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Wanderung 20.07.2003 10:40 Treffpunkt Iserlohn Bhf
Iserlohn - Iserlohner Stadtwald (Danzturm) - Hemer - Hemer Felsenmeer - Hemer-Deilinghofeen - Balver Wald - Balve 21 km
Anreise nach Iserlohn:
Rückfahrt ab Balve:
In Fröndenberg besteht Anschluss an Züge nach Schwerte - Hagen, Unna, Arnsberg - Meschede - Brilon - Warburg - Kassel
Wegbeschreibung
Die Wanderung führt uns vom Iserlohner Bahnhof nach kurzer Zeit bergauf in den Iserlohner Stadtwald, wo wir auf dem Danzturm die Aussicht über Iserlohn geniessen können. Iserlohn war wie der Name schon sagt ein wichtiges Zentrum der Eisenverarbeitung, wobei der zweite Teil des Namens nicht von Lohn, sondern von Lohe kommt. Bis 1975 war die jetzt knapp 100.000 Einwohner zählende Stadt sowohl kreisfreie Stadt als auch Sitz des Landkreises Iserlohn, heute ist es nur noch die mit Abstand größte Stadt des von Lüdenscheid aus regierten Märkischen Kreises
Vom Danzturm weiter durch den Iserlohner Stadtwald, bis wir nach einigen Kilometern bergab nach Hemer-Westig kommen. Hier geht es leider einige Zeit durch die Stadt, bevor wir an der Heinrichshöhle das Felsenmeer erreichen. Dies ist die größte Kaarsterscheinung nördlich der Alpen. Irgendwann hat das Wasser den Kalkstein unterirdisch so durchlöchert, dass alles ineinanderbrach und eine Mischung von größeren und kleineren Steinen übrigblieb.
Vom Felsenmeer gelangen wir bergauf nach Deilinghofen, das bis in die 70ger Jahre selbständig war und eine bekannte Sportmannschaft hatte. Von hier geht es steil bergauf in und auf den Balver Wald, denn nicht nur der Wald hat diesen Namen, sondern auch der höchste Berg ist. Von hier geht es dann zwangsläufig bergab nach Balve im Hönnetal. Auch Balve ist bekannt für seine Eisenverarbeitung. Nicht zuletzt Mime, der Schmied aus der Siegfriedsage war in Balova beheimatet. Heutet ist Balve eher durch seine Höhle bekannt, in der auch schon mal Kulturveranstaltungen stattfinden.
Unsere Rückfahrt erfolgt von Balve mit der Hönnetalbahn, die glücklicherweise erhalten geblieben ist, obwohl man schon in den 70ger-Jahren die Stillegung plante. Der anderen Strecke in diesem Raum, nämlich die Verbindung Menden - Iserlohn hatte nicht so viel Glück, obwohl diese eigentlich in einem verstädterten Bereich verlief. Das Hönnetal selbt ist teilweise sehr schluchtartig, obwohl auch hier der Kalkabbau der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke seine Spuren hinterlassen hat.
Angesichts des Namen Hönne bietet sich an, mal einen kleinen Ausflug in die Namensgebung der Ruhrnebenflüsse zu nehmen:
Links der Ruhr: Neger, Elpe, Henne, Wenne, Röhr, Hönne, Lenne, Volme (mit Ennepe), rechts der Ruhr ist nur ein einziger wichtiger: die Möhne. Bis auf die Neger und Röhr enden also alle wichtigen Nebenflüsse der Ruhr auf e und vier Nebenflüsse klingen sehr ähnlich.