STEP BY STEP RHEIN-RUHR

Wanderung 17.12.2000

Treffpunkt: Essen-Altenessen, Bhf (RE3 und S2) vorm Bhf-Eingang 10:55 Uhr


Anreise:


Wanderung Essen-Altenessen - E-Karnap - Schloss Wittringen - Gladbeck-West Bhf

(zeitweise Markierung des Sauerländischen Gebirgsverein: <)

Essen-Altenessen,Bhf 0 km - E-Katernberg,Zollvereinstr. 3,2 km - E-Altenessen-Nord,Schurenbachhalde 6 km - E-Karnap, Friedhof 8,5 km - E-Karnap, Stinneshalde 10 km - Gladbeck, Halde 19 11,5 km - Gladbeck, Essener Str. 14,1 km - Schloss Wittringen 16,7 km - Gladbeck-West,Bhf 18,7 km


Heute geht es durch die Emscherregion, die in besonderem Maße das Schmuddelimage des Ruhrgebiets gepflegt hat. Hier liegen die meisten Arbeiterviertel, hier lagen die meisten Industrieanlagen und Bergwerke. Dennoch war und in besonderem Maße ist dieses Gebiet nicht so monoton zugebaut, wie es viele andere Großstadtregionen sind. Landwirtschaft, insbesondere Weidewirtschaft und Industrie waren im Ruhrgebiet nie ein Widerspruch, sondern bildeten eine kontrastreiche Mischung. Die mittlerweile zum großen Teil begrünten Abraumhalden und der Natur überlassenen Industriebrachen sind eine wichtige Wohnumfeldverbesserung. Allerdings riecht es im Haldenbereich oft noch leicht nach Schwefel. Um einem weiteren Vorurteil vorzubeugen: Das Ruhrgebiet ist eine natürliche im Süden vom Rheinischen Schiefergebirge, im Norden von der Eiszeit geprägte Hügellandschaft: Nur hier im ehemaligen Urstromtal der Emscher - dem neben dem vom Niederrhein geprägten westlichen Ruhrgebiet einzig flachen Teil - bilden Halden die künstlichen Hügel.

Vom Bahnhof Essen-Altenessen gehen wir nach Unterquerung der Bahnstrecke die Altenessener Straße ein Stück Richtung Zentrum Altenessen und gehen dann rechts durch den Palmbuschweg und die Köln-Mindener-Straße, ein kurzes Stück nach links durch die Josef-Hoeren-Straße. Nun geht es nach wieder rechts und später links durch ein Waldgebiet zur Zollvereinstraße. Nachdem wir diese überquert haben gehts in den Plänkenweg und dann nach rechts entlang dem Rand von mit erstaunlich viel Grün durchsetzten Nachkriegsarbeitersiedlungen. Unter einer Eisenbahnbrücke gehts nach links und dann eine Weile fast zurück durch ländliches Gebiet mit Pferdekoppeln zur Emscherstraße, die wir überqueren.Ein kurzes Stück später nach rechts durch eine Grünanlage bis zur Unterführung der Emscherstraße unter dem Emscherschnellweg, dessen Autoverkehr zumindest wochentags für eine erhebliche Lärmbelästigung sorgt. Leider werden Naherholungsgebiete nicht mit dem gleichen Auffwand vor Verkehrslärm geschützt wie Wohngebiete, so das einen hinter der Unterführung der Verkehrslärm voll umbrandet. Wir kommen zur Schurenbachhalde, von deren Höhe wir einen ersten Blick über das Ruhrgebiet haben. Kurze Zeit nach dem Abstieg überqueren wir den Rhein-Herne-Kanal und eine Weile später auch die Emscher. Wir erreichen Essen-Karnap, den nördlichsten und einzigen nördlich des Rhein-Herne-Kanal und Emscher gelegenen Ortsteil von Essen. Der Arbeiterstadtteil wird im Nordwesten von der Firma Oberlandglas (früher Ruhrglas) und im Südwesten durch ein RWE-Kraftwerk bestimmt. Karnap grenzt im Westen an Bottrop-Welheim, im Norden an Gladbeck-Brauck und im Osten an Gelsenkirchen-Horst.

Nach Durchquerung des Ortteils auf ruhigen Siedlungsstraßen überqueren wir die Karnaper Straße und steigen auf die Stinneshalde. Auch von hier geht der Blick übers Ruhrgebiet. Ein kurzer Abstieg und Aufstieg und wir sind auf der Halde 19, die bereits zum Stadtgebiet von Gladbeck gehört. Nach Überquerung der Brauckstraße geht es am Fuß der Mottbruchhalden entlang. Bald erreichen wir das kleine Flüßchen Boye, das die Stadt Bottrop von Gladbeck und Essen-Karnap trennt. Später überqueren wir die Essener Straße (B224) und gehen entlang der ländlichen Straße Kösheide. Immer noch ländlich gehts nach rechts durch die Ellinghorster Straße über die lärmverbreitende Autobahn Oberhausen - Hannover (A2). Sobald wir den Gladbecker Stadtwald erreichen, halten wir uns rechts und gelangen zum Wasserschloss Wittringen.

Etwas ungewöhnlich ist das Ehrenmal im Zentrum der Parkanlage, denn hier wurde die aufsehenerregende und bei der CDU/CSU umstrittene Rede des Bundespräsidenten Weizsäcker zum 8. Mai in Metall eingraviert. Dies war ja die erste offizielle Rede, in der auch die Homosexuellen als Opfer des Naziregimes gewürdigt wurden. Das Schloss beinhaltet ein Museum, ein Restaurant und Aussenfolieren.

Noch ein kurzer Weg zur Bushaltestelle Jahnstadion, wo wir die Buslinie 189 nach Essen nehmen können. Der längere Weg zum Bahnhof Gladbeck-West lohnt sich nur für Leute aus dem Münsterland, denn nach Essen ist der Bus schneller.


letzte Änderung am 20.12.00 durch Gerold

 


 

 

Click Here!

1