Die HSV-All-Stars

Jörg Albertz "Ali" kam 1993 von PSV und Borussia Mönchengladbach, sowie Fortuna Düsseldorf zum HSV; auf Anhieb Stammspieler; offensivstarker Mittelfeldspieler; ab Oktober 1995 Mannschaftskapitän; wechselte nach der Saison 1995/96 zu den Glasgow Rangers; machte insgesamt 99 Spiele, schoß 22 Tore, absolvierte als HSVer zwei Länderspiele, kam erst im September 1998 zum dritten Länderspieleinsatz.
Lars Bastrup spielte von 1981-1983 im HSV-Dress; kam von Aarhus GF; Deutscher Meister 1982, 1983; Pokalsieger der Landesmeister 1983; 30 Länderspiele für Dänemark (9 als HSVer); schoß wichtige Tore, deshalb Spitzname "Mr. Europacup"; wechselte zu Ikast IF; spielte später gelegentlich für die HSV-Altliga; spielte 59mal für den HSV, schoß 18 Tore.
Franz Beckenbauer kam 1982 als 36jähriger für zwei Jahre von Cosmos New York zum HSV; häufig verletzt; Deutscher Meister 1982; beendete seine Karriere danach in Hamburg; 28 Spiele für den HSV; zur Zeit Präsident des FC Bayern München.
Dietmar Beiersdorfer kam 1986 von der SpVgg Fürth; nach dem verletzungsbedingten Karriereaus von Ditmar Jakobs Mannschaftskapitän; 1 Länderspiel im Mai 1991; offensiver Manndecker; Pokalsieger und Vizemeister 1987; wechselte 1992 aus Finanzgründen des HSV zu Werder Bremen; dort Meister und Pokalsieger; engagiert gegen Rassismus; 1995 für den 1.FC Köln im Einsatz, danach bei AC Reggiana/Italien; HSV-Bilanz: 174 Spiele, 14 Tore.
Ole Björnmose Rekordausländer des HSV; kam 1971 von B 09 Odense und Werder Bremen zum HSV; technisch versierter Rechtsaußen; dänischer Nationalspieler (16 Spiele); Ligapokalgewinner 1973; Pokalsieger 1976; Europapokalgewinner der Pokalsieger 1977 (fehlte im Endpiel); 186 Spiele für den HSV, 31 Treffer. 
Horst Blankenburg kam 1975 von VfL Heidenheim über den 1.FC Nürnberg, Wiener SK, München 60 und Ajax Amsterdam zum HSV; holländischer Meister 1972-1973; Landesmeisterpokalgewinner und Weltpokalsieger 1971-1973; DFB-Pokalsieger 1976; wechselte 1977 zu den Chicago Stings; spielte später noch in der Oberliga; Trainer bei Atlas Delmenhorst, Lüneburger SK, Blumenthaler SV; 44 Spiele, 1 Tor.
Hans-Jörg Butt kam 1997 vom Zweitliga-Absteiger VfB Oldenburg zu seinem Traumverein HSV; war dort eine halbe Saison Stammtorhüter gewesen, wurde dann von Bruder Henning abgelöst; setzte im ersten Bundesliga-Jahr gegen Golz und Ilic durch, wurde Stammspieler; machte in der Saison 1997/98 33 Spiele; erzielte im zweiten Jahr im Heimspiel gegen Wolfsburg sein erstes Bundesligator per Elfmeter, das erste Elfmetertor durch einen Torwart in der 36-jährigen Bundesligageschichte des HSV.
Bernd Dörfel Jüngster der Dörfel-Familie; Rechtsaußen, HSV-Eigengewächs; Nationalmannschaftsdebüt 1966 gegen Norwegen; wechselte 1968 zu Eintracht Braunschweig; später bei Servette Genf; gilt als verschenktes Talent, da er nie mit Spaß beim Profi-Fußball war; 88 Spiele, 17 Tore.
Friedrich Dörfel Vater von Gert und Bernd; von 1934 bis 1948 beim HSV; 2 Länderspiele; kam von Victoria Hamburg; spielte Außenstürmer, Mittelstürmer und Verteidiger; beendete seine Karriere beim Wandsbeker FC; Oberliga-Trainer beim Harburger TB, Bremer SV und VfB Lübeck; verstarb am 8.11.1980.
Gert Dörfel kam 1958 von Polizei Hamburg; "Charly" war bester Linksaußen des HSV; Spaßvogel; 11 Länderspiele, 7 Tore (1960-1964); laut "L'Equipe" bester Linksaußen 1965; 1960 Deutscher Meister; 1963 Pokalsieger; Vorarbeiter für Uwe Seeler; ging 1972 im Streit nach Südafrika, später nach Kanada; Karriereende bei Barmbek-Uhlenhorst; 224 BL-Spiele, 58 Tore.
Richard Dörfel Onkel von Gert und Bernd, Bruder von Friedrich; "König Richard" genannt; Allrounder (Torwart, Linksaußen); kam 1931 von Victoria und MTV Hamburg zum HSV; mit Ausnahme von wenigen Unterbrechungen spielte er bis 1949 für den HSV; Ehrenspielführer des HSV; verstarb am 27.4.1965 in Hamburg-Eppendorf.
Thomas Doll kam 1990 von Dynamo Berlin; wechselte 1991 für etwa 15 Millionen DM zu Lazio Rom; Publikumsliebling, Leistungsträger; in Italien erfolglos, wechselte 1994 zu Eintracht Frankfurt, spielte in der 2. italienischen Liga; 33 Spiele für den HSV, 4 Tore; kehrte zur Saison 1998/99 zum HSV zurück.
Jan Furtok kam 1988 von GKS Kattowitz zum HSV; polnischer Nationalstürmer; bildete mit dem Brasilianer Nando ein Traumduo; 1991 bester Bundesligastürmer laut kicker; 135 Spiele, 51 Tore.
Willi Giesemann "Tille" kam 1963 von Bayern München zum HSV; 14 Länderspiele (3 als HSVer); Abwehrspieler; 1968 wechselte er zu Barmbek-Uhlenhorst; DFB-Pokalsieger 1963; 103 Spiele, 13 Tore.
Richard Golz kam 1985 vom SC Tegel zum HSV; erster Profivertrag 1987; Ersatzmann neben Stein, Pralja und Koitka; später bis 1994 Stammtorwart; 6maliger U21-Nationalspieler; umstrittener Beitrag im Buch "Fußball und Rassismus" (mißfiel dem DFB); bisher 273 Bundesligaspiele; derzeit Ersatzkeeper hinter Hans-Jörg Butt; verließ den HSV nach der Saison 1997/98 zum SC Freiburg, wurde dort auf Anhieb Stammspieler.
Jürgen Groh VfR Bürstadt, 1.FC Kaiserslautern; kam 1980 zum HSV; Meister 1982 und 1983, Landesmeisterpokalsieger 1983; machte die Drecksarbeit; wechselte 1985 zu Trabzonspor; wenige Monate später wieder beim 1.FC Kaiserslautern; beendete als Amateur seine Karriere; 154 HSV-Spiele, 4 Tore.
Heinz Gründel kam 1985 über Rapide Wedding, Hertha BSC Berlin, Thor Waterschei (Belgien) und Standard Lüttich zum HSV; 4 Länderspiele; nach 62 Spielen und 14 Toren beim HSV zu Eintracht Frankfurt transferiert (91 Spiele, 9 Tore); 1993 Sportinvalide.
Otto Harder "Tull" ist eine Legende; Hohenzollern und Eintracht Braunschweig waren die Stationen vor dem HFC, zu dem er am 1.1.1912 wechselte; erster Nationalspieler des HSV-Gründerclubs HFC; 3mal Deutscher Meister, 6mal Nordmeister, einmal Nordpokalsieger; insgesamt 15 Länderspiele, 14 Tore; wechselte 1931 zu Victoria Hamburg; aktiv bis 1934; privat umstritten: 1932 NSDAP-Mitglied, 1933 SS-Mitglied, Wachposten im KZ Neuengamme, Lagerkommandant des KZ Ahlem bei Hannover; 1947 als Kriegsverbrecher zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt und 1951 begnadigt; 1947 kurzzeitig als HSV-Mitglied ausgeschlossen; verstarb am 4.3.1956 in Bendestorf.
William Hartwig "Jimmy"; Sohn eines farbigen US-Soldaten; über Offenbacher Kickers, VfL Osnabrück und TSV 1860 München 1978 zum HSV; defensiver Mittelfeldspieler; schillernde Figur; Meister 1982 und 1983; Europapokalsieger 1983 (fehlte im Endspiel gelbgesperrt); 2 Länderspiele; wechselte 1984 zum 1.FC Köln; später bei Austria Salzburg und FC Homburg; Trainer beim FC Augsburg, Chemie Böhlen, Sachsen Leipzig; 1994 angeblich Krebs besiegt; später pleite; 182 Spiele für den HSV, 52 Tore.
Thomas von Heesen kam 1980 vom FC Paderborn; Stammplatz ab 1982; Führungspersönlichkeit; kein Länderspiel durch Unbeständigkeit und Verletzung; 1987 Traumduo mit Uwe Bein; wechselte 1994 zu Arminia Bielefeld, stieg dort von der Oberliga in die Bundesliga auf, beendete seine Karriere und ist dort Sportlicher Leiter, seit September 1998 Teamchef; 368 Spiele, 99 Tore.
Holger Hieronymus Europapokalsieger 1983; Libero; kam 1979 über TuS Hamburg und den FC St. Pauli zum HSV; Länderspieldebüt 1981; 3 Länderspiele; 121 Spiele im HSV-Dress, 7 Tore; 1984 Sportinvalide; eröffnete das Sportzentrum Mundsburg, später mit Manfred Kaltz das Sport-Rehabilitationszentrum Hamburg; von August 1997 bis Juli 1998 Marketingleiter des HSV, bis 31. Oktober 1998 kommissarisch 2. Vorstandsvorsitzender, bis 28. Januar 2000 hauptamtliches Vorstandsmitglied für Sport-Bereich und Stadionumbau.
Horst Hrubesch FC Pelkum, Germania Hamm, SC Westtünnen, Rot-Weiß Essen;1978 kam er zum HSV; Meister 1979m 1982, 1983; Landesmeisterpokal 1983; 1980 Nationalmannschaftsdebüt; EM-Titel 1980; 21 Länderspiele, 6 Treffer; wechselte 1984 zu Standard Lüttich; spielte 1985/86 für Borussia Dortmund; Trainer bei Rot-weiß Essen, VfL Wolfsburg, FC Tirol, Hansa Rostock, Dynamo Dresden, Austria Wien und Samsunspor (im Oktober 1997 entlassen - im UI-Cup gegen den HSV ausgeschieden); 159 Spiele, 96 Tore.
Ditmar Jakobs kam 1979 von RW Oberhausen über TeBe Berlin und den MSV Duisburg zum HSV; Meister 1982 und 1983, Europapokalsieger 1983; Pokalsieger 1987; Vorstopper und Libero; Vize-Weltmeister 1986; 20 Länderspiele; Karriereende 1990, als er sich mit dem Rücken in einem Tornetzhaken des Volksparkstadions verfing; leitet ein Reha-Zentrum in Winterhude; 323 Spiele, 27 Tore.
Manfred Kaltz kam 1970 als Jugendlicher vom TuS Altrip zum HSV; Bundesliga-Rekordspieler des HSV; erfinder der Bananenflanke; erfolgreichster Elfmeterschütze der Bundesliga (53 Tore); bei allen Pokalsiegen des HSV in den 70er und 80er Jahren dabei; spielte ein Jahr bei Girondins Bordeaux, kehrte aber nach Hamburg zurück; 69 Länderspiele, 2 WM-Teilnahmen (1978, 1982); Offensivverteidiger; 1991 Karriereende; 581 Spiele, 76 Tore.
Rudi Kargus kam 1970 von Wormatia Worms; Torhüter; verdrängte 1973 die türkische Torwartlegende Arkoc Özkan; 3 Länderspiele; Elfmetertöter (24 Elfmeter gehalten); 1979 wechselte er im Streit zum 1.FC Nürnberg; danach Karlsruher SC, Fortuna Düsseldorf und 1.FC Köln; 1990 Jugendtrainer beim HSV; 1995-1997 Torwarttrainer unter Felix Magath, danach Jugendtrainer; 254 Spiele für den HSV.
Kevin Keegan "Mighty Mouse" kam als Weltstar 1977 nach Hamburg; mit 2,3 Mio. DM Ablöse teuerster Spieler der Liga; 3mal Meister und Europa- pokalsieger mit dem FC Liverpool; 1978 und 1979 Europas Fußballer des Jahres; 1980 Wechsel zum FC Southampton; Karriereende bei Newcastle Utd.; 1992-1997 Trainer von Newcastle Utd. (Aufstieg in die Premier Division 1993, UEFA-Pokalteilnahme 1994/95), danach Trainer des Drittligisten FC Fulham; 90 Spiele, 32 Tore für den HSV.
Sven Kmetsch "Kmetscher" kam 1995 von Zwangsabsteiger Dynamo Dresden zum HSV; entwickelte sich sehr bald zum wichtigsten Spieler im Defensivbereich des HSV; nach dem Trainerwechsel 1997 ernannte ihn Frank Pagelsdorf zum Mannschaftskapitän; 1997 avancierte er zum Nationalspieler, verletzte sich bei seinem ersten Auftritt im deutschen Dress so schwer, daß er nicht mehr rechtzeitig zur WM in Frankreich in seine alte Form kam; zudem wurde er nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu Schalke 04 zusehends schwächer; trug 80 mal das Trikot des HSV, schoß vier Tore.
Jürgen Kurbjuhn kam 1960 vom SV Buxtehude zum HSV; harter Abwehrspieler; 5 Länderspiele; spielte nach dem Karriereende 1972 in der HSV-Altliga; verlor den Kontakt zum HSV; 242 Bundesligaspiele (10 Tore) und 78 Oberliga-Spiele (1 Tor).
Yordan Letchkov von 1992 bis 1996 Spielmacher des HSV; kam von ZSKA Sofia; glänzender Techniker; erzielte im WM -Viertelfinale 1994 Bulgarien gegen Deutschland das entscheidende 2:1; wechselte 1996 nach langen Querelen zu Olympique Marsseille, danach nach Istanbul; derzeit weltweit gesperrt; 101 Spiele, 11 Tore.
Felix Magath kam 1976 von Aschaffenburg über Saarbrücken nach Hamburg; Spielmacher; Pokal der Pokalsieger 1977; Meister 1979, 1982, 1983; 43 Länderspiele; 2 WM-Teilnahmen; schoß im Landesmeisterpokal-Endspiel das 1:0 gegen Juventus Turin; nach Karriereende Manager beim HSV, 1.FC Saarbrücken und Bayer Uerdingen, 1993 Co- und Amateur-Trainer beim HSV; im Oktober 1995 zum Cheftrainer befördert; führte den HSV 1995 in den UEFA-Cup; im April 1997 wegen Erfolglosigkeit entlassen; als Trainer beim 1.FC Nürnberg nach einem Jahr zurückgetreten; 306 Spiele, 46 Tore.
Caspar Memering "Cappi" kam von Werder Bremen 1971 an die Elbe; 3 Länderspiele; vielseitig (Außenstürmer, Rechtsaußen, Verteidiger); 1982 Wechsel zu Girondins Bordeaux, später bei Schalke 04; 1986 Karriereende, seitdem Trainer im Amateurbereich; 303 Spiele, 37 Treffer;
Jürgen Milewski "Mile" wurde 1979 von Hertha BSC Berlin geholt; 3 Länderspiele; Stürmer; 1982 und 1983 Meister, 1983 Europapokalsieger; 1985 wechselte er zu AS St. Etienne; kehrte 1988 zu den HSV-Amateuren zurück und beendete seine Karriere 1989 in der Verbandsliga; seitdem Spielerberater (u.a. Karsten Bäron, Sven Kmetsch, Hasan Salihamidzic); 130 Spiele, 48 Tore.
Peter Nogly "Eiche" begann beim HSV 1969; kam von Phönix Lübeck; Vorstopper; erster Kapitän, der einen Europapokal in Empfang nehmen durfte; 1977 4 Länderspiele; letztes Spiel für den HSV: Europapokalfinale gegen Nottingham 1979; Wechsel zu den Edmonton Drillers; danach Spiele für Tampa Bay Rowdies; Rückkehr nach Deutschland 1983; Hertha BSC, FC St. Pauli und VfB Lübeck; als Trainer in den Hamburger Amateurligen tätig; 320 Spiele, 38 Tore.
Arkoc Özcan 1967 kam er von Austria Wien; türkischer Nationaltorwart; 1974 von Rudi Kargus verdrängt; in den schweren Jahren großer Rückhalt; nach dem Karriereende Trainer (Oktober 1977-Juni 1978 Chef-Coach des HSV, dann Holstein Kiel und Wormatia Worms); 159 Spiele.
Miroslav Okonski kam 1986 von Lech Posen; Publikumsliebling; 1988 wechselte er zu AEK Athen; polnischer Torschützenkönig bei Legia Warschau; 62 Spiele, 15 Tore.
Josef Posipal "Jupp" wechselte 1949 von Arminia Hannover zum HSV; Mittelläufer; Weltmeister 1954 mit Deutschland als rechter Verteidiger; 32 Länderspiele; 1953 Teilnehmer der FIFA-Weltauswahl; achtfacher Nordmeister mit dem HSV; Sohn Peer war bei Eintracht Braunschweig in den 80er Jahren 30facher Bundesligaspieler; 250 Oberligaspiele, 13 Tore; verstarb im Februar 1997.
Frank Rohde Libero; kam 1990 mit Thomas Doll zum HSV; Abwehrchef und Mannschaftskapitän; kehrte trotz Hoffnungen der Fans auf eine große Zukunft wegen Differenzen mit Jürgen Hunke nach Berlin zurück (Hertha BSC); 42 DDR-Länderspiele; 103 Spiele, 7 Tore.
Wolfgang Rolff 1982 kam er von Fortuna Köln zu seinem Lieblingsclub; Stammspieler auch in der Nationalmannschaft; wechselte 1986 zu Bayer Leverkusen; 37 Länderspiele; weitere Stationen: Racing Straßburg, Bayer Uerdingen, Karlsruher SC und 1.FC Köln; 129 Spiele, 24 Tore; seit 21. Dezember 1997 Chef-Trainer beim Zweitligisten SV Meppen, dort nach Saisonende entlassen.
Hasan Salihamidzic "Brazzo" - "das Bürschchen" kam 1993 aus dem kriegsbedrohten Bosnien (Mostar) nach Hamburg zu Verwandten; sein Onkel meldete ihn beim HSV an; debütierte bereits als 18-jähriger Amateur unter Felix Magath im Bundesliga-Kader; entwickelte sich zu einem der torgefährlichsten Stürmer der Bundesliga; Laufstärke und Technik machten ihn dann auch für den FC Bayern interessant, der ihn für die Saison 1998/99 verpflichtete; stand nach Bekanntgabe des Wechsels lange unter Kritik der Fans, kämpfte trotz Schmährufen für den Klassenerhalt des HSV; schoß in 72 Spielen 19 Tore.
Horst Schnoor kam 1952 als 17-jähriger vom Langenhorner TSV; wegen Verletzungen beendete er 1967, von Arkoc Özcan verdrängt, seine Karriere; 15 Jahre Stammkeeper HSV; erzielte mehrere Tore in der Oberliga per Elfmeter; mehrere Junioren- und B-Länderspiele; Meister 1960, Pokalsieger 1963; 293 Oberligaspiele, 106 BL-Spiele.
Stefan Schnoor kam 1988 vom VfR Neumünster an die Elbe; galt lange Zeit als "Tribünentalent", konnte sich nicht durchsetzen; wurde zwischen 1996 und 1998 als Libero, Manndecker oder Linksaußen zur festen Größe in der Profi-Mannschaft; verließ den HSV dann nach 132 BL-Spielen und 8 Toren trotz Verlängerungsangebot zu Derby County.
Erwin Seeler Vater von Dieter und Uwe; Torschützenkönig bei der Arbeiterolympiade 1931 als Spieler von Lorbeer (sieben Tore beim 9:0 gegen Ungarn); 1932 Wechsel zu Victoria; 1938 lockte der HSV das Idol der Hamburger Arbeitersportler; Nordmarkmeister 1938, 1939, 1941; Meister der britischen Zone 1947 und 1948; Ein Wadenbeinbruch 1949 bedeutete das Karriereende, sonst - so wurde gemutmaßt - hätte er mit 50 Jahren noch gespielt; "Vadder Seeler", auch "Old Erwin" gerufen, starb am 20. Juni 1997 an Herzversagen.
Uwe Seeler Sohn von "Old Erwin"; "Uns Uwe" ist ein Eigengewächs; 1953 erster Auftritt im HSV-Ligadress bei einem Freundschaftsspiel mit 16 Jahren; Mittelstürmer; ehrgeizig, Antreiber; Länderspiel-Debüt mit 17; 4 WM-Teilnahmen; 72 Länderspiele, 43 Tore; 40fach Kapitän der National- mannschaft; Ehrenspielführer; neunmal Meister der Oberliga Nord, Meister 1960, 1963 Pokalsieger (3:0 gegen Dortmund/alle 3 Tore von Uwe Seeler); 7mal Torschützenkönig der Oberliga, 5mal Deutscher Torschützenkönig (erster Torschützenkönig der Bundesliga); 1961 schlug er ein Angebot von Inter Mailand aus und beendete seine Karriere beim HSV 1972 mit einem Spiel gegen die Weltauswahl; später adidas-Generalvertreter für Norddeutschland; Chef der "Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft"; von Oktober 1995-1998 Vorstandsvorsitzender des HSV (zurückgetreten); 237 Oberligaspiele (267 Tore), 239 Bundesligaspiele (137 Tore).
Harald Spörl Ein weiteres Urgestein der aktuellen Mannschaft; gehörte bereits einmal zum Nationalmannschaftsaufgebot; kam 1987 vom VfL Frohnlach; bisher 303 Bundesligaspiele, 60 Tore; derzeit torgefährlichster Mittelfeldspieler des HSV; 1996 torgefährlichster Bundesliga-Mittelfeldspieler.
Ulrich Stein Torwart-Legende; kam 1980 nur mit Tricks von Arminia Bielefeld zum HSV; von 1982 bis 1987 unumstritten die Nummer 1 im HSV-Tor; 6facher Nationalspieler; ein von Zeitungsreportern geschürter Skandal schoß ihn 1986 während der WM aus der Nationalmannschaft; im Supercup-Finale gegen Bayern München streckte er reflexartig Bayern-Torschütze Jürgen Wegmann mit einem Faustschlag nieder und wurde gefeuert; Wechsel zu Eintracht Frankfurt; 1994 kehrte er zum HSV zurück, wechselte nach verlorenem Konkurrenzkampf gegen Richard Golz nach Bielefeld; dort 1997 ausgemustert, Karriere inzwischen beendet; 228 von 485 Spielen bestritt er für den HSV.
Klaus Stürmer bildete mit Uwe Seeler das Traumduo der Oberliga Nord; 1953 kam er vom Eimsbüttler TV zum HSV; 2 Länderspiele; technisch starker Halbstürmer; 1962 verließ er den HSV zum FC Zürich wegen zu niedrigen Gehalts; später bei Young Fellows Zürich, FC Grenchen und FC Winterthur; 158 Oberligaspiele, 114 Tore; Klaus Stürmer verstarb am 1.6.1971 35-jährig an Krebs.
Georg Volkert Der 1.FC Nürnberg und FC Zürich waren die Stationen, bevor er 1971 zum HSV kam; Linksaußen; 12 Länderspiele (6 als HSVer); verwandelte im Pokalsiegerfinale gegen den RSC Anderlecht beim 2:0 einen Elfmeter; 1978 Wechsel zum VfB Stuttgart, 1980 beim 1.FC Nürnberg; Karriereende beim Hummelsbüttler SV und TuS Hoisdorf; später Manager beim FC St. Pauli, ab 1990 beim HSV; 1991 entlassen; Rückkehr 1993 nach Nürnberg; dort Manager; 214 Spiele, 62 Tore.
Jürgen Werner Eigengewächs des HSV; Abwehrspieler; Oberligadebüt 1955 gegen Göttingen; alle großen Erfolge mit Uwe Seeler und Klaus Stürmer; vier Länderspiele, 1 WM-Teilnahme (verletzungsbedingt nicht eingesetzt); 1963 freiwilliges Karriereende: "Profi werde ich nicht!" mit 28 Jahren; studierte Pädagogik, wurde freier Journalist; 1986-1992 Spielausschuß-Vorsitzender des DFB; derzeit stellvertretender Vorsitzender des HSV-Aufsichtsrats; 169 Oberligaspiele, 14 Tore.
Klaus Zaczyk kam 1969 vom 1.FC Nürnberg zum HSV; einer der besten Bundesliga-Mittelfeldspieler; jüngster Lizenzspieler beim Bundesligastart als Spieler des KSC; 1 Länderspiel als KSCler; 1978 Wechsel zu Hessen Kassel, wo er seine Karriere beendete; Europapokalsieger 1977; 262 Spiele, 47 Tore für den HSV.

http://come.to/fuxi 1