgeld verlangen.) Um in dieser Situation
unbehelligt zu bleiben ist es notwendig daß die Kainiten entweder
sehr betucht sind, oder sich bereits als Leichen in Särge gelegt haben.
Die Ghoule könnten in diesem Fall behaupten sie müßten
die Leichen ihrem Zielort überführen um sie dort zu bestatten.
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Eine andere, etwas ungewöhnlichere Art zu reisen ist es für die
etwas abartigeren Kainiten unter uns, sich einen Blutvorrat in einem großen
Faß anzusammeln und sich selbst bei der Reise hineinzusetzen. Nach
außen wird das Faß wie ein Weinfaß erscheinen, doch der
Vampir darin ist in der Lage lange Zeit von seinem Vorrat zu zehren bis
er seinen Zielort erreicht hat.
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Die bequemste und schnellste Art im Mittelalter zu reisen ist mit Sicherheit
zu Schiff. Unter Deck können sich die Kainiten, ähnlich wie bei
einer Reise im Planwagen, in den Frachtraum legen oder eine Kabine mieten,
vorausgesetzt das Schiff ist groß und die Reisenden reich genug.
Auf einem Schiff hat man gewiß am meisten Chancen unbehelligt zu
bleiben, auch wenn Zölle und Überfälle bei der Flußschiffahrt
nicht auszuschließen sind.