Die Geschichte des Hamburger SV

29.9.1887 Der Hohenfelder SC und der Wandsbek-Marienthaler SC unter Federführung vorwiegend von Schülern des Matthias-Claudius-Gymnasiums fusionieren zum SC Germania von 1887, einem der drei Gründervereine des HSV. Die Vereinsfarben sind schwarz-blau.
1.6.1888 Schüler des Wilhelm-Gymnasiums gründen den Hamburger Fußball-Club von 1888 ("HFC" oder "88" genannt).
1896 Die Germania wird erster Hamburg-Alotnaer Fußballmeister durch einen Sieg über den Altonaer Cricket-Club. Die Titelverteidigung wird im folgenden Jahr geschafft. 1904 wird die Germania zum fünftenmal Hamburger Meister.
6.3.1906 Schüler der Oberrealschule Hamburg-Eppendorf gründen den FC Falke von 1906
1.11.1910 Der HFC erwirbt die Nutzungsrechte für das Gelände am Rothenbaum.
5.4.1914 Nach seinem Wechsel am 1.1.1912 zum HFC wird Otto "Tull" Harder der erste Nationalspieler des HSV. Deutschland schafft in Amsterdam gegen Holland ein 4:4.
Sommer 1918 Kurzzeitig fusionieren der HFC und Victoria Hamburg zum HFC-Victoria. Im Jahr bis zur Trennung bestreitet die Gemeinschaft allerdings kein einziges Spiel.
1.6.1919 Germania, HFC und FC Falke schließen sich zusammen zum Hamburger SV. Dr. Otto Wulf wird erster Vorsitzender. Die Vereinsfarben sind rot-weiß. Die Germania-Farben tauchen im Vereinswappen auf, das von Henry Lüthjens , seines Zeichens 2. Rechnungsprüfer des HSV, entworfen wurde.
17.8.1919 Der HSV bestreitet sein erstes Spiel gegen Union 03 1:1.
1921 Erste Norddeutsche Meiterschaft durch ein 8:0 gegen Holstein Kiel.
30.10.1921 In Bahrenfeld wird das Stadion eingeweiht, das später das Volksparkstadion wird. Erster Gegner ist Altona 93.
18.6.1922 Erstes Endpiel um die Deutsche Meisterschaft. Der HSV und der 1.FC Nürnberg trennen sich nach 189 Minuten bei einbrechender Dunkelheit mit 2:2. Das Wiederholungsspiel wird nach 112 Minuten beim Stand von 1:1 abgebrochen. Der 1.FC Nürnberg steht nur noch mit 7 Spielern auf dem Platz. Der DFB fordert auf Druck des Süddeutschen Verbandes vom HSV, auf den Titel zu verzichten.
10.6.1923 Erster offizieller Titelgewinn des HSV durch ein 3:0 gegen Union Oberschöneweide aus Berlin.
29.7.1928 Zweiter Deutscher Meistertitel des HSV. In Altona gewinnt der HSV mit 5:2.
12.12.1930 Die Paul-Hauenschildt-Sportplätze in Hamburg-Ochsenzoll, die ab 1972 zur neugegründeten Stadt Norderstedt gehören, werden vom Namensgeber, dem damaligen HSV-Vorsitzenden, eingeweiht.
1937 Erste Meisterschaft im Gau Nordmark. In der Meistermannschaft stehen unter anderem Heinz Spundflasche, Erwin Seeler, Richard und Friedo Dörfel.
29.4.1945 Im letzten Spiel während des Krieges siegt der HSV gegen Altona 93 mit 4:2.
16.7.1945 Auch im ersten Nachkriegsspiel heißt der Gegner Altona 93. Der HSV gewinnt 2:0.
13.7.1947 Ein weiterer Titel in der Sammlung: der HSV wird Meister der Britischen Zone. Im Endspiel unterliegt diesmal Borussia Dortmund mit 1:0.
14.9.1947 Die neu geschaffene Oberliga Nord erlebt den ersten Auftritt des HSV. Der Bremer SV unterliegt dem HSV mit 1:3.
4.5.1950 Mit dem HSV reist die erste deutsche Fußballmannschaft zu Freundschaftsspielen in die USA. Trotz kritischen Empfangs werden alle sechs Spiele gewonnen.
1951 Herbert Woitkowiak setzt eine fast einmalige Marke. Mit 40 Toren wird er deutscher Torschützenkönig
5.8.1953 Erster Einsatz von Uwe Seeler (16) in der Ligamannschaft beim Freundschaftsspiel gegen Göttingen 05.
1953/1954 Einzige Saison, die der HSV nicht als Oberligameister beendet. Willi Schröder sollte mit illegalen Mitteln von Bremen nach Hamburg geholt werden. Vier Punkte Abzug bedeuteten Platz 11.
29.8.1954 Erstes Tor von Uwe Seeler in der Oberliga zum 2:0 Halbzeitergebnis gegen den VfB Oldenburg. Der HSV gewinnt das Heimspiel des 2. Spieltags mit 3:0 (weitere Tore: Schlegel und Schemel)
16.10.1954 Nationalmannschaftsdebüt der HSV-Angreifer Uwe Seeler und Klaus Stürmer. Deutschland verliert gegen Frankreich mit 1:3.
29.9.1957 Durch drei Tore von Uwe Seeler und je einem von Posipal, Stürmer und Reuter drehen die Hamburger ein Oberligaspiel gegen Eintracht Braunschweig, nachdem sie zur Pause mit 0:4 zurückgelegen hatten, und gewinnen mit 6:4.
25.6.1960 Nach zwei Endspielniederlagen in vier Jahren gewinnt der HSV im dritten Anlauf endlich die Meisterschale. Mit sieben waschechten HSVern, darunter Schnoor, Stürmer, Werner, Dieter und Uwe Seeler (2Tore), Gert Dörfel (1 Tor) und Erwin Piechowiak, siegt der HSV gegen den 1.FC Köln mit 3:2. Uwe Seeler trifft in der 88.Minute zum Endstand. Er wird auch Fußballer des Jahres 1960.
2.11.1960 Erstes Europapokalspiel bei Young Boys Bern. 5:0 durch U. Seeler, Stürmer (je 2) und Neisner (1).
Herbst 1961 Der Oberliga-Startrekord des 1.FC Köln und Hannover 96 wird mit 22:0 Punkten egalisiert.
28.7.1962 Die Einführung der eingleisigen Fußball-Bundesliga wird für August 1963 vom DFB festgesetzt.
11.1.1963 Neun von sechsundvierzig Vereinen erhalten vorzeitig die Lizenz für die Bundesliga. Darunter der HSV wegen seiner Erfolge und der wirtschaftlichen Lage.
14.8.1963 Sieg gegen Borussia Dortmund mit 3:0 (alle Tore Seeler), damit der Pokalsieg.
1964 Uwe Seeler, Deutschlands Fußballer des Jahres, wird mit 30 Toren erster Torschützenkönig der Bundesliga.
10.6.1967 Trotz einer 0:4-Niederlage im Pokalfinale gegen Bayern München ist der HSV im Europapokal der Pokalsieger dabei. Bayern war auch Meister geworden. Im Europapokal scheitert der HSV erst im Endspiel am AC Mailand mit 0:2.
1.5.1972 62.000 Zuschauer im Volksparkstadion sehen das Abschiedsspiel von "Uns Uwe". Im Dress des HSV verliert der HSV gegen eine Europaauswahl um Kapitän Bobby Charlton mit 3:7.
6.6.1973 Der einzige Deutsche Liga-Pokal geht an den HSV. Endspielgegner Borussia Mönchengladbach verliert in Hamburg mit 0:4.
26.6.1976 Zweiter DFB-Pokaltriumph durch ein 2:0 über den 1.FC Kaiserslautern.
11.5.1977 Nach der Niederlage im inoffiziellen Supercup gegen Mönchengladbach (2:3) gewinnt der HSV das Endspiel im Pokal der Pokalsieger. 2:0 siegt die Mannschaft mit Nogly, Kargus, Reimann, Volkert, Hidien, Magath und Memering gegen den RSC Anderlecht.
25.5.1977 Ein Weltstar als Neuzugang: Als teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte verpflichtet der HSV Kevin Keegan, der in den Jahren 1978 und 1979 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wird.
9.6.1979 Erster Meistertitel in der Bundesligageschichte des HSV. In der Westkurve brach während der Feier eine Massenhysterie aus, bei der 70 Fans zum Teil schwer verletzt wurden.
November 1980 Mit Hilfe von Hauptsponsor BP kann der HSV Franz Beckenbauer von Cosmos New York kaufen.
1.7.1981 Eine Legende wird geboren: Ernst Happel unterschreibt als Trainer beim HSV.
29.5.1982 Mit Unterstützung von 27 Hrubesch-Treffern wird der HSV Deutscher Meister.
25.5.1983 Felix Magath erzielt in der 8. Minute im Hexenkessel von Athen das entscheidende 1:0 beim Europapokalfinale der Landesmeister gegen die Weltstars von Juventus Turin.
6.6.1983 Zwei Wochen nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte macht die Happel-Mannschaft den totalen Triumph perfekt und nimmt zum zweitenmal hintereinander die Meisterschale in Empfang.
1983 Sowohl der europäische Supercup (0:2 im Wiederholungsspiel gegen den FC Aberdeen) als auch der Weltpokal (1:2 nach Verlängerung gegen Gremio Porto Alegre) bleiben dem HSV verwehrt.
31.1.1987 Das erste inoffizielle Hallen-Masters-Turnier wird ausgetragen. Sieger: Hamburger SV.
20.6.1987 Nach der Vize-Meisterschaft hinter den Bayern siegt der HSV im Pokalfinale gegen die Stuttgarter Kickers (2. Bundesliga) mit 3:1.
28.7.1987 Nach einem Faustschlag im Supercup gegen Jürgen Wegmann (Bayern München) wird HSV-Keeper Uli Stein vom Platz gestellt und später suspendiert. Der HSV verliert das Spiel mit 1:2.
26.6.1991 Der Verkauf von Thomas Doll zu Lazio Rom für ca. 15 Millionen DM saniert den HSV finanziell fast völlig. Ohne den Verkauf wäre dem HSV wohl die Lizenz entzogen worden.
5.9.1994 Der traditionelle Sportplatz am Rothenbaum wird abgerissen. Der Spielbetrieb der HSV-Amateure geht noch bis Saisonende 1996 weiter.
27.11.1995 Uwe Seeler wird von der Jahreshauptversammlung offiziell zum Vereinsvorsitzenden gewählt, nachdem er bereits drei Monate lang kommissarisch das Amt übernommen hatte. Die Öffentlichkeit und die Fans des HSV hatten Seeler dazu überredet.
20.6.1997 "Old Erwin" Seeler stirbt überraschend an Herzversagen.
2.6.1998 Ein wichtiger Schritt für den HSV: Der Verein übernimmt am 29. Mai mit einer Beteiligung von 79 Prozent unter Mitwirkung von Vermarkter UFA (20 Prozent) und Bauherr Deuteron (1 Prozent), das Volsparkstadion zum symbolischen Preis von 1 Mark. Mit Unterstützung der Stadt in Höhe von 21,3 Millionen Mark wird der Umbau des Volksparkstadions zu einer modernen Fußball-Arena im Gesamtwert von 169 Millionen Mark begonnen. In der Folge werden Ostkurve und Südtribüne abgerissen, der Rasen um 90 Grad gedreht. Bereits zum ersten Heimspiel der Saison 1998/99 ist die neue Haupttribüne an der Stelle der ehemaligen Ostkurve fertiggestellt und eingeweiht. Die Fertigstellung des Stadions ist für Herbst 1999 geplant.
30.6.1998 Eine Ära geht zuende: Uwe Seelers Rücktrittsankündigung wegen der Pressebehandlung wird wahr. Werner Hackmann wird zum komissarischen Vostandsvorsitzenden, Holger Hieronymus kommissarisch zum Stellvertreter in den Vorstand berufen. Auch Dagmar Berghoff scheidet aus dem Aufsichtsrat aus.

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