Rico
Rodriguez
Rico:
Jama Rico (Ariola 204 792)
Kritik
von Klaus Frederking, 1982
Ricos neues Album ist mit Jama
Rico angemessen betitelt, geht doch der Veteran an der Posaune
noch in diesem Jahr endgültig heim ins Reich nach Kingston. (Lieber
K.F., wie konnte dir so eine ekelhafte Formulierung einfallen!, braunov)
So stehen auch auf einigen Tracks die Rastatrommeln im Vordergrund, allerdings
kurioserweise auf denjenigen, die nicht in JA, sondern in London produziert
wurden. Die Musik ist wie immer sehr konventionell (dieser "Vorwurf"
zieht sich durch die deutsch-sprachige Presse bis zum heutigen Tag, vgl.
Besprechung von Rico's Message
in Jazzthetik 2/2000, Braunov), könnte direkt in die Morgenmagazinsendungen
passen (was ein großer Gewinn wäre), die ridims sind
aber weit weniger teilnahmslos gespielt als auf dem Vorgänger That
Man Is Forward. Aber letztlich ist doch entscheidend, was an (gutem)
Gefühl rüberkommt, und davon hat Jama Rico sehr, sehr
viel. Ricos Stimme kommt übrigens nicht zum Einsatz.
Quelle:
"Platten", in: Sounds 8/1982, S. 51/52
Last updated: 14.4.2000
compiled by Reinhard
Braun