Erlebnisbericht: Totale Sonnenfinsternis am 11.8.1999 in Rheinstetten-Forchheim

Schon seit 1980 wartete ich sehnsüchtig auf den Tag an dem in Deutschland eine Sonnenfinsternis zu sehen sein würde. Damals kam es mir vor, daß die bevorstehenden 19 Jahre viel zu langsam vergehen würden und ich dann schon das biblische Alter von 27 Jahren erreicht haben würde. Nun war es soweit und die letzten 19 Jahre kamen mir fast wie ein Witz vor. Schon damals war klar, daß ich in die Kernschattenregion reisen würde und das hatte sich auch nie geändert. So stand also schon vor ein paar Wochen für mich fest, daß auf jeden Fall am 10.8.99 für mich eine langersehnte Reise beginnen würde Richtung Süden!
Mir war klar, daß ich nicht der einzige sein würde, der mit dem Auto fahren würde und so entschloß ich mich schon einen Tag vorher zu fahren, um den Super-Staus zu entgehen. Blieb also nur die Frage, wohin!? Zunächst schaute ich, welche Orte im Bereich des Kernschattens lagen, wie die Wetterprognosen und Statistische Sonnenwahrscheinlichkeiten für die Orte waren und ob ich da in der Gegend Übernachtungsmöglichkeiten hätte. Nachdem mein erstes Reiseziel Püttlingen leider ausfallen musste, da Claudia zu der Zeit nicht zu Hause in Püttlingen war, entschied ich mich für ein Fleckchen irgendwo südlich von Karlsruhe, da mir hier die Wahrscheinlichkeit auf schönes Wetter am günstigsten schien. Dummerweise war zu diesem Zeitpunkt der Planung schon kein einziger Zeltplatz in dem Bereich mehr frei, und ich gab mich dem Gedanken hin, allein zu fahren und im Auto zu nächtigen!
Wenig später wurde mir aber klar, daß eine Fahrt allein bis dahin a) ziemlich teuer und b) extrem langweilig werden würde. Also begab ich mich auf die Suche nach Freunden, die ebenfalls SoFi-Anhänger waren ... die meisten mussten allerdings arbeiten, und Mareike, die ich am liebsten mitgenommen hätte, war eine Woche vorher noch ziemlich unschlüssig, so daß ich, als ich Gelegenheit hatte 2 sichere Mitfahrer und einen noch aus Gießen mitzunehmen natürlich gleich zugriff, um die Kosten zu senken. Leider war es dann so, daß Mareike wohl gern mitgekommen wäre, es ihr aber mit 5 Leuten im Auto zu eng geworden wäre, was ich wahrlich nachvollziehen kann, und ich kann nur im Nachhinein sagen: Hätte ich bloß Mareike mitgenommen und stattdessen nicht in Gießen gehalten ... das wäre eine 1000%ige Aufwertung der Reise gewesen, wobei ich sagen muß, daß Ingo (aus Gießen) trotzdem ein netter Kerl ist.
Also, los ging es nach einer schon ziemlich kurzen Nacht am 10.8.1999 um 9Uhr morgens ... das Auto war mit den wichtigsten Sachen befüllt, und so machten Tanja, Hilde und ich uns auf den Weg nach Karlsruhe, bzw irgendeinem kleinen Kaff südlich davon, wo wir irgendwo unsere Zelte aufschlagen wollten. Auf dem Weg dorthin schien uns die Natur mit aller Gewalt von unserer Reise abzubringen, bzw. uns die Laune zu vermiesen, es war kalt, dunkel und es schüttete aus Eimern und leise Zweifel keimten auf, ob das wohl was werden würde. Schon allein die Fahrt bis nach Gießen wurde mir als Fahrer und Nichtraucher nicht gerade leichtgemacht von meinen zwei jugendlichen Mitfahrern ... es wurde ohne Rücksicht auf Verluste gequalmt, genörgelt, wenn das Fenster auch nur eine Sekunde länger als nötig auf war, an der Musik wurde rumgemäkelt und alle 2 Rastplätze musste eine Pinkelpause eingelegt werden. Nunja, schon nach 2 Stunden Fahrt wurden Tanja und Hilde vom Arschkrebs befallen und dies wurde auch des öfteren lautstark kundgetan ... ich kann mich nicht erinnern, daß sich einer auch nur einmal nach meinem Befinden erkundigt hat, geschweige denn sich überhaupt Gedanken darum gemacht hat. Und während sich die beiden mit Alkohol betäubten, wurde mir noch vorgeworfen, daß ich es als Fahrer doch viel einfacher und bequemer hätte, da ich ja wenigstens was zu tun hätte. Aber trotz all dieser "Nettigkeiten" waren die beiden mir als Mitfahrer ganz lieb.
Bei Gießen verließen wir dann kurz die Autobahn um in Watzenborn-Steinbach (der Ort heißt wirklich so) Ingo abzuholen, den Hilde und Tanja auf der Love-Parade kennengelernt hatten, und der UNBEDINGT mitsollte (was ich im Nachhinein als ziemlich mies erachte). Also kurz Ingo und seine Klamotten eingeladen (zu diesem Zeitpunkt wurde es wirklich eng im Auto) und wieder auf die Autobahn Richtung Süden. Nach insgesamt etwa 6,5 Stunden Autofahrt verließen wir die Autobahn bei Karlsruhe-Süd und ich steuerte erstmal das nächste Kaff an, um dort was zum Grillen einzukaufen und weiter zu planen, wo wir denn nun bleiben sollten, und ausserdem hatte sich der schönste Sonnenschein ausgebreitet und bruzzelte uns gut durch, so daß der Gedanke aufkam noch einen Badesee aufzusuchen ... aber erstmal einen finden. Der erste Wermutstropfen der Autobahnfahrt zeigte sich schon während der Fahrt ab Gießen: die offensichtliche Ablehnung von Hilde gegenüber Ingo, der sich darauf keinen Reim machen konnte und krampfhaft versuchte die Gründe dafür herauszufinden. Dummerweise resultierte das in einem nicht enden wollenden Redeschwall, dem Hilde stets mit Schweigen oder nichtssagenden Floskeln erwiderte. Auffällig war auch ihre plötzliche Begeisterung/Interesse an anderen Männern ... so hörte man während der Fahrt dann öfters:"Hast Du den Typ gesehen ... der sah ja wohl göttlich aus". Überflüssig zu erwähnen, daß Ingo's Laune ziemlich dem Nullpunkt entgegen ging. Naja ... zurück zur Reise ... wir kamen dann also in Durmersheim an und fanden sogar einen Supermarkt, wo es dann auch das erstemal war, das Ingo seinen Frust an einem Baum abreagieren musste, was ihm einen blutigen Finger bescherte.
Während des Einkaufens kam mir die gloriose Idee doch mal Eingeborene dieses Dorfes nach einem Badesee zu befragen und es zeigte sich, daß es ein paar Kilometer nördlich tatsächlich einen brauchbaren Baggersee geben sollte. Also nix wie los, denn es war wirklich ziemlich warm und die Sonne brannte und wir alles freuten uns nach dieser Autofahrt auf eine Ganzkörper Erfrischung. Nur ein paar Minuten später fanden wir auch schon den Parkplatz und der Baggersee entpuppte sich als wahres Goldstück, ein blaugrünlich schimmernder See mit ausladenden Wiesen und wirklich extrem genialer Wassertemperatur, von schätzungsweise 25°C!!!! Zu dumm nur, daß keiner an Badeklamotten gedacht hatte, aber das störte dann auch keinen mehr, also ab ins Wasser, und es war der göttlichste Augenblick, den ich diesen Tag hatte ... vergessen der Fahr-Streß, die Hitze und alle anderen Sorgen! Die anderen waren ebenso begeistert und der See wurde als Übernachtungszeltplatz auserkoren, da die Möglichkeiten dort einfach ideal waren und auch für den nächsten Tag optimale Bedingungen fürs SoFi-Beobachten bot! Die Schilder "Zelten und Campieren verboten" überlasen wir großzügig und planten das Zelt erst in der Dämmerung aufzustellen. Nachdem alle Zelt- und Grillsachen zum vorgesehenen "Zeltplatz" geschleppt wurden, wurde auch flugs mit dem Aufbau begonnen, denn dunkle Wolken kündigten sich an, und die ersten Tropfen fielen schon. So wurden hastig die Zelte in Rekordzeit aufgestellt und alles vor dem Regen in Sicherheit gebracht, als plötzlich 4 grüne Gestalten über die Wiese kamen, genau auf uns und ein paar andere Zelte zu ... war ja klar was kommen musste ... Zelten verboten, Zelte abbauen und weg hieß es da. Die Polizisten waren zwar wirklich nett und auch verständnisvoll, aber die Anweisungen von oben an sie waren klar, denn es war eine Beschwerde über Leute eingegangen, die hier am Zelten waren. Das waren aber, wie sich herausstellte, ein paar polnische Vollidioten, die sich unseren Zorn schon zuzogen als sie sich im See mit Shampoo die Haare wuschen und nur beleidigende Gesten und debiles Grinsen für uns überhatten. Diese Aktion war es auch die wohl jemanden bewog die Polizei zu rufen, die dann natürlich alle gerade anwesenden Camper zum abbauen bewegen musste! Unterschwellig wurden wir aber von den Polizisten informiert, daß sie wieder fahren würden, wenn wir abgebaut hätten, und was wir dann machen würden wäre unsere Sache. Also alles wieder raus aus dem Zelt, Zelt abgebaut und Richtung Auto bewegen ... Dummerweise öffnete der Himmel in diesem Augenblick seine Schleusen, was zu Folge hatte, daß viele der Sachen naß wurden! Jedenfalls war die Polizei dann auch weg und wir suchten uns einen anderen "Zeltplatz" schön zwischen Schilf und Gebüsch, wo man uns kaum sehen konnte. Mittlerweile war es aber dunkel geworden und es ist wirklich spannend ein Zelt im dunkeln aufzubauen, aber es ging ohne Probleme! Danach hieß es nur noch Grill anheizen und Luftmatratzen aufpusten.
Geschafft von der Autofahrt und anderen Strapazen krabbelten wir recht früh, so gegen 0 Uhr in die Zelte, wo ich relativ erholsamen Schlaf hatte ... jedenfalls bis etwa 4 Uhr, als ich von lautstarken Gesprächen aus dem Nachbarzelt wachwurde, wo Ingo nun mit Nachdruck versuchte den Grund für Hildes abweisende Haltung herauszufinden, die jedoch hüllte sich in Schweigen und es kam dann soweit daß er wutentbrannt seine Sachen packte, um nach Hause zu gehen ... naja, sind ja bloß 200km. Es dauerte jedoch nicht lange, da kam er wieder, verprügelte einen Baum, was ihm noch mehr kaputte Hände bescherte und entschloß sich die Nacht im Freien vor unseren Zelten zu verbringen! Mir blieb dann für den Rest der Nacht immer nur noch Minutenschlaf, bis ich dann so kurz nach 8 Uhr aufgestanden bin, um geschockt festzustellen, daß der Himmel bedeckt mit dunklen Wolken war, aber wir gaben die Hoffnung nicht auf, daß irgendwo ein paar Wolkenlücken zur richtigen Zeit auftauchen würden ...
Im Laufe der Nacht hatten sich rund um den Baggersee mehr Leute mit zelten angesiedelt und es herrschte rege Betriebsamkeit. Während Tanja und Hilde sich auf den Weg machten die anderen Leute zu inspizieren bauten wir die Zelte ab und es zeigten sich währenddessen die ersten Sonnenstrahlen ... Freude keimte auf, aber noch immer waren viel zu viele Wolken am Himmel und immer wieder verschwand die Sonne hinter einer dicken Wolke. Nachdem wir gegen 10 Uhr die letzen Sachen im Auto verstaut hatten, bewaffneten wir uns mit einer großen Liegedecke, frischen Klamotten und natürlich allem Gerät zur SoFi-Beobachtung und plazierten uns auf 48°57,84' Nord und 8°19,82' Ost (siehe Kreuz im Bild) um zunächst einmal noch ein paar Runden im Wasser zu planschen, was wieder einmal herrlich war, und dann der SoFi entgegenzufiebern. Noch immer sah es durchwachsen aus, doch es zeigte sich der Trend zu größeren Wolkenlücken und während wir uns dann auf der Decke trocknen liessen, war ringsherum schon alles voller Menschen, Partyzelte waren aufgebaut und es sah fast wie ein Volksfest aus ... überall lagen die Menschen auf ihren Decken, Kameras reckten sich auf Stativen der Sonne entgegen und alle fragten sich, wann es wohl losgehen würde. Um etwa 11.40 Uhr, als die Sonne nach längerer Abwesenheit wieder zum Vorschein kam, und Tanja zufällig mal mit der Brille zur Sonne schaute, und erschreckt sagte:"Ich glaub es geht schon los!". Panisch griffen alle zu ihren Sonnenschutzbrillen und tatsächlich war schon ein Teil der Sonne vom Mond angeknabbert. Hektisch bemühte ich mich die Videokamera aufs Stativ zu bekommen und in den richtigen Winkel zu kriegen ... dachte ich doch ich hätte noch etwas Zeit bis es losging. Dann musste ich noch in MacGyver-Manier die Schweißschutzgläser vor der Kameraoptik mit Tape befestigen, aber es klappte erstaunlich gut und ich machte die ersten Aufnahmen gegen 12.10Uhr, als es wieder freie Sicht gab. Immer wieder zogen leichte Wolken vor die Sonne und alle mutmaßten, ob zum richtigen Zeitpunkt auch freie Sicht sein würde ... dazu wurde geschaut, woher die Wolken kommen, und da waren tatsächlich größere Lücken aber auch einige dickere Wolken ... würden wir Glück haben? Nun schien es so, als würde die Zeit nur so schleichen, Minute um Minute verging und meine Nervosität wuchs an. Bei jeder vorbeiziehenden Wolke leichtes Fluchen über dem ganzen Platz. Es wurden die ersten Fotos geschossen, und die Sonnensichel wurde immer kleiner ... die letzten 10 Minuten bis zur Totalität ließ ich die Kamera einfach laufen und es war wirklich spannend diese Schauspiel zu beobachten. Langsam, ganz langsam begann es kühler zu werden und die Umgebung wurde in ein merkwürdiges Licht getaucht, es sah wirklich unheimlich aus, und ich wünschte ich hätte noch eine zweite Videokamera. Um 12.31 Uhr war es dann soweit, mit einem letzten Funkeln verabschiedete sich die Sonne und Jubel brandete über den ganzen Platz, denn es sah so aufregend, seltsam, wunderbar aus, die schwarze Sonne mit hellem Strahlenkranz. Sterne funkelten am Himmel und diese 2 Minuten kamen mir so phantastisch, unwirklich vor und ich versuchte möglichst die ganze Stimmung in mich aufzunehmen und diese Eindrücke mit der Videokamera festzuhalten, aber ich war von all dem so fasziniert und gefesselt, daß ich nur noch hektisch mit der Videokamera am umherkreisen war und mir dabei nicht mal auffiel, daß sie noch im vollen Zoom war und ich daher die Umgebung nur unscharf und zu dunkel aufnahm. Auch die Versuche die schwarze Sonne zu filmen und zu fotografieren waren von Nervosität gekennzeichnet. Gerade als ich herausfand, warum ich durch die Kamera nichts gescheites sah, kam auch schon die Sonne wieder hinterm Mond hervor und wieder war Jubel und Pfiffe über dem ganzen Platz zu hören ... schlagartig wurde es wieder heller. Die Menschen lagen sich in den Armen oder standen noch fassungslos und überwältigt da, kaum begreifen könnend, was sie da gerade erlebt haben. Auch ich war so beeindruckt, daß ich noch etwas weiche Knie hatte. Ich hoffte nur, daß die Aufnahmen soweit gelungen waren, um anderen einen Eindruck davon zu vermitteln, aber es ist klar, daß selbst die schillerndsten Berichte und Aufnahmen nicht im entferntesten das Erlebnis darstellen können, wenn man es nicht selbst erlebt hat!
Ingo hat ganze 36 Bilder verschossen, und auch Hildes Film ist voll geworden ... nun warten wir alle gespannt, was daraus geworden ist ... die Bilder hier sind alle von meiner Videoaufnahme, alle mit Filter.
Nachdem wir uns etwas gefangen hatten, packten wir unsere Siebensachen zusammen und verstauten diese im Auto, hofften wir doch, wenn wir schnell los fahren noch dem Stau zu entgehen. Also nix wie los zur Tanke, Auto volltanken und ab zur Autobahn. Doch schon 500m nach der Auffahrt auf die Autobahn ... STAU! Ja, und so ging es (von ein paar Kilometer schnelle Fahrt abgesehen) mit 20-40km/h voran, bis nach etwa 100km endlich wieder völlig freie Fahrt war! Während der Fahrt ließ ich (und die anderen sicher auch) das erlebte nochmal vor meinem geistigen Auge passieren, und mir kam es fast wie ein Traum vor, zu irreal war das Bild der schwarzen Sonne am Himmel, aber dennoch es war wahr! Im Radio wurde ständig berichtet von der Sonnenfinsternis und es schien so, als wäre überall anders Regen gewesen und unsere Freude, daß wir freie Sicht hatten stieg ins unermeßliche!!! Was hatten wir doch für ein Glück ... ein toller See, schöner "Zeltplatz", gute Gesellschaft, wunderbare Beobachtungsmöglichkeit und gutes Wetter ... die Wahrscheinlichkeit für diese Konstellation schien unglaublich niedrig gewesen zu sein!!
Nachdem wir Ingo wieder zuhause abgesetzt hatten ging es nun mit Volldampf Richtung Heimat, und obwohl ich ein so wunderbares Erlebnis hatte machte sich nach dem Stau und weiterer Autofahrt Streß bemerkbar ... die beiden Damen quarzten mir wieder die Bude voll und ich war heilfroh, als ich endlich wieder in Bremen war ... nach 9 Stunden Autofahrt zu Hause angekommen wurden nur noch schnell die Sachen aus bzw. umgeladen, und Tanja und Hilde machten sich ihrerseits wieder auf den Weg nach Hause, während ich erschlagen ins Sofa plumpste und Ruhe und frische Luft genoß!
Trotzdem muß ich sagen, daß das Erlebte mit Abstand das faszinierendste, tollste, beeindruckendste und fesselndste Erlebnis war, das ich je erlebt habe. Und ich kann nur sagen, daß ich für so ein Erlebnis auch gern die doppelte Strecke mit viermal soviel Stau gefahren wäre. Ich kann jedem, der es nicht erlebt hat nur nahelegen die nächste Gelegenheit zu nutzen, denn es ist etwas ganz besonderes!


zurück


This page hosted by   Get your own Free Home Page

1