STEP BY STEP RHEIN-RUHR
Osterwanderungen im Raum Wuppertal |
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vom 20.4.2000 - 24.4.2000 |
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Treffpunkt jeweils 10:15 Uhr |
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am Haupteingang des Bahnhofs Wuppertal-Oberbarmen |
Alle Wanderungen führen abgesehen
von den Ortskernen zum größten Teil durch Feld und Wald,
entlang von Bächen und auf aussichtsreichen Höhen.
Nachstehend die vorgesehenen Wanderungen (mit Vorbehalt der Änderung)
20.04.00 Gründonnerstag
Wuppertal-Oberbarmen - Ehrenberg -Wuppertal-Beyenburg -Remscheid-Lennep ca. 20 km.
Highlights: der in einer Wupperschleife gelegene Ortskern von Beyenburg mit mittelalterlicher Klosterkirche, der weitgehend erhaltene Altstadtkern von Remscheid-Lennep mit Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen und Röntgenmuseum
- Rückfahrt nach Wuppertal ab Bahnhof Remscheid-Lennep mit Regionalbahn "Der Müngstener"
21.04.00 Karfreitag
[Wuppertal-Barmen] - Sprockhövel-Herzkamp - Elfringhauser Schweiz - Hattingen(Ruhr) - [HAT-Blankenstein - HAT-Kemnade] -ca. 24 km
Highlight: die Altstadt von Hattingen, eventuell der Ortskern von Hattingen-Blankenstein, Burg Blankenstein, Haus Kemnade
Beschreibung
- Anfahrt mit Schwebebahn von W-Oberbarmen bis Alter Markt und zu Fuß los, oder ab Haltestelle Wichlinghauser Straße (5 Minuten Fußweg von Oberbarmen,Bhf) Fahrt mit Buslinie 332 Richtung Hattingen bis Sprockhövel-Herzkamp, Neuamerika
- Wir fahren eventuell bis Sprockhövel-Herzkamp, sonst laufen wir von Barmen aus bergauf zum Nordpar
k und im Zickzack durch die aufgelockerte Bebauung von Nächstebreck, hinter der Wasserscheide zwischen Ruhr und Wupper kommen wir in die Elfringhauser Schweiz, einem der schönsten Erholungsgebiete im märkischen Ruhrgebiet. Ein abwechslungsreicher Weg durch Feld und Wald mit Fernblicken ins und über das zentrale Ruhrgebiet. Zwischendurch ein sehr beliebter Imbißstand mit einem reichhaltigen Angebot von Pommes bis zu Kuchen, alles frisch zubereitet mit Hilfe des aus Windenergie erzeugten Stroms. Später geht es durch waldreiches Gebiet abwärts nach Hattingen. Hier werden wir die einmalige Altstadt von Hattingen eingehend durchschweifen. Es ist neben Remscheid-Lennep eine der wohl besterhaltenen Fachwerkaltstädte nicht nur in Nordrhein-Wesfalen. Im Unterschied zum durch bergisches Schieferfachwerk geprägtem Lennep (dunkelgrau verschieferte Wände, weiße Fensterrahmen, grüne Türen und Fensterläden) spielt in Hattingen schwarz-weißes Fachwerk die Hauptrolle. Bei Interesse können wir auch noch den östlich gelegenen Stadtteil Blankenstein mit Burg aufsuchen und noch weiter zum Haus Kemnade im Altarmbereich der Ruhr.
- Rückfahrt mit Linie CE31 von Haus Kemnade oder Blankenstein nach Hattingen. Buslinie 332 von Hattingen bis Wuppertal-Barmen oder Buslinie 647 bis Wuppertal-Elberfeld
22.04.00 Karsamstag
Wanderung Wülfrath-Düssel - Wuppertal-Schöller - Haan-Gruiten - Neanderthal - Erkrath-Hochdahl - Düsseldorf-Gerresheim ca. 24km
Highlights: die alten Ortskerne von Düssel, Schöller und Gruiten, das Neanderthalmuseum, sofern die Zeit für einen Besuch reicht, der Ausblick von den Höhen südlich von Erkrath auf die Rheinebene und darüber hinaus (bei guter Sicht je nach Position und Blickrichtung über Köln bis zur Eifel oder zum Siebengebirge)
Beschreibung
- Anfahrt mit Schwebebahn ab W-Oberbarmen bis W-Vohwinkel und weiter mit Linie 641 nach Wülfrath-Düssel oder mit Buslinie 601 ab W-Hbf bis Wülfrath-Aprath, Klinik
- Heute verläuft die Wanderung durch das obere und das waldreiche mittlere Düsseltal. Wir gehen vom alten und schönen Dorf Düssel (eventuell auch vorher vom Ort Aprath aus) düsselabwärts nach Hahnenfurth und über Schöller (siehe 1. Tag) nach Gruiten (sprich Grüten). Auch dieses Seit 1975 zu Haan gehörige Dorf weist noch einen großen Anteil der alten Dorfbebauung aus den letzten Jahrhunderten auf und lädt zu einer Pause ein. Von hier geht es nun ins eigentliche Neandertal. So schön das Tal auch in seinem heutigen Zustand ist, seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts hat es durch den Kalkabbau seinen ursprünglich schlucht- und klammartigen Charakter mit bis zu 50 m hohen Felsen verloren. Andererseits wäre ohne den Kalkabbau wahrscheinlich hier nicht der Urmensch gefunden worden. Das Tal ist übrigens nach dem Kirchenliederdichter Neander (Lobet den Herren) benannt, dessen Lieblingsaufenthalt eine der Höhlen im Neandertal war. Nach eventuellem Besuch des Neanderthalmuseums gehen wir aufwärts nach Hochdahl, einer seit 1975 zu Erkrath gehörenden Ortschaft, heute geprägt durch Neubausiedlungen. Nach Überschreiten der Autobahn A3 wird unser Weg sehr aussichtsreich (entgegen der Gehrichtung sehen wir im Hintergrund Solingen, Wuppertal und noch weiter hinten mit gutem Auge Remscheid,.im weiteren Verlauf wird linkerhand die Skyline von Köln und Leverkusen sichtbar, bei klarer Sicht auch das Siebengebirge und die Eifel, etwa in Gehrichtung dampfen in der Ferne die Braunkohlenkraftwerke von Grevenbroich, im Vordergrund sind die Schornsteine der Henkelwerke sichtbar). Zum Schluß kommen wir bergab durch den Wald nach Düsseldorf-Gerresheim, von wo wir mit der S-Bahn nach Wuppertal zurückfahren, wenn wir nicht noch in die Innenstadt von Düsseldorf fahren.
- Rückfahrt nach Wuppertal mit S-Bahnlinie 8 von Düsseldorf-Gerresheim
23.04.00 Ostersonntag
Wuppertal-Barmen - Toelleturm - Gelpetal - Morsbachtal - Müngsten - Solingen-Burg ca. 25 km
Highlights: Ausblick vom Toelleturm über Wuppertal, sofern geöffnet, Industriehistorischer Lehrpfad Gelpetal, Müngstener Brücke, Schloss-Burg, auf der Rückfahrt werden wir teilweise die Schwebebahn benutzen, wenn nicht aufgrund der zur Zeit erfolgenden Erneuerung ein Bauwochenende ansteht, keine Angst, ein so schwerer Unfall mit Todesfolge wird sich in der weiteren Zukunft des wohl sichersten Verkehrsmittel der Welt kaum wiederholen
Beschreibung
- Anfahrt mit Schwebebahn von W-Oberbarmen bis Alter Markt
Wir wandern von Barmen aus durch die Barmer Anlagen hoch in den Barmer Wald. Der durchwanderte Bereich gehört dem Barmer Verschönerungsverein, der damit Deutschlands Verein mit dem größten Waldbesitz ist. Am höchsten Punkt und Siedlungsrand von Lichtenplatz kommen wir zum Toelleturm, der bei schönem Wetter einen Ausblick über die Stadt Wuppertal bietet, aber auch bis weit ins Oberbergische und Niederbergische (z. B. zum Düsseldorfer Fernsehturm) sowie auch zu den Schornsteinen des nördlichen Ruhrgebiet. Weiter geht es nach einen kleinen Abschnitt in der Siedlung Lichtenplatzdurch den Wald der Wuppertaler Südhöhen. Dies ist hier jedoch nicht der Grenzbereich zu den Nachbarstädten, sondern die Abgrenzung zu den auf der Höhe gelegenen südlichen Stadtvierteln. Nachdem wir im Wald die Oberbergische Straße überquert und später die Ronsdorfer Straße unterquert haben, kommen wir zur Siedlung Freudenberg, die wir aufwärts hinter uns bringen.
Nach Überquerung der Freudenberger Straße und der Stadtautobahn geht es abwärts ins Gelpetal, einem Tal, in dem vom 17. bis zum Beginn des 20. Jahrhundert mit Hilfe der Wasserkraft Werkzeuge hergestellt wurden. Immer wieder weisen Informationstafeln auf frühere, leider in der Zeit der modernistischen 60-er und 70-er Jahre oft zerstörte Schleifkotten und Hammerwerke hin. Die Gelpe hat trotz der geringen Länge von ca. 5-6 km etwas kurioses: sie berührt 6 der 8 ehemaligen Städte, die seit 1929 die Städte Remscheid und Wuppertal bilden: W-Barmen, W-Cronenberg, W-Elberfeld, W-Ronsdorf, RS-Altremscheid, RS-Lüttringhausen.
Am Ende des Gelpetals können wir vielleicht im Remscheider Ortsteil Clemenshammer den Steffenshammer besichtigen, einer Dependence des Deutschen Werkzeugmuseum in Remscheid-Hasten. Weiter gehts am Morsbach entlang, der eine ähnliche industrielle Geschichte hinter sich hat wie die Gelpe. Der Morsbach ist ab der Ortslage Hasteraue bis zur Mündung Grenzbach zwischen Wuppertal-Cronenberg und Remscheid-Altremscheid. Über einen längeren Zeitraum halten wir uns in etwa am Bach, mal ein Stück oberhalb, mal auf gleicher Höhe.
Dann gehts hoch auf den Sudberg, dem südlichsten Ortsteil von W-Cronenberg und Wuppertal überhaupt. Der Sudberg schiebt sich wie eine Zunge weit zwischen die Städte Solingen und Remscheid, als wollte Wuppertal um jeden Preis verhindern, das diese Städte allzunah zusammenkommen. Kurz durch diesen ländlich wirkenden Ortsteil und dann abwärts zum Zusammenfluss von Wupper und Morsbach.
Hier, wo heute eine Schnellstraße, eine Bundesstraße, die Morsbachtalstraße und die Zufahrt zur Müngstener Brücke zusammen treffen, stand noch in meiner Kindheit das Drei-Städte-Dorf Müngsten, das östlich der Wupper und nördlich des Morsbach zu Wuppertal und südlich des Morsbach zu Remscheid .und westlich der Wupper zu Solingen gehörte. Auch wir verlassen jetzt Wuppertal, kommen über den Morsbach nach Remscheid und über die Wupper nach Solingen. Wir kommen an einem alten Industriegebäude aus dem Jahr 1649 vorbei und sehen bald die imposante Eisenbahnbrücke von Müngsten (früher auch Kaiser-Wilhelm-Brücke). Diese 500 m lange und 107 m hohe Brücke wurde 1897 für den Verkehr freigegeben. Ihr Bau hat weltweites Aufsehen erregt. Es ist der erste Freivorbau (von beiden Seiten aufeinander zu) einer Brücke überhaupt, ursprünglich Europas höchste Brücke und heute noch Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke. Durch den Bau wurde der Schienenweg zwischen Solingen und Remscheid von 44 km auf 9 km verkürzt.
Weiter der Wupper entlang, mal unten, mal oben, quasi ausschliesslich durch Wald kommen wir zum Wiesenkotten, an dem wir auf die andere Seite wechseln und nach kurzer Zeit erreichen wir die ersten Häuser von Unterburg. Von hier können wir auch schon hoch oben das Schloss erblicken.
Am Eschbach erreichen wir den alten Kern von Unterburg und können uns entscheiden, ob wir über die Wupper zur Talstation des Sesselliftes gehenoder den etwas mühsameren, aber auch in 10 Minuten zu bewältigenden Fußweg zum Ortsteil Oberburg mit dem Schloss nehmen.
Das Schloss, die ehemalige Residenz der Grafen und Herzöge von Berg ist nicht in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten, sondern quasi aus den Ruinen der im 19. Jahrhundert weitgehend verfallenen Burg nach historischen Grundrissen wieder neu errichtet worden. Das im Schloss befindliche Bergische Museum bietet sowohl einen Überblick über die Bergische Geschichte, als auch über die frühere Wohnkultur im Bergischen Land. Ausserdem sind mehrere Apothekeneinrichtungen weitgehend original ausgestellt.
Wir gehen den bereits bekannten Weg nach Unterburg zurück und kommen auf der anderen Seite der Wupper zur O-Bushaltestelle. Noch ein Kuriosum: Hier befindet sich Deutschlands einzige Omnibusdrehscheibe. Der von Solingen bzw. Vohwinkel kommende Oberleitungsbus wird an dieser Endhaltestelle bei abgesenktem Stromabnehmer gedreht, da kein ausreichender Platz für ein normales Wendemanöver vorhanden ist.
- Rückfahrt ab Haltestelle Burg,Wupperbrücke mit dem Oberleitungsbus Linie 683 bis Vohwinkel,Schwebebahn und weiter mit der Schwebebahn nach Elberfeld oder Barmen.
24.04.00 Ostermontag
Wuppertal-Oberbarmen - Murmelbachtal - Toelleturm - Hahnerberg - Zoo ca. 16 km.
Diese Wanderung verläuft zentral durch den südlichen Waldgürtel. Nirgendwo sind wir dort weiter als 3 km von der Talstadt (Bahnlinie) entfernt, so das für jemanden, der früher nach Hause möchte, ein vorzeitiger Abbruch möglich ist.
Bei Rückfragen unter Email: Step by Step Rhein-Ruhr (Gerold) melden.
Letzte Änderung am Mittwoch, 29. März 2000 durch Gerold
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