STEP BY STEP RHEIN-RUHR

Wanderung 18.03.2001

Treffpunkt 11:05 Duisburg Hbf (Ausgang Neudorfer Straße)

 


Anreise:


Wanderstrecke: Duisburg Hbf - DU-Innenhafen - DU-Obermeiderich - DU, Landschaftspark Nord - Schloss Oberhausen - OB-Centro (Wanderzeichen XE (Emscherparkwanderweg))

Duisburg Hbf 0 km - DU-Altstadt, Innenhafen 1,7 km - DU-Duissern, Ruhrbrücke Emmericher Straße 4,5 km - Oberhausen-Alstaden, Ruhrwiesen 6,5 km - Duisburg-Obermeiderich, Rhein-Herne-Kanal 8,5 km - DU-Obermeiderich, Landschaftspark Nord 12 km - Oberhausen-Lirich, Westfriedhof 14,5 km - OB-Buschhausen -17 km - Schloss Oberhausen-19 km - Oberhausen-Centro 20,5 km


Die Wanderstrecke: Vom Duisburger Hauptbahnhof führt der Wanderweg über die tiefgelegte A59 hinweg durch die Fußgängerzone am schönen Rathaus vorbei zum Innenhafen - ein Blick nach links zur Schwanentorbrücke (Hubbrücke) ist nicht verkehrt - und durrch die sehenswerte Speicherstadt.

Wohl keine andere deutsche Stadt im Binnenland hat eine so ausgeprägte Hafenatmosphäre wie Duisburg. Wenn man bedenkt, das der Güterumschlag der Duisburger Hafenanlagen zeitweise sogar den Hamburger Hafen übertraf, obwohl die Hafenfläche der gesamten Duisburger Häfen viel kleiner ist. Lange Zeit war Duisburg der größte Binnenhafen der Welt, bevor Duluth am Oberen See ihm den Rang streitig machte. Das Duisburg heute erneut der größte Binnenhafen der Welt ist, liegt daran, das Duluth nicht mehr als Binnenhafen sondern Seehafen gilt, weil auch große Ozeanriesen bis dort kommen. Aber auch in Duisburg ankern Überseeschiffe, wenn auch in geringerem Umfang.

Nach Unterquerung der A59 und mehreren Gleisen der Hafenbahn kommen wir durch eine Grünanlage an Sportplätzen vorbei zur Meidericher Straße, der wir nach links unter der A40 her zur Ruhrbrücke folgen. Nach Unterquerung der Güterbahnstrecke Duisburg - Oberhausen-West und der A2/A3 kommen wir in die Ruhrwiesen, die bei Hochwasser großflächig überflutet werden. Nach einem kurzen Abstecher auf Oberhausener Stadtgebiet kommen wir zurück nach Duisburg. Erneut unterqueren wir die A2/A3 und queren die Obermeidericher Straße. Am ehemaligen Bahnhof Duisburg-Dümpten unterqueren wir die ehemalige Personenzugstrecke Duisburg-Ruhrort - Mülheim-Styrum und kurz danach erneut die Bahnstrecke Duisburg - Oberhausen-West. Nun erreichen wir den Rhein-Herne-Kanal und folgen ihm ein Stück nach rechts, erst am Südostufer, dann am Nordwestufer entlang. Hinter der Ruhrorter Straße verlassen wir den Kanal und kommen hinter der Siedlung Hagenshof auf eine Halde. Bald danach queren wir die Neumühler Straße und kommen in den Landschaftspark Nord.

Auf diesem 2 km² großen Gelände haben wir die Gelegenheit, ehemalige Hochofenanlagen zu erkunden und auch besteigen. Wie keine andere Stadt in Deutschland wurde Duisburg - ehemals die Stadt der 1000 Feuer - von der Stahlerzeugung geprägt. Früher wurden in Duisburg 80 % des Rohstahls im Ruhrgebiet und 50 % der deutschen Rohstahlproduktion erzeugt. Nun, wie alle wissen hat die Stahlkrise der Bedeutung Deutschlands in der Stahlerzeugung deutlich gemindert und Duisburg deutlich gebeutelt, nur wenige Hochöfen im Norden und Süden der Stadt sind geblieben. Aber immer noch sieht man auch vom Düsseldorfer Norden aus am immer wieder sich in der Ferne rot färbenden Himmel, das gerade ein Hochofenabstich stattfindet. Kaum vorstellbar, das Menschen sich dabei in unmittelbarer Nähe der Gluthitze aufhalten.

Nach dem Abstecher in den Landschaftspark Nord überqueren wir erneut an anderer Stelle die Neumühler Straße. Durch einen Wald und am Rande einer Neubausiedlung entlang kommen wir wieder unter der A2/A3 her zum Rhein-Herne-Kanal und dann in den Oberhausener Westfriedhof. Danach gehts zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscherschnellweg (A42) entlang, immer wieder unter den Kanal querenden Brücken durch. Über eine Fußgängerbrücke kommen wir auf die Südseite des Kanals und nach Unterquerung der Eisenbahnstrecke Oberhausen - Arnhe(i)m erreichen wir den Kaisergarten mit seinem weitläufigem Tiergehege. Hinter dem Schloss Oberhausen unterqueren wir die Sterkrader Straße und gehen wieder am Rhein-Herne-Kanal entlang. Unmittelbar südlich erhebt sich der mit 112 m Höhe und 68 m Durchmessern größte Gasometer Europas. Da er für seine ursprüngliche Nutzung nicht mehr benötigt wird, hat man ihn zu einer Ausstellungshalle und einem Aussichtspunkt umfunktioniert. Nach Unterquerung mehrerer Eisenbahnbrücken verlassen wir den Emscherparkwanderweg und kommen unter einer weiteren Eisenbahnbrücke hindurch zum Centro, wo wir sicherlich was passendes zur Einkehr finden werden.

Das Centro oder die Neue Mitte Oberhausen ist auf einem kleinen Teil des ehemals 4 km² großen Geländes der Gutehoffnungshütte (GHH) errichtet worden. Neben dem wohl größten Einkaufszentrum Europas ist hier eine große Gastronomiemeile sowie ein kleiner Freizeitpark mit Fahrgeschäften entstanden. Gegenüber den ursprünglichen Planungen, die neben viel mehr Geschäften auch viel mehr Freizeiteinrichtungen vorsah, ist es wohl deutlich verkleinert worden. Die anderen Ruhrgebietsstädte und vor allem die Stadt Düsseldorf (aber der unabhängig von der politischen Einfärbung immer ziemlich arrogante Stadtrat von Düsseldorf gönnt ja eh anderen Städten nichts, was Düsseldorf nicht in mindestens gleicher Größe hat) hatten erhebliche Bedenken, sicherlich zu recht.

 


Abreise: Alle 2-5 Minuten verkehrt sonntags eine der Straßenbahnen und Cityexpressbusse zum Oberhausener Hauptbahnhof. Mindestens halbstündlich sind alle Oberhausener Ortsteile und die Nachbarstädte Mülheim, Bottrop, Essen-Borbeck, Gladbeck und Gelsenkirchen per Bus oder Straßenbahn ans Centro angebunden.


letzte Änderung am 29.01.01 durch Gerold

 


 

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