Liliputz meldet am 12. Februar 2001:

Fast jeder zehnte Siebenjährige in Deutschland ist arm

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland sehr reich. Das sieht man zum Beispiel daran, dass es für die Bundespolitiker überhaupt kein Problem war, mal eben von Bonn nach Berlin umzuziehen. Das hat aber sehr viel Geld gekostet, mehrere Milliarden Mark. Gerade deshalb können viele Leute nicht verstehen, wie es möglich ist, dass in unserem reichen Land so viele Kinder arm sind. Fast jeder zehnte Siebenjährige lebt mit seinen Eltern von der Sozialhilfe. Das ist Geld, mit dem nur das Allernötigste bezahlt werden kann. Selbst frisches Obst, z.B. für jedes Kind ab und zu eine herrliche Birne, ist für diese Familien oft zu teuer und schicke Anziehsachen können sie sich natürlich überhaupt nicht leisten. Das Kinderhilfswerk /en hjälporganisation för barn, liknande Rädda Barnen/ will jetzt noch stärker auf das Problem aufmerksam machen. Außerdem fordert es, dass der Staat den ärmeren Kindern Klassenfahrten bezahlt oder Geld zu Theaterbesuchen dazugibt. Wichtig ist auch, dass diese Kinder von ihren Schulkameraden nicht ausgegrenzt werden, nur weil sie sich nicht die neusten Tretroller kaufen oder mit ins Spaß-Bad gehen können.

 

 

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