Treffpunkt 11:05 Uhr Bahnhof
(Essen-)Kettwig-Stausee (S6)
E-Kettwig (Stausee) – Heiligenhaus-Isenbügel
– Rinderbachtal – Hlg.-Hetterscheidt – Velbert-Süd – Velbert-Neviges 19 km
Anreise:
· S6 Essen-Hbf 10:48 - E-Süd 10:51 - E-Stadtwald 10:53 -- E-Werden 10:59 - (E-)Kettwig 11:01 – (E-) Kettwig-Stausee 11:04
· S6 Köln-Hbf 9:37 ab -- Leverkusen-Mitte 9:57 -- Langenfeld 10:07 -- D-Benrath 10:16 -- D-Hbf 10:30 -- D-Derendorf 10:36 -- D-Rath 10:42 - Ratingen-Ost 10:47 - Rat.-Hösel 10-51 - (E-)Kettwig Stausee 10:54 an
Die Wanderung führt uns vom
S-Bahnhof-Stausee unter der Ruhrbrücke der S-Bahn durch zu einer recht
unübersichtlichen Straßengabelung, die wir mit Vorsicht überqueren müssen. Dann
die steil bergauf führende Straße (ohne Bürgersteig) ein Stück entlang und am
ersten Haus nach links in den Wald. Es geht hier recht steil bergauf und wir
müssen uns nach oben halten, auch wenn es fast so aussieht, als wäre da ein
Zaun der keinen Durchlass gewährt. Bald erreichen wir die Laupendahler
Siedlung, dem südlichsten Zipfel von Essen, etwa 20 km Luftlinie vom
nördlichsten Punkt in Essen-Karnap entfernt. Bei klarer Sicht lohnt sich ein
kurzer Abstecher nach rechts zur Gartenterasse der Gaststätte Seeblick, um den
Blick auf den Kettwiger Stausee und die Altstadt zu werfen. Etwas weiter in der
Ferne sieht man die 2 km lange Ruhrtalbrücke. Auch die Patienten und Besucher
der orthopädischen Fachklinik
Rhein-Ruhr genießen an Sommertagen gerne diese Aussicht.
Ansonsten gehen wir mit dem
X17 und N bergauf weiter, jetzt wieder an der Landstraße durch die Laupendahler
Siedlung und haben dann bald den Heiligenhäuser Stadtteil Isenbügel oder auch
Laupendahl. Es ist schon eigenartig, hier zieht sich die Stadtgrenze
Essen/Heiligenhaus quer durch eine zusammenhängende Siedlung, die durch Wald
sowohl von Essen-Kettwig als auch von Heiligenhaus getrennt ist.
Von der Langenbügeler Straße
wandern wir nach rechts in die Straße Isenbügeler Kopf. Wir gehen noch ein
kurzes Stück bergauf und dann geht es langsam bergab ins Rinderbachtal. Bei
klarer Sicht können wir in der Ferne die Wolken der Braunkohlenkraftwerke von
Grevenbroich sehen, wahre Landmarken, denn ihre Rauchwolken sieht man bei
wolkenlosem Himmel von Aussichtstürmen und Hochhäusern im Ruhrgebiet, von
Mönchengladbach, von den Höhen Wuppertals
und von der Deutzer Brücke mitten in Köln.
Im Tal angekommen gehen wir
einige Kilometer das hier weitgehend siedlungsfreie Rinderbachtal oder auch
Vogelsangbachtal aufwärts. Der von Velbert nach Essen-Kettwig fließende
Rinderbach ist der letzte nennenswerte von links in die Ruhr einmündende Bach
vor ihrer Mündung in den Rhein. Auch wenn dieser Bach recht friedlich wirkt,
vor etwa einem Jahrzehnt hat er in einem Gewitterschauer vier Schulkinder in
den Tod gerissen, die unter einer Brücke Schutz gesucht hatten.
An der Abtskücher Straße
kommen wir in die Ortschaft Abtsküche. Eine alte Dorfschule zeugt von einer
gewissen Geschichtlichkeit des Ortes, dessen Namen auf die ehemalige
Sommerresidenz der Werdener Äbte zurückzuführen ist. Der große Teich weist eine
ausgeprägte Kolonie von Nutria auf, die auch nicht die Nähe der Menschen
scheuen.
Weiter geht’s noch ein Stück
das Rinderbachtal entlang, dann gehen wir rechts aufwärts bis zur ehemaligen
Eisenbahn Kettwig – Heiligenhaus – Velbert – Wülfrath – Wuppertal-Vohwinkel. Nicht
viel ist übrig geblieben, ein großer Viadukt am Herminghauspark in Velbert
steht aber unter Denkmalschutz.
Nach Überquerung der
Eisenbahn und Unterquerung der Autobahn kommen wir in den Velberter Westen.
Etwa einen Kilometer müssen wir jetzl
durch Wohnstraßen gehen, bevor wir ein Stück jenseits der B227 wieder ins Grüne
kommen. Die B227 ist auch in etwa die Wasserscheide zwischen Rinderbach und
Anger(bach) oder zwischen Ruhr und Rhein.
Wir wandern in etwa auch an der
Nordkante der größten Kalksteinbrüche Europas entlang. Ganz kurz kommen wir
auch durch den nördlichsten Zipfel Wülfraths, dem Sitz der Rheinischen
Kalkwerke. Jenseits der Mettmanner Straße kommen wir kurz durch ein Wohngebiet
der südlichen Velberter Innenstadt zum Ortsteil Schlagbaum an der ehemaligen
B224. Hier erreichen wir wieder die ehemalige Eisenbahnstrecke treffen wir
wieder, nur das sie Velbert-Mitte in einem nördlichen und östlichen Bogen
umrundet, während wir es westlich und südlich umgangen haben. Zu Velbert ist
noch zu sagen, das es die Stadt der Schlösser ist, nicht der, in denen man
wohnt, sondern mit denen man seine Wohnung verschliesst.. Wie fast alle
bergischen Städte hat auch Velbert sich früher auf die Herstellung eines
bestimmten Produktes beschränkt, dafür aber mit so hoher Qualität und Menge,
das man fast sicher sein konnte, das zumindest in jedem deutschen Haushalt ein
Produkt aus jeder dieser Städte existierte. In Velbert sollen in manchen Jahren
mehr als 40 Prozent aller weltweit industriell gefertigten Schlösser
hergestellt worden sein. Durch die Eingemeindung der Städte Langenberg und
Neviges wurde es 1975 die mit 97.000 Einwohnern mit Abstand größte Stadt des
Kreises Mettmann. Heute muss es sich mit ca. 90.000 Einwohnern um diesen Rang
mit Ratingen streiten.
Jenseits der ehemaligen
B224, - der Wasserscheide zwischen Anger und Hardenberger Bach, zwischen Rhein
und Ruhr kommen wir bergab unter der B224N durch. Noch kurz einen Bachlauf
abwärts und dann geht es nach rechts bergauf am Naturfreundehaus Tönisheide
vorbei zur Kuhlendahler Straße. Durch ein Waldgelände geht es wieder abwärts
ins Hardenberger Bachtal, dem wir dann nach rechts folgen. Jenseits der
Bahnstrecke Essen-Steele – Langenberg – Neviges – Wuppertal-Vohwinkel liegt Schloss
Hardenberg, dessen Herrschergeschlecht für einige Zeit die Geschichte des
Langenberger und Nevigeser Raum bestimmte.
Nur noch einen Kilometer und
wir haben unser Ziel Velbert-Neviges erreicht. Über die Bauweise der
modernen Wallfahrtskirche des früher bedeutenden Wallfahrtsortes lässt sich
streiten, sicherlich hat der Architekt Böhm sich hier ein Denkmal gesetzt. Von
der Grundfläche soll die Kirche sogar größer sein als der Kölner Dom und die
Zeltform einer komplett aus Beton hergestellten Kirche hat auch etwas
Besonderes an sich, aber als schön kann man sie nicht unbedingt ansehen.
Der eine oder andere hat
wahrscheinlich noch Bedarf nach einer Einkehr, die in der kleinen, aber recht
netten Altstadt von Neviges sicherlich
kein Problem darstellt, na ja, wir sind ja die Schwierigkeiten gewohnt,
zwischen 14 und 18 Uhr ein Esslokal zu finden.
Abreise:
Ab Neviges Markt:
Bus 627 bis 18:40 stündlich (dann stündlich um 31 bis 20:31)
Velbert-Neviges Markt 40 – Wuppertal-Dönberg,Kirche 57 – Wuppertal-Raukamp 04 –
Wuppertal-Barmen, Alter Markt 17
Bus 647 bis 20:08 halbstündlich (dann stündlich um 52):
Velbert-Neviges Markt 08/38 – VEL-Langenberg Markt 19/49 – VEL-Nierenhof,Bbf 29/59 – Hattingen-Mitte
44/14
Bus 647 bis 19:26 halbstündlich: Velbert-Neviges Markt 26/56
– Wuppertal, Grenze Jagdhaus 36/06 – Wuppertal-Elberfeld, Karlsplatz 46/16 –
Wuppertal Hbf 50/20
Bus 649 bis 0:22 halbstündlich: Velbert-Neviges Markt 22/52
– VEL-Tönisheide, Auf der Drenk 28/58 (umsteigen möglich nach
Wülfrath/Mettmann) – VEL, Christuskirche 38/08 (umsteigen nach Essen)
Bus 649 bis 0:19 halbstündlich: Velbert-Neviges Markt 22/52
– Wuppertal, Grenze Jagdhaus 34/04 – Wuppertal-Elberfeld, Robert-Daum-Platz
45/15 – Wuppertal Hbf 49/19
Ab Neviges Bhf (2
Minuten zu Fuß vom Markt)
RB49 (niederbergische Bahn) bis 23:39 stündlich Neviges, Bhf
39 – Wuppertal-Vohwinkel 51 – Wuppertal Hbf 57
RB49 (niederbergische Bahn) bis 23:21 stündlich Neviges, Bhf
21 – Langenberg 26 – Nierenhof 30 – Essen-Kupferdreh 35 – E-Holthausen 39 –
E-Überruhr 41 – E-Steele 45 – Essen Hbf 51
Ort |
Entfernung/km |
Höhe über
NN/m |
Bemerkung |
Wanderzeichen |
Bahn |
Bus |
Bhf
Essen-Kettwig-Stausee |
0 |
53 |
Start |
|
S6 |
772 |
Essen-Kettwig,
Fachklinik Rhein-Ruhr |
1,2 |
137 |
Schöne
Aussicht auf Kettwig mit dem Ruhrstausee |
X17, N |
|
|
Heiligenhaus-Isenbügel Langenbügeler,
Ecke Isenbügeler Straße |
2,4 |
152 |
|
N |
|
765, 772 |
Heiligenhaus,
Rossdelle |
4,3 |
97 |
|
N |
|
|
Heiligenhaus,
Herberg |
5,7 |
119 |
|
N |
|
|
Heiligenhaus-Hetterscheidt,
Abtsküche |
6,7 |
126 |
Teich mit
Nutria |
N |
|
765 |
Heiligenhaus-Hetterscheidt, Querung
alte Eisenbahn |
8,8 |
215 |
|
N |
|
|
Velbert-West,
Querung B227 |
9,7 |
241 |
|
N |
|
132,770,771 |
Velbert-West,
Kostenberg |
11,1 |
179 |
|
N |
|
|
Velbert-Süd,
Mettmanner Str. |
13,2 |
255 |
|
N |
|
|
Velbert-Süd,
Schlagbaum B224 |
14,3 |
247 |
|
N |
|
149,746 |
Velbert-Tönisheide,
Naturfreundehaus |
16,2 |
200 |
|
N, X29 |
|
|
Velbert-Neviges,
Schloss Hardenberg |
17,3 |
145 |
Schlossanlage
mit Museum |
X29 |
|
|
Velbert-Neviges |
18,0 |
150 |
Alte
Wallfahrts-kirche Neue
Wallfahrtskirche, Ortskern |
X29 |
RB49 |
627,647,649 |