Tips für den Spielleiter
So - Sie habrn also das schwere Los gezogen, den harten Job des Spielleiters zu übernehmen... nun gut - hier also ein paar allgemeine Tips, wie Sie mit den Spielern fertigwerden können und dabei noch ihren Spaß haben.
Sollten Sie allerdings Spieler sein und auf der anderen Seite stehen, so empfiehlt sich Ihnen die Seite 'Wie bringe ich meinen Spielleiter zur Verzweiflung?'.
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- Lassen Sie sich nur auf Debatten mit den Spielern ein, wenn Sie sich auch sicher sind, diese zu gewinnen. Das Spielleiten ist keine demokratische Sache - wenn Sie damit anfangen, so haben Sie bereits verloren ;-)
- Reden Sie sich immer wieder ein, sie hätten alles unter Kontrolle - stimmt zwar nicht, aber es beruhigt. Bei unerfahrenen Spielern können Sie es auch einmal versuchen, sie daran zu erinnern, daß irgendwo im Regelwerk stand, der Spielleiter habe immer recht. (Wirkt jedoch leider nur in den seltensten Fällen)
- Letzes Ressort ist stets noch - "Auge um Auge, Zahn um Zahn": Sollten die Spieler es zu weit treiben, beschäftigen Sie sie innerhalb Spiel einfach so stark, daß sie außerhalb keine Zeit mehr haben, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen. "Wie, ihr wußtet nicht, daß da Runen auf dem Tor waren? Nun ja - jetzt seid ihr jedenfalls gefangen..."
1.Resume also: Sie haben die Schicksale der Charaktere, die Spieler Ihres in der Hand. Da Sie jedoch ein möglichst angenehmes Leben führen wollen, beachten Sie stets folgende Regeln:
- Sie sollten die Charaktere zwar knapp bei Kasse, Gegenständen und Macht halten (zufriedene Charaktere sind nur noch schwer auf Abenteuer zu bringen), den Spielern aber dennoch stets vorgaukeln, sie könnten etwas erreichen (wer sagte, daß die Charaktere ein gewonnenes Artefakt auch auf ewig behalten sollen????).
- Achten Sie auf eine ausgewogene Mischung von Rollenspiel, Puzzel und Kampf - zu einseitige Kampagnenführung langweilt die Spieler - und gelangweilte Spieler sind schlecht für Ihre Nerven (siehe oben, Punkt 3).
- Im Sinne des flüssigen Verlaufs sollten Sie auch die Würfelarbeit nach Möglichkeiten minimieren (lassen Sie nicht jedesmal auswürfeln, ob der Charakter seinen Weg zur Toilette findet oder sich dabei verirrt und in ein wahnsinniges Abenteuer stürtzt). Lassen Sie Aktionen einfach so ausgehen, wie es Ihren Vorstellungen des Spielverlaufs entspricht: Wenn ein Charakter nun etwas tun möchte von dem es nicht zu unwahrscheinlich erscheint, daß er es schafft (oder auch nicht schafft), sagen Sie ihm einfach, wie es ausging - Exzessives Würfeln zerstört die Athmosphäre.
- Tip bei der Aufstellung von Runden: Achten Sie darauf, daß es entweder nur wenige Spieler (2-3) sind, oder daß Sie einen regelmäßigen, festen, verbindlichen Spieltag ausmachen (in diesem Fall 4-6 Spieler): Große Runden ohne festen Spieltag tendieren dazu, zugrunde zu gehen, weil immer irgend jemand keine Zeit hat und sie so nie zustande kommen... bei kleineren Runden fällt dies dementsprechend leichter.
Viel Spaß denn beim Spielleit(/d)en - und - lassen Sie sich nicht unterkriegen - Sie wissen ja: das Gute siegt immer ;-) (Schön wär's!)