News der Woche vom 18. - 25. Februar 1999
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Die HSV-Amateure verjüngen drastisch für die Oberliga
200/2001, und der derzeit verletzte Matthias Reincke hat die Freigabe für
den Wechsel zum 1.SC Norderstedt erhalten. Die Norderstedter müssen
nach einigen schmerzhaften Abgängen wieder aufrüsten, um in die
neue zweigleisige Regionalliga zu kommen.
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Es hat einfach nicht sollen sein! Nach einem vom HSV
außerordentlich gut geführten Spiel unterlagen die "Gäste
auf eigenem Platz" (das Spiel fand in Fan-Unterzahl an der Flurstraße
statt) unglücklich mit 2:3. Der Schuldige war leicht auszumachen: Keeper
Nils Behrendsen, der in der ersten und anfangs der zweiten Halbzeit stark
hielt, patze in der Schlußphase zweimal, sonst hätte es gegen
die Niedersachsen sogar zu drei Punkten gereicht.
Braunschweig begann gut, traf in der 6. Minute auch durch Dehne zum 0:1.
Vorher hatte Behrendsen schon in höchster Not gegen Deffke gerettet.
Aber nach 15 Minuten verebbte die Angriffswelle des BTSV, und der HSV kam
besser ins Spiel. Nach mehreren Chancen (Braunschweig gefährlicher,
der HSV druckvoller) brachte eine Ecke von rechts das 1:1 - Kück schob
aus 5 Metern zum Ausgleich ein (35.). Der HSV war im Spiel.
Nach der Pause, in der aufgebrachte Braunschweiger Fans "Sandhowe raus!"
riefen, kam es für den Aufstiegsaspiranten noch schlimmer. Erst schoß
Trejgis aus 13 Metern links vorbei (56.), dann schenkte Podvorica dem HSV
durch ein unnötiges Foul an Ostermann einen Elfmeter. Krausz verwandelte,
obwohl Torwart Hain noch mit der Hand dran war - 2:1 (64. Minute). Der BTSV
wirkte verunsichert, brachte aber nach einer verletzungsbedingten Auswechslung
des wuseligen Mahmut Yilmaz drehte Braunschweig auf. Prompt gab es in der
75. Minute das 2:2 nach einem Eckball und einer zu kurzen Faustabwehr von
Behrendsen, die Winkler vor die Füße fiel. Das leere Tor zu treffen
- Formsache.
HSV-Trainer Schehr wollte das Ergebnis halten, holte Trejgis vom Platz, brachte
Schmidt - ein Fehler. Der HSV stand nur noch hinten drin. Der zweite Lapsus
von Behrendsen brachte die Entscheidung. Podvorica köpfte einen ungenauen
Abstoß in den Lauf von Kolakovic, Behrendsen stand zu weit vorm Tor,
wurde überlupft - 2:3 (88.). Das Aus.
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Eine Reserve-Mannschaft des HSV verlor Dienstag gegen den Zweitligisten
Hannover 96 mit 1:3. Harald Spörl brachte den HSV per Foulelfmeter in
Führung, Arslan, Hecking und Seidel drehten das Spiel noch um. Der HSV
war mit Ilic, Vogel, Simunic, Straube, Grammozis (ab 46. Fischer), Spörl,
Jugendspieler Pahovic (ab 46. Amateur Blättermann), Jepsen, Doll, Kirjakov
(ab 70. Gravesen) und Grubac angetreten. Die Besten waren die Rekonvaleszenten
Thomas Doll und Joe Simunic. Beide haben gute Chancen, am Sonnabend dabei
zu sein.
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Aber es gibt noch mehr gute Nachrichten aus dem Lazarett. So wird
Ingo Hertzsch rechtzeitig fit, und auch Nico-Jan Hoogma kann wieder spielen.
Dazu kommen noch Thomas Gravesen auf der Liebro-Position, Andreas Fischer
auf Rechtsaußen, Jacek Dembinski im Sturm, und auf der Bank sitzen
Thomas Vogel und Thomas Doll.
Die HSV-Karriere beenden muß Martin Dahlin. Er fehlt für mindestens
6 Wochen wegen einer Wirbelfehlstellung. Fit wäre er erst nach Verstreichen
der Option. Er muß zurück auf die Insel.
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Nur einer sitzt auf der Bank, der da nicht hingehört: Hasan
Salihamidzic wird wohl nicht erste Wahl sein. Ausgerechnet gegen seinen
HSV...
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Das Spiel am Sonntag wird vor nur 28.600 Zuschauern stattfinden.
Der B-Rang auf der Südtribüne wurde nicht rechtzeitig fertig. Das
bedeutet eine Einnahme von nur 900.000 DM (bisher etwa 1,4 bis 1,6 Mio. DM).
Die Tips für den Ausgang des Spiels allerdings klaffen auseinander.
Rolf Mares will mindestens ein Unentscheiden, wenn nicht sogar einen Sieg.
Bayern-Präsident und Ex-HSVer Franz Beckenbauer tippte moderat auf
Unentschieden, der Videotext von SAT.1 glaubt an einen 2:0-Bayern-Sieg. Rotzfrech
hingegen Bernd Hollerbach. Der Franke im HSV-Dress tippt auf ein 2:1 - für
den HSV. Und er traut Tony Yeboah beide Tore zu... Na dann...
Das Spiel pfeift einer, der bei Bayern unbeliebt ist - Hellmut Krug aus
Gelsenkirchen.
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Die Differenzen zwischen Frank Pagelsdorf und dem Vorstand sind
ausgestanden, der Vorstand steht geschlossen hinter dem Trainer. Die
Mißverständnisse sind also geklärt - BACK TO
BUSINESS!
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