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Wanderung 21.09.2003 : Treffpunkt 11:00 Uhr Wuppertal-Oberbarmen Bahnhofshalle

Anfahrt nach Wuppertal-Oberbarmen:

Abfahrt ab Remscheid-Lennep Bhf

 

Wuppertal-Oberbarmen,Bhf - W-Langerfeld - W-Ehrenberg - W-Beyenburg - W-Frielinghausen - RS-Haackenberg - RS-Lennep Altstadt - RS-Lennep Bhf 20,5 km

 

Wir queren vom Bahnhof Oberbarmen über die Fußgängerbrücke die Bahngleise und gehen die nächste Straße links: Jenseits der Rauentalber Bergstraße gehen wir in geradeaus in die Klippe und kommen zur Langerfelder Straße. Diese ein Stück nach links und rechts in die Lippestraße und wieder nach rechts in die Württembergstraße und dann nach links in die Leibuschstraße. Jenseits der Badischen Straße überqueren wir die Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Oberbarmen nach Remscheid. Nach rechts in die Tönniesstraße und dann halblinks bergauf gehts in den Wald. Entlang des Hebbecketal erreichen wir bald die Straße Starenschloss und untergueren auf dieser die Straße Starenschloss. Wir befinden uns jetzt auf dem Bezirkswanderweg Raute 2, welcher von Wuppertal-Langerfeld nach Hagen-Haspe führt. Auf diesem Wanderweg gelangen wir durch Feld und Wald auf den Ehrenberg, der sich als Höhenzug von der Wupper bis in den Süden von Schwelm hinzieht und gleichzeitig das Schwelmetal vom Wuppertal trennt. Durch die exponierte und zu einem Teil landwirtschaftlich genutzte Höhenlage hat man immer wieder weite Blicke auf den Norden von Wuppertal und Schwelm, sowie über die Talstadt im Verlauf von Schwelme und Wupper.. Bald erreichen wir das Dorf Ehrenberg auf der Wuppertaler Seite (nicht verwechseln mit dem ca. 2 km entfernten Dorf Ehrenberg auf der Schwelmer Seite).

Von hier aus halten wir uns an den Wanderweg X7, der von Düsseldorf nach Arnsberg im Sauerland führt. Oberhalb der Ortslage Heusiepen überqueren wir die Stadtgrenze von Schwelm, der Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises, und haben damit auch das Rheinland verlassen und sind in Westfalen. Nun geht es unangenehm steil bergab durch Wald nach Dahlhausen. Ganz unten im Tal der Wupper liegt die Papierfabrik Erfurt und Sohn, in der auch die Rauhfasertapete erfunden wurde. Der Weg verläuft jetzt recht eben talaufwärts, bevor es wieder bergauf nach Weuste geht. Noch ein Stück bergauf und wir erreichen die Landstraße von Schwelm nach Remscheid-Lennep. Die Bezeichnung L527 läßt nicht erkennen, daß es sich früher um eine wichtige Handelsstraße zwischen Köln und Soest, der zeitweise bedeutendsten westfälischen Stadt gehandelt hat.

Blick vom Ennepetaler Wupperufer auf Beyenburg mit KlosterkircheWir gehen die Straße ein Stück talwärts. Nach Durchquerung der sogenannten Porta Westfalica  und kurz vor dem Erreichen der Talstraße und dem Ortseingang von Beyenburg gehen wir in einer Kurve immer noch dem X7 folgend links ab und laufen jetzt wupperaufwärts an Kleinbetrieben entlang. Bald sieht man jenseits der Wupper auf einem kleinen Bergrücken die ehemalige Klosterkirche von Beyenburg. Dazu später mehr-

Nicht mehr lange und wir kommen an eine Brücke über die Wupper. Bevor wir diese überqueren, bietet sich jedoch ein Abstecher zum Bilstein an, einem steil über der Wupper liegenden Bergrücken. Wenn wir diesen Abstecher gehen wollen, so müssen wir nach links steil bergauf dem mit einem Wappen gekennzeichneten Rundweg um die Stadt Ennepetal folgen, auf deren Stadtgebiet wir uns jetzt schon befinden. Der Weg ist zwar anstrengend, aber nach nicht allzulangem Aufstieg können wir auf Ruhebänken den Blick auf die Wupperschleife mit der Klosterkirche geniessen. Auf gleichem Weg oder in einer kleinen Schleife gelangen wir zurück an die Wupperbrücke, die wir jetzt überqueren.

Nun befinden wir uns in der Freiheit Beyenburg in einer engen Wupperschleife auf Wuppertaler Stadtgebiet, nur durch den schmalen Höhenrücken mit dem Rest der Stadt verbunden. Denn jenseits der Wupper ist Schwelm und Ennepetal und damit Westfalen. Selbst der westlich der Wupperschleife gelegene Siedlungsteil von Beyenburg ist von Wuppertal mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem PKW nur über fremdes Stadtgebiet (Schwelm oder Remscheid) erreichbar. Vom westlichsten Ortsteil Wuppertals (Schöller) sind wir jetzt ca. 20 km Luftlinie entfernt und dieser liegt wiederum näher zur Düsseldorfer Altstadt als an Beyenburg.

 

Neben der von 1485-1497 erbauten Klosterkirche mit ihrer recht großen Orgel, einem schönen Blick vom Bilstein über BeyenburgGestühl und einer Kirchenmaus im Altarraum sind vor allem die alten Fachwerk und Schieferhäuser am Obergraben und dem darunter gelegenen Untergraben sehenswert.

Wir verlassen Beyenburg (immer noch auf den Wanderwegen X7 und Rund um Ennepetal befindlich) über eine weitere Wupperbrücke und kommen an den Beyenburger Stausee. Ein schönes Fotomotiv bietet sich mit dem Blick über den See zur Klosterkirche. In einer Verengung des Stausees unterqueren wir  die Landstraße und die ehemaligen Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Oberbarmen nach Radevormwald und gehen weiter dem Stausee entlang. Die jetzt linkerhand liegende Bahnstrecke erreichte im Jahr 1971 traurige Berühmtheit als ca. 2 km südlich von hier ein Sonderzug und ein Güterzug zusammenstießen und von zwei Hauptschulabschlussklassen aus Radevormwald 41 Schüler und 5 Lehrer ums Leben kamen. Als ich damals in Remscheid als Schulkind die Zeitung aufschlug, dauerte es erst eine Weile, bevor ich begriff, dass es sich nicht um ein Unglück in weiter Ferne sondern quasi um die Ecke handelte.

Ab und zu versperren die Heime von Wassersportvereinen den Seeblick. Am Südende des Sees verlassen wir wieder Ennepetaler Stadtgebiet und kommen über die Brücke wieder nach Wuppertal. Nachdem wir erst wieder ein kurzes Stück dem See wupperabwärts folgen, geht es dann an der nächsten Wegeinmündung scharf links wieder wupperaufwärts. Nach einer Weile verlassen wir den Talweg und gehen auf den Wanderwegen X7 und Rund um Wuppertal (W im Kreis) steil bergauf rechts in den Wald hinein. Nun sind wir auf Radevormwalder Stadtgebiet und damit im Oberbergischen Kreis und im Regierungsbezirk Köln, nach dem Regierungsbezirk Düsseldorf und dem Regierungsbezirk Arnsberg der 3. Regierungsbezirk, den wir auf unserer heutigen Wanderung berühren. Wir erreichen die Hofschaft Oberdahl. Der Wanderweg X7 verlässt uns in Richtung Radevormwald-Dahlerau. Ein Abstecher in die drei alten Textilindustrieorte Dahlerau, Vogelsmühle und Dahlhausen wäre zwar lohnend, insbesondere wegen dem Tuchmuseum Wülfing und der ältesten Arbeitersiedlung des Rheinlands aus dem 19. Jahrhundert. Aber dazu fehlt die Zeit und die Strecke würde auch zu lang.

Wir bleiben mit dem W im Kreis auf der Höhe und gelangen teils durch Felder, teils durch Wald in die Wuppertaler Ortschaft Mesenholl. Weiter durch Felder queren wir die Landstraße von Remscheid-Lüttringhausen nach Dahlerau. Durch die Hofschaft In der Hardt oder auch Hardtplätzchen kommen wir nach einer kleinen Anhöhe in den Ort Frielinghausen, dem südlichsten Dorf des Wuppertaler Stadtbezirks Langerfeld-Beyenburg.Altstadt Remscheid-Lennep

 

Wir verlassen den Wuppertaler Rundweg an einer spitzen Wegegabelung scharf nach links. An der nächsten Wegkreuzung geradeaus auf den Wald zu, wo wir den Wilhelmsthaler Bach erreichen. Wir halten uns an den nächsten Wegeinmündungen rechts und gelangen auf dem Röntgenweg, dem Wanderweg Rund um Remscheid (R im Kreis), ins Dorf Halle auf Remscheider Stadtgebiet. Hier an der zweiten Wegekreuzung links ab. Durch Felder kommen wir nach Hackenberg wo wir uns rechts halten. Bald gelangen wir auf die Hackenberger Straße, auf der wir an Hochhäusern vorbei die Ringstraße erreichen. Die Ringstraße (B51) umspannt in einem weiten Bogen den Remscheider Stadtteil Lennep. Wir gehen weiter geradeaus die Hackenberger Straße entlang und kommen nach einer Weile in die Altstadt von Lennep.

Lennep, nach Wipperfürth die älteste Stadt des Bergischen Landes (seit spätestens 1276 und damit Obergericht für die spätere Stadt Düsseldorf) war im Mittelalter Hansestadt und eine der vier bergischen Hauptstädte und auch lange Zeit. Obwohl im Laufe der Jahrhunderte 3-mal abgebrannt ist es im ursprünglichen Zustand wieder aufgebaut worden und umfasst ca. 300 bergische Schiefer- und Fachwerkhäuser in seinem kleinen Rundling von weniger als 500m Durchmesser. Lennep ist Geburtsort von Wilhelm-Conrad Röntgen. Daher hat auch das Deutsche Röntgenmuseum seinen Standort in der Lenneper Altstadt. Insbesondere für Technikfans interessant, da neben alten Geräten auch die Technik der modernen Röntgendiagnostik gezeigt werden.

 

 

 

Pos. Nr.

Ort

Entfer nung/ km

Höhe über NN/ m

Bemerkung

Wanderzeichen

Bahn

Bus/Straßenbahn

1

Wuppertal-Oberbarmen Bhf

0

160

 

 

RE4, RE13, RE7, RB47, RB48, S8, Schwebebahn

602, 608, 616,618, 622, 626, 636, 638, 642,646,

2

Wuppertal-Langerfeld, Langerfelder Straße

1,0

195

 

 

 

604, 606, 608

3

Wuppertal-Ehrenberg, Autobahn

3,1

250

 

 

 

 

4

Wuppertal-Ehrenberg, Dorf

4,6

315

schöne Aussicht

 

 

 

5

Schwelm-Dahlhausen

6,1

200

 

 

 

616, 626

6

Schwelm-Weuste

7,5

230

 

 

 

 

7

Schwelm, Porta Westfalica

8,1

205

Einkehrmöglichkeit 

 

 

 

8

Schwelm, Am Bilstein

9,9

280

schöne Ausssicht

 

 

 

9

Wuppertal-Beyenburg, Klosterkirche

10,5

210

Einkehrmöglichkeit

 

 

616, 626

10

Beyenburger Stausee, Südende

12,0

210

 

 

 

626

11

Radevormwald-Dahlerau, Oberdahl

13,5

305

 

 

 

 

12

Wuppertal-Frielinghausen

16,5

300

Einkehrmöglichkeit

 

 

659

13

Remscheid-Lennep, Hackenberg

18,3

320

 

 

 

655

14

Remscheid-Lennep-Altsstadt

20,4

310

Einkehrmöglichkeit, Fachwerkhäuser

 

 

diverse

15

Remscheid-Lennep, Bahnhof

20,8

335

 

 

RB47

VRS SB36, VRS 336 VRS 671

 

1