1. Wie wirken Psychopharmaka?

Arzneimittel, die man mit dem Begriff Psychopharmaka zusammenfasst, wirken auf die Seele und Gefühle. Sie beeinflussen das Erleben, das Befinden und das Verhalten eines Menschen. Dabei gibt es grosse Unterschiede.

 

2. Welche Gruppen von Psychopharmaka gibt es?

Antidepressiva:

Antidepressiva werden, wie der Name schon sagt, zu der Behandlung von Depressionen eingesetzt. Sie können bei allen Arten von Depressionen nützlich sein, ihr wichtigstes Einsatzgebiet ist jedoch die Behandlung der endogenen Depression. Bei anderen depressiven Zuständen wie z.B. reaktiven Depressionen nach dem Tod des Partners oder einer neurotischen Depression können sie eine wichtige Stütze sein, die den Betroffenen z.B. eine Psychotherapie und damit eine Bewältigung der Problematik erst ermöglicht. Daneben werden Antidepressiva noch in anderen Gebieten eingesetzt, z.B. bei der Behandlung von Schmerzzuständen und zur Erleichterung eines Drogenentzuges.

 

Neuroleptika:

Das Haupteinsatzgebiet der Neuroleptika liegt in der Behandlung von Schizophrenien und Manien. Daneben gibt man sie bei anderen wahnhaften Zuständen, bei starken Erregungszuständen und als angstlösende, beruhigende und schlafanstossende Mittel. Die Neuroleptika sollen hierbei den normalen Gesundheitszustand wiederherstellen und nicht etwa, wie häufig geglaubt wird, einfach "dämpfend" wirken. In Kombination mit Schmerzmitteln werden sie zur Behandlung bestimmter Schmerzzustände eingesetzt. Nur am Rande erwähnt sei ihr Einsatz in der Narkosemedizin und der Behandlung von Migräne und Reisekrankheit.

 

Tranquilizer:

Tranquilizer (Beruhigungsmittel) werden bei Schlafstörungen, Angst-, Unruhe und Erregungsstörungen und zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt. Leider werden sie auch zu häufig bei banaler Nervosität, Überlastung und Erschöpfung verwendet. Benzodiazepine sollten im Allgemeinen nie über eine längere Zeit (mehr als höchstens einige Wochen) genommen werden, da sich sonst eine Abhängigkeit ausbilden kann. Häufig werden die sog. Benzodiazepine auch eingesetzt, um Menschen einen Eingriff wie z.B. eine Magenspiegelung erträglicher zu machen.

 

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