STEP BY STEP RHEIN-RUHR

Wanderung 20.02.2000

Treffpunkt 11:00 Uhr vorm Bahnhof Essen-Werden (S6)

Abfahrt ab Essen-Hbf 10:48 Uhr - Essen-Werden 10:59 an (S6 Richtung Köln)

Abfahrt ab Köln-Hbf 9:37 - Leverkusen-Mitte 9:57 - Langenfeld 10:07 - D-Benrath 10:16 - Düsseldorf Hbf 10:30 - D-Rath 10:42 - Ratingen-Ost 10:47 - Essen-Werden 11:01 an (S6 Richtung Essen)

Wanderstrecke: Essen-Werden - Stauwehr Baldeney 2 km - Wolfsbachtal 4 km - Haus Schuir 6 km - Ruthertal 7 km - Meisenburgstraße (Grenze Mülheim) 9 km - Rossenbecktal 11 km - MH-Flughafen 13 km -Rumbachtal 14 km - Witthausbusch 17 km - Ruhrtal (Fußgängerbrücke) 19 km - Wasserbahnhof 20 km - MH-Hbf (Markierung zeitweise Raute 4) ca. 22 km

Werden ist ein kirchengeschichtlich sehr interessanter Ort: ehemalige Abteikirche, jetzt Das Ruhrtal bei Essen-WerdenPropsteikirche St. Ludgerus (Jahr 799) mit Grabkammer des Heiligen Ludgerus, Schatzkammer der ehemaligen Reichsabtei Werden, einem der bedeutendsten Kirchenstaaten durch das Mittelalter hindurch. Welcher deutsche Kleinstaat, wie Werden es war, hat schon 1000 Jahre als nur Gott, dem Kaiser und dem Papst untertan erlebt. Von dem vor der Säkularisation vorhandenen mehr als 10000 historische Schriften umfassenden Bestand aus in Werden geschriebener (z. B. der Heliand) und untergebrachter Literatur (Codex Argenteus, heute wertvollster Schatz der Universitätsbibliothek in Uppsala) ist nicht mehr viel vorhanden. Zahlreiche Orte im weiten Umkreis sind in den WerdenerHeberegistern zum 1. Mal urkundlich erwähnt worden. Zeitweise soll die Abtei Werden der größte Grundbesitzer im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen sein, zeitweise aber auch das reinste Tollhaus, so dass den Werdener Mönchen und Äbten von Hildegard von Bingen die Leviten gelesen wurden.(Wer weiss, was da vielleicht auch in homosexueller Hinsicht abging??) Die Ludgerusprozession wird bereits seit dem 13. Jahrhundert durchgeführt und ist damit die älteste Prozession in Deutschland (weit älter als die allgemein übliche Fronleichnamsprozession).
Die Pfarrkirche St. Lucius in der nördlichen Werdener Altstadt gilt als älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen

Nach Besichtigung der Altstadt von Werden mit dem ehemals schmalsten Haus Deutschlands (ca. 1,5 m breit, heute nur noch als Fassade erhalten) gehen wir entlang der Ruhr und über den Stauwehr des Baldeneysee, dem mit 2,62 km² größten Ruhrstausee. Hoch darüber thront die Villa Hügel als ehemalige Residenz der Familie Krupp. Links erreichen wir bald die Bredeneyer Straße, auf der wir nach rechts die Eisenbahn überqueren. Dann links in den Heissiwald, wo wir unser Wanderzeichen Raute 4 erreichen (nach rechts halten). Durch das Wildgehege kommen wir bald zum Wolfsbach, dem wir eine Weile aufwärts folgen, bevor wir nach links steiler bergauf durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet kommen. Nach rechts entlang der Wallneyer Straße, dann wieder links (oberhalb liegen die Gebäude des Wetteramt Essen und der Landesanstalt für Immissions- und Bodennutzungsschutz). Bald erreichen wir Haus Schuir, früher Sommerresidenz der Werdener Äbte. Jenseits des Schuirwegs ins Ruthertal und wieder aufwärts zur Meisenburgstraße. Hier liegt der höchste Punkt der Wanderung (man kann bei gutem Wetter nach Duisburg und auch weit auf die andere Rheinseite sehen), ausserdem verlassen wir hier das Essener Stadtgebiet. Über den Roßkothenweg kommen wir ins Rossenbecktal. An einigen schönen Höfen vorbei und dann wieder aufwärts erreichen wir nach einiger Zeit die Begrenzung des Flughafen Essen-Mülheim, vor dem Krieg der nach Köln bedeutendste Flughafen in NRW (vor Düsseldorf !!!), heute ist die Schliessung geplant. Etliche private Flugzeuge sind sichtbar und die grüne Traglufthalle der Zeppelinwerft. Hinter der Lilienthalstraße kommen wir ins liebliche Rumbachtal. Dem Bach folgen wir einige Kilometer, dann gehts kurzzeitig etwas städtischer zu. Nach Überquerung der Zeppelinstraße gehen wir durch den Witthausbusch mit Wildpark und Kleinzoo. Auf einer Brücke queren wir die B1 und erreichen bald den Bismarckturm auf dem Kahlenberg. Nach kurzer Zeit gehts steil bergab zur Ruhr, die hier durch mehrere Inseln geteilt ist. Über eine Brücke, dann rechts auf einer der Inseln kommen wir zu einer Schleuse mit Wasserkraftwerk. Dann gehts nach rechts über einen der Teilarme der Ruhr zum Wasserbahnhof, der Anlegestelle der weissen Flotte der Stadt Mülheim. Weiter entlang der Ruhr gehts zur Schlossbrücke, an der mit Stadtbad, Stadthalle und RWW-Verwaltung an drei Ecken repräsentative Gebäude liegen.Auch Rathaus und Schloss Broich sind nicht weit. Durch die Fußgängerzone und das Forum (großes Einkaufszentrum) erreichen wir den Mülheimer Hauptbahnhof. Rückfahrt mit Stadtbahnlinie U18 oder S1/S3/RE1 nach Essen-Hbf

 

letzte Änderung am 18.02.00 durch Gerold

 


 

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