STEP BY STEP RHEIN-RUHR
Treffpunkt 11:00 Uhr vorm Bahnhof Essen-Werden (S6)
Abfahrt ab Essen-Hbf 10:48 Uhr - Essen-Werden 10:59 an (S6 Richtung Köln)
Abfahrt ab Köln-Hbf 9:37 - Leverkusen-Mitte 9:57 - Langenfeld 10:07 - D-Benrath 10:16 - Düsseldorf Hbf 10:30 - D-Rath 10:42 - Ratingen-Ost 10:47 - Essen-Werden 11:01 an (S6 Richtung Essen)
Wanderstrecke: Essen-Werden - Stauwehr Baldeney 2
km - Wolfsbachtal 4 km - Haus Schuir 6 km - Ruthertal 7 km -
Meisenburgstraße (Grenze Mülheim) 9 km - Rossenbecktal 11 km -
MH-Flughafen 13 km -Rumbachtal 14 km - Witthausbusch 17 km -
Ruhrtal (Fußgängerbrücke) 19 km - Wasserbahnhof 20 km - MH-Hbf
(Markierung zeitweise Raute 4) ca. 22 km
Werden ist ein kirchengeschichtlich sehr interessanter Ort:
ehemalige Abteikirche, jetzt Propsteikirche St. Ludgerus (Jahr 799)
mit Grabkammer des Heiligen Ludgerus, Schatzkammer der ehemaligen
Reichsabtei Werden, einem der bedeutendsten Kirchenstaaten durch
das Mittelalter hindurch. Welcher deutsche Kleinstaat, wie Werden
es war, hat schon 1000 Jahre als nur Gott, dem Kaiser und dem
Papst untertan erlebt. Von dem vor der Säkularisation
vorhandenen mehr als 10000 historische Schriften umfassenden
Bestand aus in Werden geschriebener (z. B. der Heliand) und
untergebrachter Literatur (Codex Argenteus, heute wertvollster
Schatz der Universitätsbibliothek in Uppsala) ist nicht mehr
viel vorhanden. Zahlreiche Orte im weiten Umkreis sind in den
WerdenerHeberegistern zum 1. Mal urkundlich erwähnt worden.
Zeitweise soll die Abtei Werden der größte Grundbesitzer im
Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen sein,
zeitweise aber auch das reinste Tollhaus, so dass den Werdener Mönchen
und Äbten von Hildegard von Bingen die Leviten gelesen wurden.(Wer
weiss, was da vielleicht auch in homosexueller Hinsicht abging??)
Die Ludgerusprozession wird bereits seit dem 13. Jahrhundert
durchgeführt und ist damit die älteste Prozession in
Deutschland (weit älter als die allgemein übliche
Fronleichnamsprozession).
Die Pfarrkirche St. Lucius in der nördlichen Werdener Altstadt
gilt als älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen
Nach Besichtigung der Altstadt von Werden mit dem ehemals
schmalsten Haus Deutschlands (ca. 1,5 m breit, heute nur noch als
Fassade erhalten) gehen wir entlang der Ruhr und über den
Stauwehr des Baldeneysee, dem mit 2,62 km² größten Ruhrstausee.
Hoch darüber thront die Villa Hügel als ehemalige Residenz der
Familie Krupp. Links erreichen wir bald die Bredeneyer Straße,
auf der wir nach rechts die Eisenbahn überqueren. Dann links in
den Heissiwald, wo wir unser Wanderzeichen Raute 4 erreichen (nach
rechts halten). Durch das Wildgehege kommen wir bald zum
Wolfsbach, dem wir eine Weile aufwärts folgen, bevor wir nach
links steiler bergauf durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet
kommen. Nach rechts entlang der Wallneyer Straße, dann wieder
links (oberhalb liegen die Gebäude des Wetteramt Essen und der
Landesanstalt für Immissions- und Bodennutzungsschutz). Bald
erreichen wir Haus Schuir, früher Sommerresidenz der Werdener Äbte.
Jenseits des Schuirwegs ins Ruthertal und wieder aufwärts zur
Meisenburgstraße. Hier liegt der höchste Punkt der Wanderung (man
kann bei gutem Wetter nach Duisburg und auch weit auf die andere
Rheinseite sehen), ausserdem verlassen wir hier das Essener
Stadtgebiet. Über den Roßkothenweg kommen wir ins Rossenbecktal.
An einigen schönen Höfen vorbei und dann wieder aufwärts
erreichen wir nach einiger Zeit die Begrenzung des Flughafen
Essen-Mülheim, vor dem Krieg der nach Köln bedeutendste
Flughafen in NRW (vor Düsseldorf !!!), heute ist die Schliessung
geplant. Etliche private Flugzeuge sind sichtbar und die grüne
Traglufthalle der Zeppelinwerft. Hinter der Lilienthalstraße
kommen wir ins liebliche Rumbachtal. Dem Bach folgen wir einige
Kilometer, dann gehts kurzzeitig etwas städtischer zu. Nach Überquerung
der Zeppelinstraße gehen wir durch den Witthausbusch mit
Wildpark und Kleinzoo. Auf einer Brücke queren wir die B1 und
erreichen bald den Bismarckturm auf dem Kahlenberg. Nach kurzer
Zeit gehts steil bergab zur Ruhr, die hier durch mehrere Inseln
geteilt ist. Über eine Brücke, dann rechts auf einer der Inseln
kommen wir zu einer Schleuse mit Wasserkraftwerk. Dann gehts nach
rechts über einen der Teilarme der Ruhr zum Wasserbahnhof, der
Anlegestelle der weissen Flotte der Stadt Mülheim. Weiter
entlang der Ruhr gehts zur Schlossbrücke, an der mit Stadtbad,
Stadthalle und RWW-Verwaltung an drei Ecken repräsentative Gebäude
liegen.Auch Rathaus und Schloss Broich sind nicht weit. Durch die
Fußgängerzone und das Forum (großes Einkaufszentrum) erreichen
wir den Mülheimer Hauptbahnhof. Rückfahrt mit Stadtbahnlinie U18
oder S1/S3/RE1 nach Essen-Hbf
letzte Änderung am 18.02.00 durch Gerold