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Herzlig Willkommen in Sappada![]() Sappada (Bladen) Herz einer zauberhaften Bergwelt Deutsche Sprachinsel Sappada Bladen Der langgestreckte Ort liegt inmitten grüner Wiesen und dunkler Wälder in rund 1200 m Höhe. Im Süden ist das sonnige Hochtal von der mächtigen Bergkette der Terzen, Clap und Siera eingefaßt. Nach Norden leitet das Val Sesis zur Gruppe des Monte Peralba und de wilden Rinaldo. Viele gut markierte Wege und einige Klettersteige führen durch diese faszinierende Bergwelt. Im Sommer und im Winter wird der Ort von den Bewohnern aus Udin und Belluno gerne besucht, und einige Sessel und Schlepplifte erschließen ein beliebte Schigebiet. |
Rund
1500 Einwohner zählt Sappada (Bladen),
und knapp die Hälfte spricht zu Hause noch die alte Osttiroler Mundart. Eine offizielle Anerkennung als Minderheitssprache wurde bisher nicht
erreicht. In Schule und Kindergarten wird trotz jahrzehntelanger Bemühungen nur die italienische Sprache gesprochen. Der
deutsche Name Pladen
leitet sich vom Fluß Piave her, der den
Ort durchfließt. Mittelhochdeutsch heißt der Piave
Plat, und im Dativ
wurde daraus Pladen,
das im Herrschaftsbereich der Grafen von Görz lag. Die Einheimischen nennen Sappada noch heute "Plodn"; der in der deutschen Sprache gebräuchliche Name "Bladen" ist jüngeren
Datums. Im Jahr 1296 hat der Ort mit Sicherheit schon bestanden, denn aus diesem Jahr gibt es eine Urkunde. In einem Dokument bestätigt der Patriarch Raymundus von Aquileia den Pladnern Mansen (Höfe) und Grundbesitz. Die Abgaben, die von den Bewohnern verlangt wurden, waren in Anbetracht des "loco frigido ac silvestri" (kalte und waldreiche Gegend) sehr niedrig. Die alten Bauernhöfe, die das tirolerische Erbe nicht verleugnen können, sind heute nur noch vereinzelt in Sappada zu finden. Wer den langgestreckten Ort nur auf der Hauptstraße durchquert, wird überwiegend neue Gebäude und Hotels finden. Aber am Berghang stehen noch die schönen, aus mächtigen Holzbalken errichteten Höfe und Ställe, die gelegentlich noch hölzerne Dachrinnen besitzen. Hinter der alten Fassade verbergen sich oft modern eingerichtete Appartements. Die Rinder, einst Lebensgrundlage der Bauern, sind fast verschwunden. Die steilen Wiesen, die einst händisch gemäht wurden, werden nicht mehr genutzt. Die alten, vermutlich einst aus der Tiroler Heimat mitgebrachten Bräuche werden noch gepflegt. Am berühmtesten ist die "Plodar Wosenacht" (Bladener Fastnacht). In ein zottiges Fell gehüllt, große, kugelförmige Rollen (Schellen) am Gürtel und wilde selbstgeschnitzte Holzmasken vor dem Gesicht, ziehen die Burschen und Männer als "rollade loutter" mit einem Reisbesen in der Hand durch das Dorf. Handwerker, Bauern, Brautleute in ihren alten Trachten und geschnitzten Holzmasken schließen sich dem Zug an und kehren in vielen Häusern ein. Sappada, auch Plodn im antiken orignalen Dialekt genannt, ist eine Sprachinsel mit österreichischem Ursprung. Es wurde um das Jahr 1000 (tausend) von einigen Familien, die Deutsch sprachen, gegründet. Die Braüche, die Traditionen, die Architektur und die selbe Sprache sind das Kulturelle Erbe von Sappada, und die Menschen konnten diese für tausend Jahre am Leben erhalten. Die ersten Einwohner des Tales betatigten sich mit Viehzucht, Ackerbau, Holzfällen und Eisenbergbau. Heute behaßt sich Sappada vor allem mit dem Tourismus und weiß Gastheundschaft die Reinheit des Waldes und die Schönheit der Umgebung zu vereinigen. |