STEP BY STEP RHEIN-RUHR

Wanderung 16.12.2001

Treffpunkt 11:05 Uhr Bahnhof (Essen-)Kettwig-Stausee (S6)

 E-Kettwig (Stausee) – Heiligenhaus-Isenbügel – Rinderbachtal – Hlg.-Hetterscheidt – Velbert-Süd – Velbert-Neviges 19 km


Anreise:

·         S6 Essen-Hbf 10:48 - E-Süd 10:51 - E-Stadtwald 10:53 -- E-Werden 10:59 - (E-)Kettwig 11:01 – (E-) Kettwig-Stausee 11:04

·         S6 Köln-Hbf 9:37 ab -- Leverkusen-Mitte 9:57 -- Langenfeld 10:07 -- D-Benrath 10:16 -- D-Hbf 10:30 -- D-Derendorf 10:36 -- D-Rath 10:42 - Ratingen-Ost 10:47 - Rat.-Hösel 10-51 - (E-)Kettwig Stausee 10:54 an


Die Wanderung führt uns vom S-Bahnhof-Stausee unter der Ruhrbrücke der S-Bahn durch zu einer recht unübersichtlichen Straßengabelung, die wir mit Vorsicht überqueren müssen. Dann die steil bergauf führende Straße (ohne Bürgersteig) ein Stück entlang und am ersten Haus nach links in den Wald. Es geht hier recht steil bergauf und wir müssen uns nach oben halten, auch wenn es fast so aussieht, als wäre da ein Zaun der keinen Durchlass gewährt. Bald erreichen wir die Laupendahler Siedlung, dem südlichsten Zipfel von Essen, etwa 20 km Luftlinie vom nördlichsten Punkt in Essen-Karnap entfernt. Bei klarer Sicht lohnt sich ein kurzer Abstecher nach rechts zur Gartenterasse der Gaststätte Seeblick, um den Blick auf den Kettwiger Stausee und die Altstadt zu werfen. Etwas weiter in der Ferne sieht man die 2 km lange Ruhrtalbrücke. Auch die Patienten und Besucher der orthopädischen  Fachklinik Rhein-Ruhr genießen an Sommertagen gerne diese Aussicht.

 

Ansonsten gehen wir mit dem X17 und N bergauf weiter, jetzt wieder an der Landstraße durch die Laupendahler Siedlung und haben dann bald den Heiligenhäuser Stadtteil Isenbügel oder auch Laupendahl. Es ist schon eigenartig, hier zieht sich die Stadtgrenze Essen/Heiligenhaus quer durch eine zusammenhängende Siedlung, die durch Wald sowohl von Essen-Kettwig als auch von Heiligenhaus getrennt ist.

 

Von der Langenbügeler Straße wandern wir nach rechts in die Straße Isenbügeler Kopf. Wir gehen noch ein kurzes Stück bergauf und dann geht es langsam bergab ins Rinderbachtal. Bei klarer Sicht können wir in der Ferne die Wolken der Braunkohlenkraftwerke von Grevenbroich sehen, wahre Landmarken, denn ihre Rauchwolken sieht man bei wolkenlosem Himmel von Aussichtstürmen und Hochhäusern im Ruhrgebiet, von Mönchengladbach, von den Höhen Wuppertals  und von der Deutzer Brücke mitten in Köln.

 

Im Tal angekommen gehen wir einige Kilometer das hier weitgehend siedlungsfreie Rinderbachtal oder auch Vogelsangbachtal aufwärts. Der von Velbert nach Essen-Kettwig fließende Rinderbach ist der letzte nennenswerte von links in die Ruhr einmündende Bach vor ihrer Mündung in den Rhein. Auch wenn dieser Bach recht friedlich wirkt, vor etwa einem Jahrzehnt hat er in einem Gewitterschauer vier Schulkinder in den Tod gerissen, die unter einer Brücke Schutz gesucht hatten.

 

An der Abtskücher Straße kommen wir in die Ortschaft Abtsküche. Eine alte Dorfschule zeugt von einer gewissen Geschichtlichkeit des Ortes, dessen Namen auf die ehemalige Sommerresidenz der Werdener Äbte zurückzuführen ist. Der große Teich weist eine ausgeprägte Kolonie von Nutria auf, die auch nicht die Nähe der Menschen scheuen.

 

Weiter geht’s noch ein Stück das Rinderbachtal entlang, dann gehen wir rechts aufwärts bis zur ehemaligen Eisenbahn Kettwig – Heiligenhaus – Velbert – Wülfrath – Wuppertal-Vohwinkel. Nicht viel ist übrig geblieben, ein großer Viadukt am Herminghauspark in Velbert steht aber unter Denkmalschutz.

 

Nach Überquerung der Eisenbahn und Unterquerung der Autobahn kommen wir in den Velberter Westen. Etwa einen Kilometer müssen wir  jetzl durch Wohnstraßen gehen, bevor wir ein Stück jenseits der B227 wieder ins Grüne kommen. Die B227 ist auch in etwa die Wasserscheide zwischen Rinderbach und Anger(bach) oder zwischen Ruhr und Rhein.

 

Wir wandern in etwa auch an der Nordkante der größten Kalksteinbrüche Europas entlang. Ganz kurz kommen wir auch durch den nördlichsten Zipfel Wülfraths, dem Sitz der Rheinischen Kalkwerke. Jenseits der Mettmanner Straße kommen wir kurz durch ein Wohngebiet der südlichen Velberter Innenstadt zum Ortsteil Schlagbaum an der ehemaligen B224. Hier erreichen wir wieder die ehemalige Eisenbahnstrecke treffen wir wieder, nur das sie Velbert-Mitte in einem nördlichen und östlichen Bogen umrundet, während wir es westlich und südlich umgangen haben. Zu Velbert ist noch zu sagen, das es die Stadt der Schlösser ist, nicht der, in denen man wohnt, sondern mit denen man seine Wohnung verschliesst.. Wie fast alle bergischen Städte hat auch Velbert sich früher auf die Herstellung eines bestimmten Produktes beschränkt, dafür aber mit so hoher Qualität und Menge, das man fast sicher sein konnte, das zumindest in jedem deutschen Haushalt ein Produkt aus jeder dieser Städte existierte. In Velbert sollen in manchen Jahren mehr als 40 Prozent aller weltweit industriell gefertigten Schlösser hergestellt worden sein. Durch die Eingemeindung der Städte Langenberg und Neviges wurde es 1975 die mit 97.000 Einwohnern mit Abstand größte Stadt des Kreises Mettmann. Heute muss es sich mit ca. 90.000 Einwohnern um diesen Rang mit Ratingen streiten.

 

Jenseits der ehemaligen B224, - der Wasserscheide zwischen Anger und Hardenberger Bach, zwischen Rhein und Ruhr kommen wir bergab unter der B224N durch. Noch kurz einen Bachlauf abwärts und dann geht es nach rechts bergauf am Naturfreundehaus Tönisheide vorbei zur Kuhlendahler Straße. Durch ein Waldgelände geht es wieder abwärts ins Hardenberger Bachtal, dem wir dann nach rechts folgen. Jenseits der Bahnstrecke Essen-Steele – Langenberg – Neviges – Wuppertal-Vohwinkel liegt Schloss Hardenberg, dessen Herrschergeschlecht für einige Zeit die Geschichte des Langenberger und Nevigeser Raum bestimmte.

 

Nur noch einen Kilometer und wir haben unser Ziel Velbert-Neviges erreicht. Über die Bauweise der modernen Wallfahrtskirche des früher bedeutenden Wallfahrtsortes lässt sich streiten, sicherlich hat der Architekt Böhm sich hier ein Denkmal gesetzt. Von der Grundfläche soll die Kirche sogar größer sein als der Kölner Dom und die Zeltform einer komplett aus Beton hergestellten Kirche hat auch etwas Besonderes an sich, aber als schön kann man sie nicht unbedingt ansehen.

 

Der eine oder andere hat wahrscheinlich noch Bedarf nach einer Einkehr, die in der kleinen, aber recht netten Altstadt von  Neviges sicherlich kein Problem darstellt, na ja, wir sind ja die Schwierigkeiten gewohnt, zwischen 14 und 18 Uhr ein Esslokal zu finden.

 


Abreise:

 

Ab Neviges Markt:

 

Bus 627 bis 18:40 stündlich (dann stündlich um 31 bis 20:31) Velbert-Neviges Markt 40 – Wuppertal-Dönberg,Kirche 57 – Wuppertal-Raukamp 04 – Wuppertal-Barmen, Alter Markt 17

Bus 647 bis 20:08 halbstündlich (dann stündlich um 52): Velbert-Neviges Markt 08/38 – VEL-Langenberg Markt 19/49 –  VEL-Nierenhof,Bbf 29/59 – Hattingen-Mitte 44/14

Bus 647 bis 19:26 halbstündlich: Velbert-Neviges Markt 26/56 – Wuppertal, Grenze Jagdhaus 36/06 – Wuppertal-Elberfeld, Karlsplatz 46/16 – Wuppertal Hbf 50/20

Bus 649 bis 0:22 halbstündlich: Velbert-Neviges Markt 22/52 – VEL-Tönisheide, Auf der Drenk 28/58 (umsteigen möglich nach Wülfrath/Mettmann) – VEL, Christuskirche 38/08 (umsteigen nach Essen)

Bus 649 bis 0:19 halbstündlich: Velbert-Neviges Markt 22/52 – Wuppertal, Grenze Jagdhaus 34/04 – Wuppertal-Elberfeld, Robert-Daum-Platz 45/15 – Wuppertal Hbf 49/19

 

Ab Neviges  Bhf (2 Minuten zu Fuß vom Markt)

 

RB49 (niederbergische Bahn) bis 23:39 stündlich Neviges, Bhf 39 – Wuppertal-Vohwinkel 51 – Wuppertal Hbf 57

RB49 (niederbergische Bahn) bis 23:21 stündlich Neviges, Bhf 21 – Langenberg 26 – Nierenhof 30 – Essen-Kupferdreh 35 – E-Holthausen 39 – E-Überruhr 41 – E-Steele 45 – Essen Hbf 51

 


Streckenübersicht

 

 

Ort

Entfernung/km

Höhe über NN/m

Bemerkung

Wanderzeichen

Bahn

Bus

Bhf Essen-Kettwig-Stausee

0

53

Start

 

S6

772

Essen-Kettwig, Fachklinik Rhein-Ruhr

1,2

137

Schöne Aussicht auf Kettwig mit dem Ruhrstausee

X17, N

 

 

Heiligenhaus-Isenbügel

Langenbügeler, Ecke Isenbügeler Straße

2,4

152

 

N

 

765, 772

Heiligenhaus, Rossdelle

4,3

97

 

N

 

 

Heiligenhaus, Herberg

5,7

119

 

N

 

 

Heiligenhaus-Hetterscheidt, Abtsküche

6,7

126

Teich mit Nutria

N

 

765

Heiligenhaus-Hetterscheidt,

Querung alte Eisenbahn

8,8

215

 

N

 

 

Velbert-West, Querung B227

9,7

241

 

N

 

132,770,771

Velbert-West, Kostenberg

11,1

179

 

N

 

 

Velbert-Süd, Mettmanner Str.

13,2

255

 

N

 

 

Velbert-Süd, Schlagbaum B224

14,3

247

 

N

 

149,746

Velbert-Tönisheide, Naturfreundehaus

16,2

200

 

N, X29

 

 

Velbert-Neviges, Schloss Hardenberg

17,3

145

Schlossanlage mit Museum

X29

 

 

Velbert-Neviges

18,0

150

Alte Wallfahrts-kirche

Neue Wallfahrtskirche,

Ortskern

X29

RB49

627,647,649

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1